Monet – Impression, soleil levant & Cézanne: Analyse und Techniken
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Monet – Impression, soleil levant (Analyse)
Soixent. Impression. (ursprünglich: "SO ixent.Impressio.") MONET; Technik: Öl auf Leinwand, 48 x 63 cm.
Linie
Die Linien sind sehr schematisch. Im Bildhintergrund finden sich Andeutungen von Schiffen mit Masten und Schornsteinen der Fabriken, weit entfernt und vom Dunst umgeben. Rauch und Nebel verhindern deutlich die Unterscheidung der Sonne.
Volumen
Er verwendet feine sfumatoartige Übergänge; dennoch bleibt das Feld verschwommen. Durch diese Technik entsteht ein weiches, gestaffeltes Volumen.
Perspektive
Im Hintergrund sind kleine Boote, Werften und Fabriken zu erkennen; näher zum Betrachter sind einige Boote mit Ruderern sichtbar (man erkennt drei Boote mit Ruderern).
Farbe
Die dunklen, farbigen Partien (starke Schattierungen von Blau, Violett, Grau, Rot und Orange) sind locker aufgetragen, um subtile Lichtwirkungen zu erzielen.
Licht
Die rote Umrandung der Sonne sowie ihre Spiegelungen im Wasser sind getrennt dargestellt, sodass der Betrachter direkt auf das Leuchten hingelenkt wird.
Thema
Das Werk repräsentiert ein maritimes Thema, konkret den Hafen von Le Havre. Es vermittelt den Eindruck eines Sonnenaufgangs — nicht als detailgetreue Szene, sondern als Atmosphäre. Das Bild ist ein Schlüsselwerk des Impressionismus und markiert ein neues Konzept in der Malerei.
Jugadores de cartes. (ursprünglich: "jugadrsdecartes.") Postimpressionismus 1890–95. Technik: Öl auf Leinwand, 47 x 57 cm.
Cézanne – Die Kartenspieler (Analyse)
Linie
Kurzgezogene Pinselstriche, fein und übereinandergelegt; die Modellierung von Objekten und Volumen entsteht durch Schichtungen verschiedener Töne.
Volumen
Die kurzen, überlagerten Pinselstriche und die Abstufung von Tönen erzeugen die plastische Wirkung der Objekte. Die Natur wird durch Tonmodulation modelliert.
Perspektive
Er verwendet Perspektive und unterschiedliche Blickpunkte. Position und Bewegungen der Figuren sind bis zu einem gewissen Grad symmetrisch, die Komposition jedoch leicht asymmetrisch. Die Spannung entsteht durch die Anordnung der Objekte auf dem Tisch und durch die Hände der Figuren.
Farbe
Ein nüchternes, harmonisches Farbspektrum: vorwiegend warme Töne, dunkle und kühle Farben wechseln einander ab. Cézanne versucht, mit Farbe grundlegende Formen zu definieren. Er arbeitet mit Hell-Dunkel-Kontrasten und dichten Pinselstrichen, um geometrische, stabile Formen aufzubauen. So sind beispielsweise zwei Personen zu erkennen: eine in brauner Jacke und gelben Hosen und die andere in entgegengesetzter Stellung.
Licht
Das Licht wirkt insgesamt gleichmäßig, wobei die Figur rechts die Szene etwas stärker betont.
Thema
Das Bild zeigt Kartenspieler, ein alltägliches Geschehen im Dorf, in dem der Künstler lebte. Psychologisch geht es um die Beziehung zwischen den Spielern: einer wirkt sicherer, die Mobilität und der Ausdruck werden durch hellere Farben und sensibleres Licht verstärkt.
Funktion
Das Werk lädt zu weiterer Forschung über Technik und bildliche Praxis ein.