Missbrauch im Alter: Formen, Risiken und Prävention
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Missbrauch älterer Menschen
Missbrauch ist eine einmalige oder wiederholte Handlung — oder das Unterlassen angemessener Reaktionen —, die einer älteren Person Schaden oder Leid zufügt und in jeder Beziehung auftreten kann, in der Vertrauen erwartet wird.
Typen
Typ: körperlicher, psychischer, sexueller und finanzieller Missbrauch; Vernachlässigung und Verlassenheit; therapeutische Bevormundung; starre Diagnosen.
Risikofaktoren
Altenpflege:
- Verwundbarkeit der Betroffenen
- soziale Isolation
- Vorgeschichte familiärer Gewalt
- Feindseligkeit gegenüber der Umgebung
- ungünstige wirtschaftliche Bedingungen
- Frauen über 75 Jahre
Verantwortliche / Bezugspersonen:
- Pflege ohne Unterstützung über einen langen Zeitraum
- Bezugspersonenüberlastung und Erschöpfung
- mangelnde Ausbildung und/oder mangelndes Verständnis von Krankheiten
- isolierte oder unreife Bezugspersonen
- ökonomische Abhängigkeit des Opfers
- fehlende formale oder informelle Unterstützung
- psychische Störungen oder Sucht
- Gewalt in der Familie
Vorbeugung
Primär: Verhinderung des Entstehens und der Konsolidierung sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Strukturen, die das Risiko für Missbrauch erhöhen. Ziel ist es, das Auftreten neuer Missbrauchsfälle durch Kontrolle der Ursachen und Risikofaktoren zu verhindern.
Sekundär: Verringerung der Prävalenz von Missbrauch durch Früherkennung verdeckter Fälle und frühzeitige Interventionen, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden und Rückfallquoten zu senken.
Tertiär: Verlangsamung des Fortschreitens beziehungsweise Verringerung der Folgen einer bereits etablierten Missbrauchssituation sowie Minimierung der verursachten Leiden und Schäden.
Lebenswichtige Maßnahmen
Um das Auftreten und die Konsolidierung der oben genannten Risikostrukturen zu vermeiden, sind folgende Maßnahmen wesentlich:
- Primär: Verhinderung des Auftretens neuer Fälle durch Kontrolle von Ursachen und Risikofaktoren.
- Sekundär: Reduzierung von Rückfällen und der Häufigkeit durch Früherkennung und frühzeitige Intervention.
- Tertiär: Verringerung der Folgen einer bereits bestehenden Missbrauchssituation und Minimierung des verursachten Leidens.