Natürliche Ressourcen Spaniens: Relief, Wasser, Vegetation und Boden
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Die natürliche Umwelt als Ressource
1. Das Relief als Ressource
Das Relief beeinflusst die Ressourcen des spanischen Festlandes und menschliche Aktivitäten maßgeblich:
- Es beeinflusst die Wahl von Siedlungsstandorten.
- Es spielt eine Rolle in der Landwirtschaft.
- Es bietet Mineral- und Energieressourcen.
- Es bestimmt Kommunikationswege.
- Die Besonderheiten des Geländes können eine touristische Attraktion darstellen.
Das Küstenrelief ist für die Installation von Häfen oft ungünstig, da geradlinige Formen vorherrschen. Auch die Fischbestände sind durch die geringe Breite des Festlandsockels beeinträchtigt.
2. Die Ressource Wasser
Wasser ist essenziell für das Leben auf der Erde und für viele menschliche Tätigkeiten. Aus diesem Grund bevorzugen Menschen Siedlungen in der Nähe von Gewässern.
Konsumtive und nicht-konsumtive Nutzung
- Zu den konsumtiven Nutzungen (Verbrauch) zählen landwirtschaftliche Bewässerung, die Nutzung in Wirtschaftssektoren sowie die Nutzung in Haushalten und Städten.
- Zu den nicht-konsumtiven Nutzungen der Gewässer zählen Fischerei, Aquakultur und hydroelektrische Produktion.
In Spanien stammt Wasser hauptsächlich aus Niederschlägen, die Oberflächengewässer und Grundwasser speisen. Von der insgesamt verfügbaren Menge stehen aufgrund starker Verdunstung nur etwa 32 % zur Verfügung. Obwohl dieser Betrag rechnerisch über der Wassernachfrage liegt, gibt es ein jährliches Wasserdefizit von ca. 3000 bis 4000 hm³, bedingt durch folgende Probleme:
- Die ungleiche Verteilung der Ressourcen.
- Die ungleiche Verteilung der Nachfrage.
- Mängel in der Wasserinfrastruktur und Verluste.
Infrastruktur und Wasserpolitik
Die Infrastruktur zur Regulierung der Wasserressourcen und zur Verbesserung der Wasserqualität wird durch Wasserwerke gewährleistet.
a) Bauvorhaben zur Regulierung des Wasserhaushalts
Bauvorhaben zur Regulierung des Wasserhaushalts in Spanien haben eine lange Tradition. Die Flüsse werden durch Dämme und Kanalumleitungen reguliert:
- Stauseen (Reservoirs)
- Vertriebskanäle
- Wassertransfers
Zusätzliche Wasserressourcen werden genutzt:
- Einige Seen in den Pyrenäen
- Grundwasserleiter
- Meerwasser (Entsalzung)
b) Arbeiten zur Verbesserung der Wasserqualität
Arbeiten zur Verbesserung der Wasserqualität umfassen Wasseraufbereitungsanlagen, die das Wasser zu Trinkwasser aufbereiten, und Kläranlagen, die das Abwasser behandeln, um Kontaminationen zu verhindern.
Die Wasserpolitik verfolgt zwei Hauptziele:
- Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Wasser (geregelt durch das Wassergesetz).
- Die Bewirtschaftung der Wasserressourcen, die durch die hydrologische Planung erfolgt.
3. Die Vegetation als Ressource
Die Vegetation ist wichtig für das Leben, da sie bei der Photosynthese CO₂ aus der Atmosphäre absorbiert und O₂ freisetzt. Zudem erfüllt sie folgende Funktionen:
- Sie stellt Ressourcen wie Nahrung für Menschen bereit und liefert Rohstoffe für verschiedene Industrien.
- Sie trägt zum Schutz und zur Verbesserung der Umwelt bei, indem sie die Luftverschmutzung reduziert.
4. Die Ressource Boden
Der Boden beeinflusst verschiedene Aspekte der menschlichen Aktivität:
- Fruchtbare Böden werden für Siedlungsgebiete bevorzugt, und der Boden liefert traditionelle Baumaterialien.
- Die landwirtschaftliche Produktion ist direkt von der Bodenfruchtbarkeit abhängig.
- Die Infrastruktur wird durch bestimmte Bodeneigenschaften beeinflusst.
Naturgefahren und Risikomanagement
Naturgefahren sind Umweltmerkmale, die das Wohlbefinden oder das menschliche Leben bedrohen, indem sie katastrophale Folgen verursachen können. Es gibt mehrere Arten von Risiken:
Arten von Naturgefahren
- Geologische Gefahren:
- Erdbeben
- Vulkanausbrüche
- Erdrutsche (Massenbewegungen)
- Klimatische Risiken:
- Hochwasser
- Dürre
Schutzmaßnahmen und Risikobewältigung
Die Maßnahmen zur Risikobewältigung umfassen vier Bereiche:
- Bau von Infrastruktur (Schutzbauten)
- Schaffung von Systemen zur Prognose und zum Monitoring
- Notfallmaßnahmen
- Risikoprävention
Umweltprobleme und Umweltpolitik
Negative menschliche Einflüsse auf die Umwelt sind die übermäßige Nutzung oder Verwertung über die Produktions- und Regenerationskapazität hinaus, die Verschmutzung (Zusatz von schädlichen Stoffen in einer Menge, die die Umwelt nicht assimilieren kann) und die Zerstörung oder das Verschwinden von Elementen der Umwelt.
Die spanische Umweltpolitik wird heute durch internationale Abkommen, die Umweltpolitik der EU und nationale Behörden (wie das MARM) bestimmt.
Spanische und EU-Umweltpolitik
a) Internationale Abkommen: Spanien hat internationale Abkommen unterzeichnet, die die Einhaltung bestimmter Verpflichtungen beinhalten.
b) Die Umweltpolitik der EU: Sie zielt auf die Erhaltung der Umwelt ab und beeinflusst die Umweltpolitik der Mitgliedstaaten durch folgende Maßnahmen:
- Prävention
- Förderung der nachhaltigen Entwicklung
- Beseitigung bestehender Probleme in der EU
- Korrektur globaler Umweltprobleme