Motivationstheorien und psychologische Grundlagen im Überblick
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Motivationstheorien: Maslow, McClelland und Alderfer
Welche der Alternativen ist falsch in Bezug auf die Motivationstheorie von Maslow? Die Aussage, dass Maslows Theorie vier grundlegende menschliche Bedürfnisse umfasst und dass nur ein Bedarf zur gleichen Zeit motivieren kann, ist falsch. Maslow formulierte eine Hierarchie der menschlichen Bedürfnisse und argumentierte, dass sich mit der Erfüllung grundlegender Bedürfnisse höhere Wünsche entwickeln. Unsere Aufmerksamkeit gilt den höheren Bedürfnissen erst, wenn die unteren Stufen der Pyramide erfüllt sind.
Die 5 Stufen der Maslowschen Bedürfnishierarchie
- Physiologische Bedürfnisse
- Sicherheitsbedürfnisse
- Zugehörigkeit und Zuneigung
- Erkennung und Wertschätzung
- Selbstverwirklichung
Allgemeine Merkmale der Theorie
- Nur unbefriedigte Bedürfnisse beeinflussen das Verhalten; erfüllte Bedürfnisse motivieren nicht mehr.
- Physiologische Bedürfnisse sind angeboren, andere entstehen im Laufe der Zeit.
- Selbstverwirklichung ist eine individuelle Leistung und wird nicht von jedem erreicht.
- Höhere Bedürfnisse treten nicht zwingend erst auf, wenn die niedrigeren vollständig erfüllt sind; sie können sich überschneiden.
- Grundbedürfnisse haben einen kürzeren Motivationszyklus als höhere Bedürfnisse.
Weitere Motivationstheorien
McClellands Theorie der Bedürfnisse: Sie umfasst drei Grundbedürfnisse: Leistung (Streben nach Erfolg), Macht (Wunsch nach Einfluss und Kontrolle) und Zugehörigkeit (Wunsch nach zwischenmenschlichen Beziehungen). Die Intensität der Motivation wird durch den Aufwand gemessen.
Alderfers ERG-Theorie: Eine Revision von Maslow mit drei Kernbedürfnissen: Existenz, Beziehung und Wachstum. Im Gegensatz zu Maslow sind diese nicht streng seriell; bei Nichterfüllung höherer Bedürfnisse kann ein Bedarf an niederer Ordnung entstehen.
Definitionen
- Psychologie: Wissenschaft, die das Verhalten und die psychischen Prozesse des Menschen untersucht.
- Organisatorische Motivation: Die Bereitschaft, ein hohes Maß an Anstrengung für die Ziele der Organisation zu erbringen, bedingt durch die Befriedigung individueller Bedürfnisse.
Einstellungen, Konflikte und Kommunikation
Einstellungen sind gute Indikatoren für menschliches Verhalten und bestehen aus drei Komponenten:
- Affektiv: Reaktion des Nervensystems auf das Objekt.
- Kognitiv: Wahrnehmungsreaktion auf der Ebene des Denkens.
- Behavioral: Offenes Verhalten gegenüber dem Objekt.
Konfliktmanagement und Verhandlung
Ein Konflikt ist ein Prozess, bei dem eine Partei die andere negativ beeinflusst. Er verläuft in fünf Stufen: 1. Opposition/Unvereinbarkeit, 2. Wahrnehmung, 3. Interaktion, 4. Verhalten, 5. Ergebnis. Verhandlungen sind ein Prozess, bei dem zwei oder mehr Parteien Waren oder Dienstleistungen austauschen, um eine Vereinbarung zu treffen.
Kommunikationsmodelle
- Klassischer Ansatz: Der Empfänger ist passiv, die Kommunikation ist linear und unidirektional.
- Interaktionaler Ansatz: Der Empfänger ist eine aktive Einheit; Kommunikation ist zirkulär und systemisch.
Kommunikation findet auf zwei Ebenen statt: der Inhaltsebene (Information) und der Beziehungsebene (wie die Information aufgenommen wird).
Stress und psychische Belastung
Angst (vom lateinischen angere für Enge) entsteht durch hormonelle Veränderungen im limbischen System. Dies führt zu Nervosität, Herzrasen und Frustration. Im beruflichen Kontext entsteht Stress als menschliche Antwort auf die Anforderungen des Arbeitsumfeldes.