Mittelalterliche Erzählliteratur: Epik, Romantik und Rittertum

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Mittelalterliche Erzählliteratur

Aus dem späten siebzehnten Jahrhundert konsolidierte sich die kastilische Sprache zur Literatur der gebildeten Minderheit. Man begann, die Romantik zu nutzen, um die edlen Taten des Rittertums zu erzählen, die Wunder der Jungfrau und das Leben der Heiligen darzustellen. Sie verfolgte eine lehr- und moralisierende Absicht. Die Erzählungen vermittelten die Ideen der privilegierten Klassen: den ritterlichen Geist des Helden, die Religiosität des Volkes oder die Verteidigung von Ehre und Erbe.

Die mittelalterliche Erzählliteratur zeugt von der sozialen Wirklichkeit, den Überzeugungen und Gewohnheiten, so wie sie waren oder wie man sie gerne gesehen hätte, und spiegelt die gesellschaftlichen Entwicklungen wider.

Auch die Ausdrucksform im Mittelalter knüpfte an die Tradition des klassischen Epos an, die Erzählung in Versen, wie die epischen Gedichte und die religiöse Poesie des Mester de Clerecía. Erst im 14. und 15. Jahrhundert setzte sich die Prosaerzählung durch, sowohl in der Kurzgeschichte (z. B. die Geschichten von Don Juan Manuel) als auch in umfangreicheren Werken. Zwei Hauptformen der mittelalterlichen Erzählung waren populär und mündlich geprägt:

  • Ausgelöst durch die Spielleute: die Chansons de geste und die Romanzen.
  • Narrative, die auf gebildeten, inspirierten und schriftlichen Quellen basierten und schriftlich verbreitet wurden, wie die Gedichte des Mester de Clerecía oder die Hofprosa des 15. Jahrhunderts.

Das mittelalterliche Epos

Der ungebildete Adelige wurde zum Protagonisten des mittelalterlichen Epos.

Es handelt sich um eine mündliche Dichtung, die von Spielleuten gesungen oder rezitiert wurde und sich in Schlössern, Dörfern und an Orten verbreitete, wobei der Unterhaltungswert variierte.

Die mündliche Überlieferung macht die epische Literatur zu einer traditionellen Poesie, die im Gedächtnis des Volkes und von Mund zu Mund überlebt.

Das mittelalterliche Epos manifestiert sich zunächst in den Chansons de geste (12. bis 13. Jahrhundert), langen Gedichten, aus denen später die Romanzen hervorgingen, die in der Regel kürzer und episch-lyrisch sind.

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