Nathan der Weise: Toleranz und Aufklärung im Werk Lessings

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Nathan der Weise: Lessings Plädoyer für Toleranz und Menschlichkeit

Die drei Ringe symbolisieren Christentum, Islam und Judentum. Die drei Söhne repräsentieren die drei Gläubigen der monotheistischen Religionen. Die Handlung spielt in Jerusalem, weil hier friedliche Religionen geboren wurden. Es ist auch der Ort der Kreuzzüge. Hauptfiguren des Stückes sind die Vertreter der drei Religionen: der Jude Nathan, der Muslim Saladin und der christliche Tempelherr.

Lessing kritisiert Christen viel mehr als Muslime und Juden, weil Christen Muslimen und Juden den Krieg erklärt haben. Männer sind gleichermaßen zu respektieren. Obwohl sie an verschiedene Religionen glauben, haben sie alle Menschlichkeit und Werte. Es zählt nicht das Äußere (l’esteriorità). Jeder muss respektiert werden und die drei Religionen sind gleich. Hier sehen wir den aufklärerischen Charakter Lessings, seine Toleranz und seinen Respekt. Alle Menschen müssen gut sein und einander respektieren.

Nathan ist großzügig, weil seine Familie getötet wurde, aber er vergibt nach dem Hass und adoptiert ein christliches Mädchen als seine Adoptivtochter. Lessing wurde von Boccaccio im Decameron inspiriert.

Alle Religionen glauben, dass sie die Wahrheit besitzen und besser und wahr sind. Die eine beschuldigt die andere, falsch zu sein. Der Richter sagt, keiner der drei Brüder habe den richtigen Ring und sie hätten daher keinen Grund zu streiten. Keine Religion hat die Vormachtstellung und sie müssen einander tolerant sein.

Die Ringparabel: Eine Geschichte der Toleranz

Die Geschichte: Das Geheimnis ist, dass jeder, der den Ring besitzt, von Gott und allen Menschen geliebt wird. Der Ring geht von Sohn zu Sohn über und erreicht einen Mann, der drei Kinder hat. Er sagt, alle drei seiner Kinder seien gehorsam und er liebe alle drei. Deshalb kann er den Ring nicht nur einem geben. Manchmal hatte der Vater einen Favoriten, konnte sich aber nicht entscheiden. Der Mann gibt einem Künstler den Ring und fragt ihn, drei identische zu machen.

Nach seinem Tod ruft er seine Kinder an und gibt ihnen jeweils einen Ring. Die Kinder streiten und alle glauben, sie hätten den echten Ring. Die drei Brüder gehen zu einem Richter. Der Richter sagt, dass es keinen echten Ring gibt, aber sie müssen glauben und durch ihr Verhalten beweisen, dass sie den echten Ring haben. Sie müssen tolerant sein und ihren Nächsten lieben.

Prinzipien der Aufklärung

Was sind die Prinzipien der Aufklärung?
Die Prinzipien der Aufklärung sind der Toleranzgedanke, die Hauptrolle der Vernunft, die Gleichberechtigung aller Menschen, die Kritik an der Kirche und am Absolutismus und die drei Freiheiten: Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Glaubensfreiheit.
Welche waren die wichtigsten Kulturzentren?
Die wichtigsten Kulturzentren waren die Städte, insbesondere Zürich, Leipzig, Hamburg und später Berlin.
Welche neue Typ Autor behauptete sich in diesem Zeitalter?
In diesem Zeitalter behauptete sich der freie Schriftsteller.
An wen wandte er sich?
Der freie Schriftsteller wandte sich an ein anonymes Publikum.
Welche Aufgabe hat die Literatur der Aufklärung?
Die Literatur hatte eine erzieherische, politische und moralische Rolle. Die Zeitschriften und die Zeitungen waren sehr wichtig, um die aufgeklärten Ideen zu verbreiten.
Wie war die Sprache? Die Sprache war klar und der Charakter war populär, um ein breites Publikum zu erreichen.

Wichtige Persönlichkeiten der Aufklärung

LESSING: Lessing widmete sich dem Theater und arbeitete in Hamburg als Dramatiker. Lessing ist der wichtigste Vertreter der Aufklärung. Er suchte Wissen, Wahrheit und Freiheit, aber auch Intoleranz gegenüber politischer Tyrannei.
FRIEDRICH II (DER GROSSE): 23 Jahre wurden in die Vergrößerung seines Reichs investiert. Er war ein Literat und er umgab sich mit Gelehrten. Er war tolerant und er hat viele Reformen gemacht.

MARIA THERESIA war habsburgische Kaiserin. Unter Maria Theresia wurden Handel und Kultur gefördert und die Folter abgeschafft. Sie gründete die Universitäten.

Historischer Kontext: Aufklärung und Barock

AUFKLÄRUNG: Deutschland war im 18. Jahrhundert kein einheitlicher Staat, es war in 1700 Staaten zersplittert. Man spricht von Kleinstaaterei. All das bedingt eine politische und soziale Verspätung. In dieser Zeit setzte sich der aufgeklärte Despotismus durch, zum Beispiel unter Friedrich und Maria Theresia.

BAROCK: Die Epoche ist durch eine politisch kritische Lage charakterisiert. Es geht um eine Spaltung zwischen Katholiken und Protestanten. Es gab einen Glaubenskrieg, den DREISSIGJÄHRIGEN KRIEG zwischen 1618-1648. Es war eine tragische Periode. Deutschland war verwüstet und die Landwirtschaft und Städte vernichtet. Die Pest im 1648 tötete 5/6 Millionen Menschen und viele Bauern zogen in überfüllte Städte. Die Machtlosigkeit war kritisch nach dem Westfälischen Frieden (1648).

Deutschland hatte nur unabhängige Staaten und der Westfälische Friede legitimierte die Anarchie des deutschen Fürstentums. Die Macht war nicht mehr zentral und stark, sondern geteilt; die Fürsten versuchten, neue Orte zu erobern, und der Krieg verschaffte Vorteile.

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