Methodische Grundlagen und Prinzipien des Fitnesstrainings
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1. Das Prinzip der Konditionsstimulation (Überlast)
A. Allmähliche Steigerung der Belastung (Progression)
Das Prinzip der allmählichen Steigerung der Belastung (Überlast- oder Wiederherstellungsprinzip) besagt, dass die Leistung durch erhöhte Anforderungen gesteigert wird. Wenn wir die Lasten beibehalten, geht die Trainierbarkeit verloren. Der gegenteilige Effekt von Lasten provoziert das richtige Training durch Progression. Dies bedeutet, dass die Trainingsbelastung ständig nach bestimmten Zeiträumen überarbeitet und folglich inkrementiert werden muss. Bezüglich der Anwendung des Grundsatzes kann generalisiert gesagt werden, dass die Belastung größer und stärker sein muss, je mehr die Leistungsfähigkeit steigt.
Grosser schlägt folgende methodische Steigerungen vor:
- Erhöhte Trainingshäufigkeit pro Volumeneinheit.
- Erhöhte Trainingsbelastung bei gleicher Reizdichte.
- Erhöhte Intensität des Reizes.
B. Überlast oder Verwendung intensiver Anstrengungen (Effektive Reizbelastung)
Stimuli müssen über dem Schwellenwert liegen und dürfen die Toleranz nicht überschreiten. Sie müssen die Quantität und Qualität der Anstrengung berücksichtigen. (Beispiel fehlt im Originaltext).
C. Kontinuität
Die Pausenzeit muss ausreichen, um den Reiz zu verarbeiten. Weder zu lang noch zu kurz:
- Lange Pausen: Kein Training.
- Kurze Pausen: Übertraining.
- Proportionale Pausen: Ermöglichen das Phänomen der Überkompensation.
Dieses Prinzip kann in Bezug auf die Übergangszeit zwischen den Coaching-Jahreszeiten in Frage gestellt werden. Mateviev schlägt jedoch vor, „die Muskeln arbeiten zu lassen und die Nerven ruhen zu lassen“. Daher ist die Übergangszeit voll gerechtfertigt, wenn sie nicht länger als 14 bis 28 Tage dauert.
2. Prinzip der Systemausrichtung (Proposition)
A. Funktionale Einheit oder Multilateralität
Dieser Grundsatz zielt darauf ab, eine allgemeine körperliche Verfassung zu schaffen und alle physischen Eigenschaften zu berücksichtigen, um einer übermäßigen und frühen Spezialisierung entgegenzuwirken. Dieses Prinzip wird zwar nicht immer im Hochleistungssport beachtet, ist aber von zentraler Bedeutung für die Einführung in Schule und Sport.
B. Spezifität
Basierend auf einem allgemeinen körperlichen Zustand wird ein spezielles Training durchgeführt, das den Anforderungen einer sportlichen Tätigkeit entspricht. Dieser Grundsatz muss erfüllt werden, ohne die Multilateralität zu vergessen. Körperliches Training ist durch ein bestimmtes Verhältnis in Bezug auf die Produktion von Milchsäure während submaximaler Muskelarbeit definiert, sodass das Auftreten von Ermüdungserscheinungen früher eintritt, wenn eine Arbeit ausgeführt wird, auf die das Subjekt nicht speziell vorbereitet ist. Eine ähnliche Herz-Kreislauf-Reaktion zeigt, dass zwei Arten der Vorbereitung, obwohl spezifisch, die maximale Belastbarkeit der Athleten erhöhen.
3. Prinzip der Reaktion auf einen Reiz (Spezialität)
A. Individualisierung
Jeder Körper reagiert anders auf das Training. Dies ist im Sportunterricht sehr schwierig umzusetzen.
B. Transfer
Als Ergebnis dieser Arbeit kann der Transfer positiv, negativ oder neutral sein, sowohl in gegenwärtigen als auch in zukünftigen Situationen, auf andere Körperteile, Organsysteme, Fähigkeiten und Kapazitäten. Daher wird die generische oder allgemeine Fitness immer versuchen, einen positiven Transfer auf die spezifische Fitness zu erzielen. Folglich sollte im Schulsport immer nach abwechslungsreichen Arbeitssituationen gesucht werden, die einen positiven Transfer für die Entwicklung der allgemeinen und speziellen Fitness begünstigen. Wenn kein Transfer stattfindet, können wir hart trainieren und dennoch keine Verbesserung der Ergebnisse erzielen, da keine Beziehung zwischen dem Training und dem gewünschten Ergebnis besteht.
C. Effektivität (Gleichgewicht zwischen Energieaufnahme und -ausgabe)
Die Effektivität ist definiert als das Verhältnis des Energieaufwands zum daraus resultierenden Ertrag. Jedes Training oder jede Aktivität könnte unwirksam sein, wenn der Organismus aufgrund von Müdigkeit oder mangelnder Erholung organisch nicht in der Lage ist, eine Reaktion auf den ihn beeinflussenden Reiz zu erzeugen.
Zusammenfassung der Trainingsprinzipien nach Mora
Mora gruppiert die Trainingsprinzipien wie folgt:
1. Prinzipien zur Initiierung der Anpassung:
- Wirksamer Reiz.
- Progressive Belastung.
- Zunahme der Last.
- Vielfalt.
2. Prinzipien zur Gewährleistung der Anpassung:
- Optimales Verhältnis zwischen Belastung und Erholung/Wiederholung.
- Periodisierung und Kontinuität.
3. Prinzipien zur Ausübung einer spezifischen adaptiven Kontrolle:
- Identifikation und Anpassung an das Alter.
- Progressive Spezialisierung.
- Wechselnde Spezialisierung.
Im Falle von Kindern und Jugendlichen ist die Vielseitigkeit der Belastung zu Beginn besonders interessant, da sie als Motivator fungiert und es den Kindern ermöglicht, mehr Aufmerksamkeit zu schenken und mehr zu leisten, ohne dass die Trainingsbelastung sofort erhöht werden muss.