Nachhaltige Entwicklung: Umweltschutz, Ethik und Naturschutz in Europa
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Nachhaltige Entwicklung und Umweltschutzmaßnahmen
Europäische Staaten haben die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls unterstützt. Vereinbarungen zur Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung umfassen eine Reihe von Maßnahmen:
- Umwelterziehung: Ein Lernprozess, der hilft, die Realität der Umwelt und insbesondere ihre Verschlechterung zu verstehen, um entsprechend handeln zu können.
- Bewusster Konsum: Ökologisches Handeln, das darauf abzielt, den monatlichen Verbrauch zu reduzieren und rational zu gestalten. Dies beinhaltet auch die ethische Herstellung von Produkten, die nicht auf der Ausbeutung von Arbeitskräften, Sozialarbeitern oder Kindern basieren.
- Recycling von Objekten: Der Prozess, Abfälle wiederzuverwenden, um neue Produkte zu schaffen.
- Ethisches Bankensystem: Eine Art von Bankwesen, die nicht nur wirtschaftliche Rentabilität anstrebt. Sie verfolgt umweltpolitische Ziele, die mit sozialen Zielen verbunden sind, und fördert Projekte zur Erreichung dieser Umweltziele, wie die Entwicklung erneuerbarer Energien und Mikrokredite zur Förderung der Frauenentwicklung.
- Ökologische Landwirtschaft: Bodenbearbeitung ohne den Einsatz von Chemikalien, gentechnisch veränderten Samen, Kunstdünger oder Pestiziden.
Politik zum Schutz und zur Erhaltung der Natur
Geschützte Gebiete
Der rechtliche Schutz von Naturräumen ist eine Bewegung, die etwa 150 Jahre zurückreicht. Sie begann mit der Schaffung des Yellowstone-Nationalparks in den USA, um diesen großen Raum vollständig zu schützen. Ab dem 19. Jahrhundert verbreitete sich die Idee des Schutzes und der Naturschutzbewegung von den großen Industrieländern als Reaktion auf die Urbanisierung. Während des 20. Jahrhunderts setzte sich der Prozess des Schutzes von Naturgebieten fort, was zur Schaffung neuer Nationalparks und anderer Schutzformen gemäß dem Recht jedes Staates führte.
Die wichtigste politische Initiative des Naturschutzes ist die Schaffung des europäischen Netzes „Natura 2000“. Dieses Netz von Naturräumen hat zum Hauptziel, den Schutz von Arten und natürlichen Lebensräumen sowie die nachhaltige menschliche Aktivität zu unterstützen.
Das Netz Natura 2000 setzt den Schutz von Arten und Lebensräumen um, die folgende Kriterien erfüllen:
- Arten von gemeinschaftlichem Interesse (die bedroht oder gefährdet sind).
- Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse, die sich durch ihre Einzigartigkeit und Seltenheit auszeichnen und einen Teil der europäischen Naturregionen darstellen.
- Lebensräume prioritärer Arten von gemeinschaftlichem Interesse (die vom Aussterben bedroht sind).
Naturschutz in Spanien
In Spanien ist der Schutz von Naturräumen größtenteils eine Zuständigkeit der autonomen Gemeinschaften. Der Staat beschränkt sich seit 2007 auf eine allgemeine Regelung durch das „Gesetz zum Naturerbe und zur Biodiversität“. Die verschiedenen Schutzformen sind in fünf Kategorien unterteilt:
- Nationalpark
- Naturpark
- Naturschutzgebiet
- Naturdenkmal
- Geschützte Landschaft
Naturschutz in Katalonien
Im Jahr 1985 verabschiedete das katalanische Parlament das „Gesetz über Naturräume Kataloniens“ (LL.D. Espais Naturals de Catalunya). Dieses Gesetz führte zu den Räumen von Naturinteresse (PEIN). Die PEIN legen die Grenzen der Schutzgebiete Kataloniens sowie deren Schutz- und Verwaltungsart fest. Im Jahr 2008 umfassten die PEIN in Katalonien insgesamt 165 Schutzgebiete, was 30% der katalanischen Fläche entsprach.
Kategorien der Schutzgebiete in Katalonien
Diese Schutzgebiete sind in fünf Kategorien unterteilt:
Nationalparks:
Beispiele sind die Parks von Sant Maurici und Aigüestortes i Estany de Sant Maurici.
Naturparks:
Dazu gehören der Parc Natural del Delta de l'Ebre, Montserrat und Sant Llorenç del Munt.
Landschaften von nationaler Bedeutung:
Beispiele sind die Felsformationen des Llobregat-Deltas.
Naturschutzgebiete:
Hierzu zählen Meeresschutzgebiete wie die Medes-Inseln.