Motivationstheorien: Maslow und Herzberg (Unit 11)

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Unit 11: Relevanz der Humanressourcen – Maslow und Herzberg (ORIAS)

Motivation ist die Kombination von Beweggründen, die eine Person zu einem bestimmten Verhalten veranlassen. Eine Hauptaufgabe der Führung ist es zu wissen, was ihre Mitarbeiter motiviert, damit diese ihre Aufgaben mit Interesse, Effizienz und Sorgfalt erfüllen.

Es gibt eine Reihe von Theorien, welche die Motivation des Einzelnen erläutern. Keine von ihnen ist in der Lage, das menschliche Verhalten in seiner Gesamtheit zu erklären. Im Großen und Ganzen können Motivationstheorien in zwei Gruppen eingestuft werden: Inhaltstheorien und Prozesstheorien.

Inhaltstheorien (Zufriedenheitstheorien)

Die Inhaltstheorien versuchen zu bestimmen, was Menschen zur Arbeit motiviert. Die Gründe hierfür sind sowohl innerhalb der einzelnen Person als auch in ihrem Arbeitsumfeld zu finden. Besonders hervorzuheben sind hierbei die Theorien von Maslow und Herzberg.

Prozesstheorien

Prozesstheorien zielen darauf ab, den psychischen Mechanismus zu erklären, der das Verhalten von Menschen bestimmt. Hierbei wird insbesondere die Erwartungstheorie von Vroom betont.

Die Theorie von Maslows Bedürfnishierarchie (1943)

Die von Maslow im Jahre 1943 aufgestellte Theorie kann in folgenden Punkten zusammengefasst werden:

  • Der Mensch hat Bedürfnisse. Nicht erfüllte Anforderungen beeinflussen sein Verhalten.
  • Er stellt eine Hierarchie der Bedürfnisse auf.
  • Nur wenn die grundlegendsten Bedürfnisse angemessen befriedigt wurden, sucht das Individuum die nächsthöhere Ordnung zu erfüllen.

Diese Theorie wurde aufgrund der knappen Hinweise auf die genaue Ordnung der Bedürfnisse kritisiert. Sobald die Überlebensbedürfnisse erfüllt sind, variiert die Reihenfolge der Befriedigung bei verschiedenen Personen. Zudem werden Bedürfnisse nie vollständig gesättigt, da der Mensch stets nach mehr strebt.

Die Pyramide:

  1. Physiologische Bedürfnisse (unten)
  2. Sicherheit
  3. Gesellschaftliche Akzeptanz (soziale Bedürfnisse)
  4. Wertschätzung
  5. Selbstverwirklichung

Theorie der Faktoren nach Herzberg (1959)

Herzberg unterscheidet zwischen zwei wesentlichen Faktoren:

  • Motivatoren oder intrinsische Faktoren: Dies sind die einzigen Faktoren, die echte Zufriedenheit am Arbeitsplatz produzieren können. Sie stehen im Zusammenhang mit den auszuführenden Aufgaben. Dazu gehören eine interessante Arbeit, Anerkennung und Verantwortung.
  • Hygiene- oder extrinsische Faktoren: Diese Faktoren motivieren nicht direkt, aber ihr Fehlen verursacht Unzufriedenheit. Sie beziehen sich auf die Umgebung, in der das Individuum tätig ist. Beispiele hierfür sind gute Arbeitsbedingungen, Sicherheit am Arbeitsplatz und eine gute Bezahlung.

Herzberg bricht damit mit der traditionellen Vorstellung, dass man Mitarbeiter allein durch Hygienefaktoren wie den Lohn motivieren kann. Ein weiterer seiner ursprünglichen Beiträge ist die Erkenntnis, dass das Gegenteil von Unzufriedenheit nicht zwangsläufig Zufriedenheit ist.

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