Nachhaltige Entwicklung: Wege aus der ökologischen Krise
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Punkt 8: Nachhaltige Entwicklung gegen die ökologische Krise
Nachhaltige Entwicklung und internationale Abkommen
- Definition: Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, welche die gegenwärtigen Bedürfnisse befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht mehr befriedigen können (Brundtland-Bericht, 1987).
- Seit dem Abschluss der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio im Jahr 1992 ist das Leitbild der Nachhaltigkeit auf allen Ebenen in internationalen Abkommen verankert.
- Nachhaltigkeit wird dabei oft im Sinne der Solidarität zwischen den Völkern und Generationen verstanden, um die Kontinuität des ökonomischen Systems und das gesellschaftliche Wohlergehen zu sichern. In der Praxis entstehen jedoch häufig Konflikte zwischen Solidarität und Kontinuität.
Nachhaltigkeitsindikatoren
- Der ökologische Fußabdruck: Ein Indikator, der versucht, das Ausmaß der menschlichen Aktivitäten auf der Erde quantitativ zu bestimmen.
- Der Begriff wurde 1996 von Rees und Wackernagel definiert. Er misst die Fläche, die notwendig ist, um die Ressourcen für einen Bürger oder eine Stadt zu produzieren und die erzeugten Abfälle zu absorbieren bzw. zu neutralisieren – unabhängig davon, wo sich diese Flächen befinden.
Agenda 21
- Die Agenda 21 entstand auf dem UN-Gipfel in Rio (1992) als strategischer Aktionsplan, um Nachhaltigkeitskriterien in allen menschlichen Aktivitäten zu verankern.
- Es handelt sich um einen umfassenden Arbeitsplan für Institutionen wie Kommunen, Unternehmen und Schulen. Jeder Akteur erstellt seine eigene Agenda 21, um im jeweiligen Aufgabenbereich zur Schaffung eines Rahmens für nachhaltige Entwicklung beizutragen.
- Besonders aktiv bei der Entwicklung dieser Agenden sind die Kommunen (Lokale Agenda 21).
Energiequellen
Energiequellen sind natürliche Ressourcen, aus denen Energie gewonnen werden kann.
- Primärenergie: Diese wird aus natürlichen Systemen gewonnen, wie zum Beispiel fossile Brennstoffe, Kernenergie, Erdwärme, Wind- und Sonnenenergie.
- Sekundärenergie: Dies sind Energieformen, die für die Speicherung, den Transport und die Nutzung an den Verbrauchsorten umgewandelt wurden (z. B. Elektrizität aus Kraftwerken, aufbereitetes Erdgas oder Wasserstoff).
- Einheiten: Die Standardeinheit der Energie ist das Joule (J), wobei häufig verschiedene Vielfache davon verwendet werden.