Miguel Hernández und Miguel Delibes: Analyse von Leben und Werk

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Miguel Hernández: Leben und Poesie

Leben und Einfluss

Miguel Hernández wurde 1910 in Orihuela geboren. Er bildete sich autodidaktisch und las Werke von Garcilaso, Juan Calderón und modernen Klassikern wie Machado und Rubén Darío. Besonders stark beeinflusste ihn Federico García Lorca.

Nachdem Josefina Manresa nach Madrid gezogen war, erlebte er eine Phase der Unsicherheit. Seine Poesie entwickelte sich in den Jahren 1933 bis 1935. Während des Spanischen Bürgerkriegs (ab 1936) war er Republikaner und seine Dichtung ermutigte die Soldaten (ab 1939). Nach dem Krieg wurde er inhaftiert. Er erkrankte an Tuberkulose und starb 1942 im Gefängnis in Alicante, nachdem er versucht hatte, nach Portugal zu fliehen.

Stadien seines Schreibens

  • 1. Stufe: Experte für Monde und Goldene Pfeife. Hier zeigt sich der Einfluss von Garcilaso.
  • 2. Stufe: Gedichte wie „El rayo que no cesa“ (Der Blitz, der nicht nachlässt), Wind und Menschen.
  • 3. Stufe: Lieder und Balladen aus der Zeit der Haft.

Natur und Symbolik

Seine Naturgedichte, primär veröffentlicht in „El rayo que no cesa“ und „Viento del pueblo“ (Wind des Volkes), sind stark von Garcilaso beeinflusst.

Bilder und Symbole

Diese beziehen sich auf sein Leben und seine Poesie:

  • Strafe: Keine Gotteserkenntnis (Experte für Monde und Pfeifen).
  • Unerfüllte Liebe: (Der Blitz, der nicht nachlässt).
  • Freiheit: Wind, Liederbuch, Menschen.
  • Blitz: Identifikation des Dichters mit dem Kampf.
  • Stier/Ochse: Symbol für Kampf und Identifikation mit dem Land.
  • Landbewohner: Könige.

Tradition und Avantgarde

Bis 1934 erhob er die regionale Poesie seiner Heimat. Er war Autodidakt.

Miguel Delibes: Der Roman nach dem Bürgerkrieg

Die 1940er Jahre: Existenzialismus

Der Roman der 40er Jahre ist pessimistisch und existenzialistisch, geprägt von einer „verlängerten Schatten der Zypresse“ (z.B. La sombra del ciprés es alargada).

Die 1950er Jahre: Soziale Ungleichheit

Der Roman spiegelt die soziale Ungleichheit im Spanien der Nachkriegszeit wider. Werke wie El camino (1950) und Las ratas (1962) thematisieren die Armut.

Die 1960er und 1970er Jahre: Struktureller Verfall und Experimente

In den 60ern und 70ern entstanden neue experimentelle Formen, wie der innere Monolog (z.B. San Camilo, 1936). Themen sind Müdigkeit, Identitätssuche und historischer Realismus (z.B. Cinco horas con Mario).

Die 1980er Jahre: Tradition und Experiment

Es entwickelten sich zwei Hauptströmungen: der traditionelle und der experimentelle Roman.

Analyse von „Die Unschuldigen“ (Los santos inocentes)

Dieses Werk erhebt in den 60er und 80er Jahren Anklage gegen Ungerechtigkeiten in Bezug auf Leben, Natur und Landflucht. Die letzten beiden Bücher sind stilistisch unterschiedlich.

Raum und Zeit

Raum und Zeit sind oft ungenau und außerhalb der direkten Wirklichkeit angesiedelt, was an Cervantes erinnert (interner Realismus). Die Erzählzeit ist nicht chronologisch, da jeder Titel eine andere Zeitspanne abdeckt. Die Zeit wird in den späteren Büchern erweitert.

Soziale Unterschiede und Barrieren

Die Gesellschaft ist in extreme Klassen geschichtet: die Reichen und Mächtigen gegenüber den Armen und Unterdrückten. Dies betont das christliche Gewissen und das Gebot der Nächstenliebe.

Die Gesellschaft ist so geschichtet, dass die Armen ihren Stand kaum verlassen können. Es gibt mehrere Barrieren:

  1. Kulturelle Barriere: Arme können nicht studieren.
  2. Religiöse Barriere: Die Armen können nicht zur Kommunion gehen.
  3. Lebensstil: Die Reichen leben nicht von ihrer Arbeit, die Armen haben keine Feiertage.
  4. Eigentum: Landbesitz trennt Reich und Arm.

Große und kleine Themen

Das Hauptthema ist die soziale Ungerechtigkeit in einer mittelalterlich anmutenden Pyramidenstruktur. Don Pedro repräsentiert die Spitze, während Iván den letzten Aufstand manifestiert.

Natur

Die Natur ist ein weiterer wichtiger Faktor, der den Vertrag mit dem Demütigen respektiert, aber die Reichen vernichtet. Die Natur seiner Heimat Valladolid wird beschrieben, ebenso wie das Unterthema des Fortschritts und der technologischen Rückständigkeit des Landes (Ökologie), unpräzise formuliert wie bei Don Quijote.

Lorca: Theaterwissenschaft

Die letzten Jahre (ab 1936)

Die politische Instabilität prägte das Theater. Lorcas frühes Theater war romantisch-dringlich und realistisch. Er wurde berühmt durch die „Zigeuner-Romanzen“ (1928).

Nach seiner Rückkehr aus New York (1929/30) änderte sich sein Theater hin zu Tragödien wie Bernarda Albas Haus, die vorausschauend Spanien darstellen. Blut und Frauen sind zentrale Elemente des bäuerlichen Dramas.

Große und kleine Probleme

Themen sind Begierde, Unterdrückung, Rebellion und die moralische Tradition der Moderne.

Kampf der Moral

Die autoritäre katholische Moral kollidiert mit dem natürlichen Gesetz der Töchter. Bernarda versucht, die totale Kontrolle über ihre Töchter auszuüben.

Raum und Zeit im Theater

Der Raum außerhalb des Hauses wird nur durch Geräusche (Schnitter) wahrgenommen. Das Innere des Hauses wirkt wie ein weiterer Charakter, erzeugt Klaustrophobie und Konfrontationen. Die Verachtung, die Bernarda ausstrahlt, ist allgegenwärtig.

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