Moderne Literatur: Themen, Stil und Merkmale

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Thema der Moderne

Literatur der Sinne: Einige Autoren richten ihren Blick auf das sinnlich Äußere und suchen formale Perfektion und Schönheit.

Privatsphäre in der Literatur: Aspekte, die den Ausdruck von Intimität betreffen: Der Autor offenbart Gefühle, die vitalistisch oder optimistisch, ängstlich oder melancholisch sein können, etc.

Wiederkehrende Themen

  1. Die spirituelle Krise

    Gefühle der Einsamkeit, Melancholie, Trauer und Entwurzelung; eine Gesellschaft, die nicht fähig oder nicht bereit ist, den Künstler zu verstehen. Eine Gegenbewegung zum rein Rationalen und Alltäglichen. Ausdruck findet häufig mithilfe von Symbolen statt.

  2. Umgehung der Realität

    Der Schriftsteller befindet sich in einer Realität, die er ablehnt, und muss seine Unzufriedenheit kundtun. Einige versuchen, die Realität durch Kritik und politisches Handeln zu transformieren; andere ziehen es vor, der Realität zu entfliehen. Drei verschiedene Möglichkeiten, der Realität zu entkommen:

    1. die Welt der Träume
    2. eine vorübergehende Flucht in vergangene Welten
    3. die temporäre Flucht in exotische Welten
  3. Kosmopolitismus

    Kosmopolitismus als Einfluss und Notwendigkeit: die Hinwendung zur Großstadt und zur Bohème als kulturelles Zentrum und Lebensform.

  4. Das Gefühl der Liebe

    Liebe schwankt zwischen zwei Polen: der Idealisierung der Liebe und dem Verständnis der Frau sowie unerreichbarer oder unmöglicher Liebe. Eine vitalistische Vorstellung von Liebe ist geprägt von Sexualität und Lust.

  5. Suche nach Wurzeln

    Rückgriff auf die präkolumbianische Vergangenheit und ihre Mythen, um sich gegenüber der spanischen Tradition zu behaupten.

Modernistischer Stil

Die Moderne bedeutete die Suche nach dem Neuen in der Kunst, während das 19. Jahrhundert oft durch den allgemeinen Ton bürgerlicher Poesie geprägt war.

Moderne Ästhetik

  1. Versuch, mehrere Bedeutungswerte in einem Wort oder Ausdruck zu erfassen.
  2. Reichtum an phonetischen Mitteln, die der Musikalität der Verse dienen.
  3. Lexikalische Bereicherung durch Einführung von Archaismen und Neologismen.
  4. Adjektive werden reichlich und oft ornamenthaft verwendet.
  5. Verwendung von Synästhesie.
  6. Metaphern und Bilder sind oft atemberaubend originell.
  7. Vorzug langen Erzähl- bzw. Verslängen und freiere Gestaltung, losgelöst von traditionellen Zeilen und Strophen.

Phasen der Moderne

  1. Kanonische Moderne

    Ästhetizismus, Eskapismus, Literatur der Sinne und parnassischer Einfluss.

  2. Postmoderne (im weiteren Sinne)

    Geringerer ästhetischer Kompromiss, stärkere Betonung der Privatsphäre in der Literatur und fortdauernder Einfluss des Symbolismus.

Merkmale der Moderne

  1. Ablehnung der alltäglichen Realität. Dafür existieren zwei Möglichkeiten: Flucht in Zeit und Raum.
  2. Aristokratische Haltung und Kostbarkeit im Ausdruck.
  3. Suche nach Schönheit.
  4. Treue zu großen klassischen Versen bei gleichzeitiger Neigung zu metrischen Variationen innerhalb dieser Muster.
  5. Nutzung von Mythologie und sinnlicher Anziehungskraft.
  6. Umfangreiche lexikalische Erneuerung.
  7. Suche nach formaler Perfektion.
  8. Starke Individualität der Autoren.
  9. Überprüfung und Neuerfindung der kastilischen Metrik im Verhältnis zur lateinischen Tradition.
  10. Wunsch nach Innovation und das Bestreben, sich als verfeinerte, an europäischen Modellen orientierte Literatur zu etablieren.

Hinweis: Rechtschreibung, Grammatik und Groß-/Kleinschreibung wurden korrigiert; inhaltliche Aussagen wurden sprachlich präzisiert, ohne Inhalte zu entfernen.

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