Das Mittelalter auf der Iberischen Halbinsel
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Das Mittelalter auf der Iberischen Halbinsel beginnt mit dem Fall des Weströmischen Reiches und der Ankunft der Westgoten. Diese Epoche lässt sich in verschiedene Phasen unterteilen:
- Frühmittelalter (8. Jahrhundert): Beginn der muslimischen Invasion.
- Hochmittelalter (11. bis 13. Jahrhundert): Die christlichen Königreiche erstarkten, erholten sich von Krisen und begannen die Reconquista der Gebiete, die seit dem 8. Jahrhundert von Muslimen besetzt waren.
- Spätmittelalter (14. und 15. Jahrhundert): Eine Zeit geprägt von Schwierigkeiten wie Bürgerkriegen, Pestepidemien und Agrarkrisen. Sie endete mit der Eroberung des Königreiches von Granada durch die Katholischen Könige.
Ursachen der Entdeckung
Die wirtschaftliche Expansion zwang dazu, neue Märkte für Industrie und Handel zu erschließen sowie nach Gold zu suchen. Technischer Fortschritt, wie der Kompass, Seekarten und neue Schiffstypen wie die Karavellen, begünstigten diese Entwicklung.
Das Westgotenreich
Nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches entstand auf der Iberischen Halbinsel ein Machtvakuum. Dieses wurde durch das Westgotenreich gefüllt, das ab dem 6. Jahrhundert Toledo als Hauptstadt wählte, basierend auf einem Pakt mit Rom, der ihnen Ländereien im südlichen Europa zusicherte.
Die feudale Gesellschaft
Die Gesellschaft war streng hierarchisch gegliedert:
- Adel: Die Kriegerklasse.
- Geistlichkeit: Diejenigen, die beteten.
- Bauern und Handwerker: Die arbeitende Bevölkerung.
Ein Adliger verpflichtete sich als Vasall des Königs, indem er vor ihm kniete und Treue schwor.
Romanische Kunst
Ab dem 8. Jahrhundert entstanden bedeutende Bauwerke, wie der Palast von Naranco. Die wichtigsten Elemente der romanischen Architektur sind:
- Verwendung von Stein als Hauptmaterial.
- Rundbögen und Tonnengewölbe.
- Massive Mauern und Pfeiler zur Lastabtragung der steinernen Gewölbe.
Entstehung und Ausbreitung des Islam
Die Ankunft der Muslime in Spanien war einerseits durch die innere Krise der westgotischen Monarchie und andererseits durch die rasche Expansion des Islam ab dem Jahr 634 bedingt. Die Muslime zeigten sich tolerant gegenüber Christen und Juden, die als „Leute des Buches“ (Koran) unter Schutz standen.