Natur und Prinzipien der Soziallehre der Kirche
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Natur der Soziallehre der Kirche
Die Soziallehre der Kirche entspringt der Begegnung der Botschaft des Evangeliums mit den Problemen der Gesellschaft. Die Quellen der Soziallehre sind die Heilige Schrift sowie die Lehren der Kirchenväter und Theologen. Ihr Fundament ist die Würde der Person innerhalb der christlichen Gemeinschaft. Der Inhalt spiegelt den ganzen Menschen wider. Das Ziel ist es, dem Individuum und der Gesellschaft durch die christliche Freiheit zu dienen.
Biblische Wurzeln der Soziallehre
- Altes Testament: Gott wählt seine Propheten, damit sie in seinem Namen sprechen. Sie widmen ihr Leben der Mission Gottes und verurteilen die Sünden der Menschen.
- Evangelien: Jesus verkündet die Frohe Botschaft und setzt sich gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung ein.
- Die frühen Christen: Sie setzten das Werk Jesu fort, indem sie ihre Güter teilten und eine Gemeinschaft bildeten.
- Kirchenväter: Sie werden als die neuen Propheten und Väter der Kirche angesehen.
Würde und soziale Dimension der Person
Die Menschenwürde beruht auf der Tatsache, dass der Mensch als Abbild Gottes geschaffen wurde. Sie ist der Leitfaden der gesamten kirchlichen Soziallehre. Aus dieser Würde leitet sich eine Reihe von Rechten ab, darunter das Recht auf Leben, Freiheit, Gleichheit, Bildung und Arbeit.
In ihrer sozialen Dimension ist die Person von Natur aus ein soziales Wesen. Der Mensch kann seine volle Entwicklung nicht in Isolation erreichen, sondern ist auf die Gesellschaft angewiesen. Um diese soziale Dimension zu erfüllen, bedarf es der Solidarität und Gerechtigkeit.
Grundlagen und Prinzipien der Soziallehre
- Das Gemeinwohl: Es orientiert sich an der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen.
- Das Prinzip der Solidarität: Jedes Mitglied der Gesellschaft ist mit dem Schicksal aller Menschen verbunden.
- Das Prinzip der Partizipation: Es verlangt, dass Einzelpersonen und Organisationen aktiv am wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Leben teilnehmen, um individualistische Konzepte zu überwinden.
- Die universale Bestimmung aller Güter: Die Güter der Erde sind für den Gebrauch durch alle bestimmt. Das Recht auf Privateigentum muss im Kontext der sozialen Verantwortung gesehen werden.