Miguel de Cervantes: Leben und poetisches Werk

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Biografie von Miguel de Cervantes Saavedra

Miguel de Cervantes Saavedra (Alcalá de Henares, 1547 – Madrid, 1616) war ein Schüler des Schriftstellers Juan López de Hoyos. Im Jahr 1569 zog er nach Italien, wo er in den Diensten des Kardinals Acquaviva stand. Er trat in die Armee ein und nahm im Jahr 1571 an der Schlacht von Lepanto teil, in der er verletzt wurde und die Bewegungsfähigkeit seiner linken Hand verlor. Dies brachte ihm den Spitznamen "El Manco de Lepanto" (der Einarmige von Lepanto) ein.

Als er im Jahr 1575 auf die Halbinsel zurückkehren wollte, wurde er von Barbaresken-Piraten vor der Küste von Katalonien gefangen genommen. Cervantes und sein Bruder wurden in Algier festgesetzt. Da seine Familie nur das Lösegeld für seinen Bruder aufbringen konnte, musste Cervantes dort fünf Jahre lang in Gefangenschaft bleiben. Er wurde in das strengste Gefängnis von Algier, die sogenannten Bäder (Baños), gesperrt. Im Jahre 1580 wurde er schließlich freigelassen.

Beruflicher Werdegang und Gefangenschaft

Nach seiner Rückkehr nach Madrid versuchte er sein Glück in verschiedenen Berufen und bewarb sich um eine Position in Indien, die ihm jedoch nicht gewährt wurde. Im Jahre 1584 heiratete er Catalina de Salazar y Palacios und zog nach Sevilla, wo er das Amt des königlichen Kommissars für Proviant (Zöllner) übernahm. Er wurde zweimal verhaftet:

  • 1592 in Córdoba: wegen des Verkaufs von Weizen ohne Genehmigung.
  • 1597 in Sevilla: aufgrund des Zusammenbruchs einer Bank, bei der er seine Einnahmen hinterlegt hatte.

Während dieses zweiten Gefängnisaufenthalts schrieb Cervantes den Don Quijote. Im Jahr 1604 zog er nach Valladolid, wo er 1605 zusammen mit seiner gesamten Familie erneut inhaftiert wurde.

Cervantes als Dichter

Das poetische Werk

Cervantes' poetisches Werk wird in zwei Gruppen unterteilt:

  • Werke, die den Renaissance-Modellen von Garcilaso de la Vega und Fray Luis de León folgen.
  • Balladen und Lieder, die der traditionellen Form näherstehen.

Er verfasste mehrere Sonette und kleinere Kompositionen, die in den Vorarbeiten anderer Autoren und in Liederbüchern erschienen. Die meisten poetischen Werke von Cervantes sind in seine Prosa eingebettet, wie etwa in La Galatea, die siebzig eingestreute Gedichte enthält.

Umfangreiche Versdichtungen

Sein umfangreichstes Werk in Versen ist die Reise zum Parnass (Journey to Parnassus, 1614), ein langes Gedicht in Terzinen. Darin wird eine Seeschlacht zwischen guten und schlechten Schriftstellern beschrieben, was einen sehr kritischen Blick auf die Autoren der damaligen Zeit wirft. Zudem schrieb Cervantes Gedichte traditioneller und burlesker Art, die in seinen Novelas ejemplares (Beispielhafte Novellen) erscheinen.

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