Muskelkontrakturen: Ursachen, Symptome und Behandlung
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Befreit von Muskelkontrakturen
Muskelkontrakturen sind eng mit dem Lebensstil verknüpft und entstehen meist durch eine Kombination von Faktoren. Normalerweise haben Muskeln einen natürlichen Zustand der Anspannung, den Muskeltonus. Sie sind in der Lage, schnell auf konstante Reize zu reagieren, die vom Nervensystem ausgehen. Wenn der Reiz leicht ist, erfolgt eine Bewegung. In der Kontraktionsphase verkürzt sich der Muskel und in der Entspannungsphase verlängert er sich. Wenn der Muskel jedoch gezwungen ist, mehr Arbeit zu leisten, als er kann, kann er sich zwischen den Kontraktionen nicht entspannen. Dann erhöht sich der Muskeltonus, was zu einer Schwellung und schmerzhafter Steifheit führt: der Muskelkontraktur.
Bei einer Muskelkontraktur treten starke lokale Schmerzen auf, die in andere Bereiche ausstrahlen können. Wenn sie nicht richtig behandelt wird, verstärken sich die Steifheit und das Unbehagen. Das Risiko steigt und die gestörte Blutzirkulation beeinträchtigt die normale Muskelfunktion.
Ursachen von Muskelkontrakturen
Man unterscheidet verschiedene Ursachen für Muskelkontrakturen:
- Dynamische Ursachen: Entstehen durch plötzliche, intensive, übertriebene Bewegungen ohne vorherige Vorbereitung der Muskeln.
- Statische Ursachen: Treten auf, wenn eine Muskelspannung über einen längeren Zeitraum gehalten wird.
- Muskuläre Erschöpfung: Angestaute Muskelermüdung verringert die Entspannungsfähigkeit.
- Berufliche Ursachen: Wiederholte Belastungen kleiner Muskeln, die die Anpassungsfähigkeit überschreiten, treten häufig bei bestimmten beruflichen Tätigkeiten und Positionen auf.
- Reflex Ursachen: Begleiten eine Krankheit oder Verletzung.
- Witterungsbedingte Ursachen: Entstehen, wenn der Körper plötzlichen Temperaturänderungen oder Zugluft ausgesetzt ist.
- Angeborene Ursachen: Können durch eine Fehlstellung im Mutterleib entstehen.
- Emotionale Ursachen: Emotionale Störungen können zu bestimmten körperlichen Anspannungen führen.
- Stressbedingte Ursachen: Übermäßige Belastung führt zu unkoordinierten muskulären Reflexen.
- Reifeprozess: Negative Situationen führen zu Verspannungen.
Behandlung und Prävention von Muskelkontrakturen
Es ist wichtig, komplexe Kontrakturen zu verhindern. Die Anwendung von Wärme, Ruhe und sanftes Dehnen (ohne Schmerzen) sind bewährte Mittel. Je frischer die Kontraktur ist, desto leichter lässt sie sich mit Massagen lösen.
Durch Akupunktur, bei der Nadeln an Energiepunkten oder im Bereich der Kontraktur platziert werden, kann der Muskel stimuliert werden. Die Intensität kann durch sehr geringe elektrische Ladungen erhöht werden.
Therapien wie Chiropraktik und Osteopathie sind besonders bei paravertebralen Muskelkontrakturen angezeigt. Diese Behandlungen arbeiten mit Bewegung, Atmung, Haltung, Raum und verschiedenen Körpertherapien.