Monet: Impression, Sonnenaufgang – Ursprung des Impressionismus
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Claude Monets „Impression, soleil levant“ (Impression, Sunrise)
Beschreibung und Atmosphäre der Seelandschaft
Das Gemälde zeigt eine Seelandschaft im Hafen von Le Havre. Im Vordergrund segeln drei Boote. Die Szene ist von frühem Nebel und Rauch durchzogen, während die Sonne aufgeht. Das Werk, bekannt als Impression, soleil levant (oder *Impression, Sunrise*), wurde von Claude Monet in Le Havre gemalt und fängt die Morgendämmerung ein. Die Sonne kämpft darum, durchzubrechen, und erzeugt intensive orangefarbene Reflexe auf dem Meer und im Himmel. Die Atmosphäre dominiert die Szene, wobei die Formen fast vollständig verschwinden.
Maltechnik und Pinselstrich
Monet verwendete schnelle, gefüllte Pinselstriche, die das Bild ästhetisch prägen. Das orangefarbene Wasser wird durch einen kräftigen Farbauftrag dargestellt. Himmel und Wasser verschmelzen, nur unterbrochen von den dunkleren Strichen der Schiffe und Kräne. Technisch gesehen handelt es sich um Öl auf Leinwand. Die Pinselführung ist locker, kurz, kommaförmig und schnell. Die Linie tritt in den Hintergrund, da Striche und Farben dominieren. Monet selbst erklärte, er wollte den *Eindruck* seiner Vision festhalten, den der Sonnenaufgang bei ihm hervorrief.
Die Geburt des Impressionismus
Der Titel *Impression, soleil levant* gab der gesamten Bewegung ihren Namen. Ein Kritiker verwendete den Begriff „Impressionismus“ nach der ersten gemeinsamen Ausstellung der Künstler im Jahr 1874, die im ehemaligen Atelier des Fotografen Nadar stattfand.
Die impressionistische Bewegung entstand aus dieser Gruppe um Monet, zusammen mit Künstlern wie:
- Pissarro
- Cézanne
- Sisley
Die Impressionisten setzten Farben nebeneinander, anstatt sie zu mischen, sodass die Mischung erst auf der Netzhaut des Betrachters stattfand. Sie nutzten die Erkenntnis, dass die wahrgenommene Intensität einer Farbe von den umgebenden Farben abhängt.
Claude Monets Beitrag zur Kunst
Claude Monet gilt als der poetischste Maler des Impressionismus. Er schuf fast 3000 Gemälde, wobei er oft Landschaften, insbesondere in Argenteuil, malte und dabei Lichtreflexe auf der Wasseroberfläche einfing. Monet war bestrebt, die Natur in ihrer flüchtigen Schwingung zu erfassen. Sein Beitrag zum Impressionismus liegt in seiner Sensibilität für die Atmosphäre und das Licht. Die Natur diente ihm als Vorwand, um seine subjektive Vorstellung zu zeigen. Seine Palette vibriert durch die nebeneinander gesetzten Farben: Orange, Rot, Blau und Gelb. Monet leistete einen der größten Beiträge zur Bewegung und blieb dem Impressionismus bis zu seinem Tod treu, ohne sich anderen künstlerischen Strömungen zuzuwenden.