Mundpflege, Ernährung und Pflegehinweise bei Epilepsie & Parkinson

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Warum Mundpflege bei antiepileptischer Behandlung?

Bei antiepileptischer Behandlung besteht die Gefahr von Blutungen und Gingivahyperplasie. Es ist empfehlenswert, eine weiche Zahnbürste zu verwenden, alkoholhaltige Mundspülungen zu vermeiden und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen durchführen zu lassen.

Warum eine Ernährung reich an Vitamin K und Folsäure empfohlen wird

Eine Ernährung, die reich an Vitamin K und Folsäure ist, wird empfohlen, um starke Blutungen zu verhindern.

Warum besteht bei antiepileptischer Behandlung Verletzungsgefahr?

Der Patient sollte Aktivitäten mit physischem Risiko meiden oder zumindest informiert sein über die möglichen Auswirkungen der Medikamente und wie stark diese seine Aktivitäten des täglichen Lebens beeinflussen können.

Ziel der antiparkinsonschen Pharmakologie

Das Ziel der antiparkinsonschen Pharmakologie ist die Erhöhung der Fähigkeit der Betroffenen, ihre Aktivitäten des täglichen Lebens (z. B. Essen, Ankleiden, Körperpflege) selbstständig durchzuführen.

Warum kann Levodopa ein hohes Toxizitätsrisiko haben?

Da nur ein kleiner Anteil (etwa 1 %) die Blut-Hirn-Schranke passiert, sind oft höhere Dosen erforderlich, was viele Nebenwirkungen verursachen kann. Hohe Dosen erhöhen somit das Risiko einer Toxizität.

Woran erkennt man Levodopa-Toxizität?

Typische Zeichen sind unwillkürliche Bewegungen wie Beugung und Streckung der Finger, Muskelzuckungen und ruckartige Augenbewegungen. Diese sind frühe Hinweise auf Toxizität und sollten ernst genommen werden. Weitere mögliche Symptome sind:

  • Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen
  • Verstopfung
  • Orthostatische Hypotonie
  • Erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen bei älteren Menschen, Neugeborenen sowie bei Nieren-, Herz- oder Leberinsuffizienz

Mit welchen Stoffen interagiert Levodopa?

  • Trizyklische Antidepressiva: verminderte Wirkung von Levodopa.
  • MAO-Hemmer: Die Kombination kann eine hypertensive Krise auslösen.
  • Haloperidol: Kann als Antagonist von Levodopa wirken.
  • Antihypertensiva: Können eine Hypotonie verstärken.
  • Antikonvulsiva: Können die therapeutische Wirkung von Levodopa verringern.
  • Antazida mit Magnesium, Calcium oder Bikarbonat können die Resorption von Levodopa verändern und damit die Toxizität erhöhen.

Probleme bei der Parkinson-Behandlung und Interventionen

  • Medikamententoxizität: Überwachung und Schulung der Person, um erste Symptome einer Vergiftung zu erkennen.
  • Hypertonie: Die Person sollte alle zwei Monate den Blutdruck kontrollieren lassen.
  • Arrhythmien / Tachykardie: Die Person muss die medizinische Fachkraft informieren, wenn sie Herzklopfen, Schwindel oder Engegefühl in der Brust verspürt.
  • Unwirksame Dosierung: Kann beim Beginn der Behandlung oder nach Dosisanpassungen auftreten.
  • Verwirrtheit, Halluzinationen: Patient oder Pflegeperson müssen jede Änderung der üblichen Stimmung oder das Auftreten von Verwirrtheitszuständen melden. Das Medikament kann suizidale Gedanken auslösen.

Sicherheitsmaßnahmen bei antiparkinsonischer Behandlung

Gesundheitsaufklärung und Maßnahmen, um eine sichere Umgebung zu schaffen:

  • Langsam und schrittweise die Position wechseln, um orthostatische Hypotonie und Schwindel zu vermeiden.
  • Erhöhte Flüssigkeitsaufnahme.
  • Anpassung der Wohnung zur Vermeidung von Stürzen (z. B. Entfernen von Stolperfallen).
  • Verwendung von Gehstock oder Rollator nach Bedarf.
  • Ermutigung zur regelmäßigen körperlichen Aktivität, um Muskelmasseverlust vorzubeugen.

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