Miguel Hernández: Leben, Liebe und Tod in der Lyrik

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Die drei großen Themen der Dichtung: Leben, Liebe und Tod

Wie immer stehen die drei großen Themen der Dichtung im Fokus: Leben, Liebe und Tod. Das Cancionero y romancero de ausencias (Lieder und Balladen der Abwesenheit) summt von Abwesenheiten, während die Natur das Werk begleitet.

1. Die Natur als Lebensraum

Die Natur begleitet den Dichter seit seiner Kindheit. In seiner ersten Phase beschreibt er die Landschaft und die alltäglichen Elemente seiner bescheidenen Existenz, geprägt durch modernistische Einflüsse.

  • Das Geheimnis der Dinge: Seine Gedichte versuchen, die Seele der Dinge zu erreichen.
  • Aufwertung des Alltäglichen: Er erhebt jedes Element, selbst das Unbedeutende, zum Thema seiner Lyrik.

In diesem Stadium ist sein bedeutendstes Werk Perito de lunas, in dem er den Stil von Góngora aufgreift. Es ist eine Reihe von Rätseln, in denen der Autor als „Mondexperte“ verschiedene Objekte beschreibt. Der Mond dient in seinen vier Phasen dazu, Objekte zu erkennen und den Lebenszyklus zu symbolisieren.

2. Die Liebe in der Poesie von Miguel Hernández

Die Flamme der Liebe durchzieht seine gesamte Liebeslyrik: die Liebe zur Natur und zur Frau, geprägt durch:

  • Sexuelles Erwachen
  • Religiöse Konflikte

3. Der Einfluss des Bürgerkriegs

In El rayo que no cesa (Der Blitz, der nicht aufhört) wird die Liebe durch drei Sonette beeinflusst. In all seinen Gedichten herrscht das Gefühl des frustrierten Liebhabers vor; der Dichter erlebt seine Leidenschaft als Folter und dauerhaftes Leiden.

Der Ausbruch des Bürgerkriegs führte ihn zu einer Poesie des Zeugnisses. Die Ereignisse weckten in ihm ein Gefühl der kollektiven Verantwortung und Solidarität, wie in Viento del pueblo (Wind des Volkes) deutlich wird. Es beginnt die Zeit der engagierten Poesie, die den Krieg anprangert und von Gefängnis, Leid und Tod berichtet.

4. Spätwerk: Lieder und Balladen der Abwesenheit

Im September 1939, nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis und vor seiner erneuten Verhaftung, übergab er seiner Frau ein Manuskript mit dem Titel Cancionero y romancero de ausencias. Mit dieser letzten Sammlung reift er poetisch zu einer nackten, intimen und herzzerreißenden Lyrik heran.

Der Ton ist tragisch und behandelt die eindringlichsten Themen seiner Welt: Liebe, Leben und Tod. Seine Poesie beginnt beim elementaren Leben, doch durch sein persönliches Leiden und den Tod von Freunden, Kollegen und seinem Sohn wird sie zu einer tiefen Auseinandersetzung mit der Hoffnungslosigkeit und dem Tod.

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