Morphologie der Nomen und Adjektive: Eine Übersicht

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Die Morphologie der Nomen und Adjektive

Die Nominalphrase (Sintagma Nominal)

Die Nominalphrase (SN) setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

  • Determinanten: Artikel (bestimmt, unbestimmt), Demonstrativpronomen, Possessivpronomen, Numerale, Indefinitpronomen, Interrogativpronomen und Ausrufe.
  • Nukleus (Kern): Substantiv, Infinitiv, Pronomen, Präpositionalgefüge oder untergeordnete Sätze.
  • Adjazente Elemente (Adjacent): Adjektive, Präpositionalgefüge (S. Präpositionale), Appositionen (SN) und Nebensätze.

Das Genus (Geschlecht)

  • Motiviert: Bezieht sich auf eine Realität, in der ein biologisches Geschlecht existiert (z. B. Junge/Mädchen).
  • Unmotiviert: Eine rein grammatikalische Differenzierung, die lediglich der Information entspricht (z. B. das Gesicht, siehe Tabelle).
  • Substantive mit gemeinsamem Geschlecht: Diese machen den Unterschied zwischen Mann und Frau nur über den Artikel deutlich.
  • Epizöne Substantive (S. epicene): Invariable Substantive, bei denen das männliche oder weibliche Geschlecht durch den Kontext oder einen Zusatz geklärt werden muss (z. B. Gorilla, Rebhuhn/perdis).
  • Substantive mit ambigem Geschlecht: Kein motiviertes Geschlecht; der Sprecher entscheidet über die Verwendung des maskulinen oder femininen Faktors (z. B. das Meer / die See – El mar / La mar).

Das qualifizierende Adjektiv

Semantik

  • Spezifizierend (Angabe): Dient dazu, die Realität zu definieren (z. B. „Gib mir den roten Stift“).
  • Erklärend: Drückt eine Qualität oder einen expressiven Wert aus, der nicht unentbehrlich für das Verständnis der Realität ist. Es hat oft einen stilistischen Wert (Epitheton) und steht in der Regel vor dem Namen (z. B. „Der mit roter Tinte korrigierende Professor“).

Morphologie

  • Geschlecht:
    • Einendig: Gleiche Form für Maskulinum und Femininum (z. B. smart).
    • Zweiendig: Unterschiedliche Endungen für männlich und weiblich (z. B. -o/-a wie in blanco/blanca).
  • Numerus: Singular und Plural.

Steigerungsstufen (Graduierung)

  • Positiv: Die unmarkierte Grundform des Adjektivs (z. B. der große Schriftsteller).
  • Komparativ: Vergleich von Überlegenheit, Gleichheit oder Unterlegenheit (z. B. „Dieser Spieler ist so technisch wie jener“ oder „technischer als sein Stellvertreter“).
  • Superlativ:
    • Relativ: mehr + Adjektiv + von/in + SN (z. B. das längste Buch in der Bibliothek).
    • Absolut: Verwendung des Adverbs „sehr“ oder der Suffixe „-issimo“ bzw. „-errimo“.

Die Determinanten

Die Aufgabe der Determinanten ist es, den Nukleus der Nominalphrase (NP) zu begleiten:

  • Artikel: Unbestimmt (ein, eine, eines / einige) und bestimmt (der, die, das / die).
  • Bestimmende Adjektive:
    • Demonstrativpronomen: Angabe der Entfernung (dieser, jene, dieses, das da, jene dort, hier, dort).
    • Possessivpronomen: Besitzanzeigend (mein, dein, sein, ihr, unser, euer, ihr in allen Formen).
    • Numerale:
      • Kardinalzahlen: null, eins, zwei, drei...
      • Ordinalzahlen: erster, zweiter, sechster, elfter, zwölfter, dreizehnter, zwanzigster, einundzwanzigster, dreißigster, vierzigster, fünfzigster, sechzigster, siebzigster, achtzigster, neunzigster, hundertster.
      • Multiplikativa: doppelt, dreifach, hundertfach.
      • Partitiva (Bruchzahlen): halb, Drittel, Viertel, Fünftel, Sechstel, Siebtel, Achtel, Elftel.
      • Distributiva: beide, jeweils.
    • Indefinitpronomen: ein, einige, keine, wenige, viele, zu viele, andere, jeder, so viel, genug.
    • Interrogativ- und Exklamativpronomen: Fragen und Ausrufe (was, wie viel, warum).

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