Miguel Hernández: Leben, Tod, Liebe und Engagement

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Leben, Tod und Liebe im Werk von Miguel Hernández

Wenn wir die Poesie von Miguel Hernández betrachten, lässt sie sich grundlegend als Liebeslyrik qualifizieren. In fast jedem seiner Gedichte ist der Sinn der Liebe präsent: sei es die Liebe zur Natur, zur Frau, zum Sohn, zu Freunden, zum Volk oder zum Leben selbst. Dabei lassen sich verschiedene Ansätze unterscheiden:

  • Sexuelles Erwachen
  • Liebe und Schmerz
  • Hass und Liebe
  • Hoffnung

Darüber hinaus ist die Lyrik von Miguel Hernández eine Poesie der Erfahrung. Seine poetische Welt wird durch die Trias aus Liebe, Tod und Leben definiert. Dies sind die drei Hauptthemen seines Werkes oder vielmehr Varianten eines einzigen Themas: der Liebe. Leben und Tod sind dabei auf zwei Arten miteinander verknüpft:

  1. Im existenziellen Sinne: Der Mensch ist ein Wesen, das geboren wurde, um zu sterben.
  2. Im Sinne der Solidarität: Der Tod wird als Teil des Ganzen begriffen.

In seinen späten Gedichten, wie im Liederbuch der Abwesenheiten (Cancionero y romancero de ausencias), umarmt das Leben endgültig den Tod. Liebe und Tod sind so eng vereint, dass das menschliche Leben fast als ein gestörter Zustand erscheint. Das Leben der Menschen, das Blut, die Liebe und der Tod erschaffen in der Welt des Dichters eine Vielzahl metaphorischer Felder und sehr persönlicher Bilder. Sein gesamtes Werk dreht sich um die Geheimnisse des Daseins: Die Zeugung und der Tod. Die Liebe erscheint einerseits als Symptom des Lebens, als Licht und Klarheit, andererseits jedoch auch als Zerstörung, Tod, Dunkelheit und Finsternis.

Soziales Engagement und die Poetik von Miguel Hernández

In seiner ersten Phase befand sich Miguel Hernández in einer Ekstase des religiösen Ausdrucks und einer euphorischen Annahme theozentrischer Theorien. Sein erstes veröffentlichtes Werk war religiöser Natur. Durch die Verurteilung revolutionärer Bauernaktionen kritisierte er anfangs scharf die politischen Positionen von Anarchisten, Kommunisten und Gewerkschaften. Die soziale und politische Lage zur Zeit von Hernández entsprach der des späten 19. Jahrhunderts: Ein konservativer Klerus und eine dominierende, autoritäre Militärklasse (einschließlich einer repressiven Guardia Civil und putschbereiter Militärs).

Der große Kompromiss, der die Figur von Miguel Hernández als Poet erhöht, besteht darin, dass er seine Kraft einsetzte, um das Land zu verteidigen, den Menschen auf dem Feld Würde zu verleihen und das Bewusstsein für ihre potenziellen Rechte zu fördern. Hernández schlug sich auf die Seite der Schwächeren, der hilflosen Arbeiter. So begann eine neue Ära mit einer neuen sozialen Klasse, die Verantwortung für ihre Rechte übernahm: das arbeitende Volk.

Er gab die „reine Poesie“ und die alte katholische Sichtweise auf. In der zweiten Hälfte des Jahres 1935 begann er mit Gedichten, die erste „unreine“ soziale Proteste artikulierten. Sein politisches Engagement basierte nicht auf grauer Theorie, sondern auf den alltäglichen Erfahrungen, unter denen er und seine Familie litten.

Eine der erfolgreichsten Facetten von Miguel Hernández war die Darstellung der betroffenen Arbeitsbereiche, der Lohnausbeutung, der Armut und des Hungers. Seine Dichtung ist eine Synthese aus gemeinsamem Schmerz und der Anklage gegen das Unrecht.

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