Motorische, geistige und soziale Entwicklung im Kindesalter

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ITEM 4: Motorische und geistige Entwicklung

MOTORISCHE ENTWICKLUNG

Eine dauerhafte körperliche und motorische Entwicklung. Die physische Entwicklung manifestiert sich im Wachstum. Es tritt eine Differenzierung und Reifung des Zentralnervensystems (ZNS) ein, was zu einer Verbesserung der Koordination führt. Das Körperschema bezieht sich zunehmend auf den eigenen Körper. Diese motorische Entwicklung bringt eine psychomotorische Entwicklung mit sich: motorische und intellektuelle Entwicklungen sind nicht notwendigerweise direkt miteinander verknüpft.

Geistige Entwicklung

Während dieser Phase, nach Piaget, tritt das Stadium der konkreten Operationen auf. Das Kind beginnt, Symbole zu verwenden, um Operationen durchzuführen. Körperliche Aktivitäten, die bisher die Basis des Denkens bildeten, treten zurück und machen Platz für mentale Operationen. Die Kinder wollen wissen, warum; sie erwerben qualifiziertere Fähigkeiten beim Sortieren und Umgang mit Zahlen, bei der Anordnung und bei der Klassifizierung von Objekten.

Grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder

Sie beginnen, andere Sichtweisen zu berücksichtigen, entdecken die Relativität der Dinge und entwickeln Selbstkritik. Durch Abstraktion und dauerhaftes Denken stabilisieren sich diese Fähigkeiten.

Peer-Gruppe

Kinder in diesem Alter finden Gleichaltrige mit ähnlichen Merkmalen. Der Einfluss der Gruppe wirkt auf vier Ebenen:

  1. Identität, Selbstwertgefühl und geschlechtliche Rollen: Es ist einfacher, Vergleiche mit Gleichaltrigen anzustellen; wichtig ist, dass Kinder entdecken, was ihre sexuelle Identität ist, und Unterschiede zum anderen Geschlecht wahrnehmen.
  2. Gelegenheit zum Erlernen sozialer Fähigkeiten: Während die Eltern präsent sind, bieten Gleichaltrige Möglichkeiten, Konflikte zu erleben und soziale Fertigkeiten zu üben.
  3. Gefühl der Zugehörigkeit: Beziehungen zur Gruppe Gleichaltriger schaffen ein Zugehörigkeitsgefühl.
  4. Geistige Entwicklung als soziale Konstruktion: Kognition und Denken werden auch durch Interaktionen mit Gleichaltrigen gefördert.

FREUNDE

Ein Freund ist nicht gleich ein Bekannter. Freundschaft ist eine dyadische Beziehung, das heißt gegenseitig und freiwillig. Sie wird im Laufe der Zeit erhalten und äußert sich in Zuneigung und Interesse am anderen. Freundschaft setzt bestimmte geistige Fähigkeiten und Verhaltensweisen voraus: die Fähigkeit, die Bedingungen und Eigenschaften des anderen zu erkennen und zu akzeptieren, sowie Fähigkeiten zur Führung und zur Kontrolle des eigenen Verhaltens. Ein treuer Freund ist beruhigend und zuverlässig. Freundschaft ist ein freiwilliges, wechselseitiges und anspruchsvolles Band zwischen Gleichen und umfasst Liebe, Kontinuität, Vertrauen und Sicherheit.

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