Natürliches Risiko: Konzept, Faktoren und Bewertung

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Konzept des natürlichen Risikos

Das natürliche Risiko bezeichnet die Wahrscheinlichkeit, dass eine Bevölkerung in einem bestimmten Gebiet Schaden erleidet oder von einer Katastrophe betroffen wird, die sich aus einem natürlichen Prozess ergibt.

Naturgefahren sind physikalische Phänomene, die durch geologische, atmosphärische und hydrologische Prozesse definiert sind. Diese Prozesse können aufgrund innerer (endogener) oder externer (exogener) Dynamiken auftreten. Wenn sich einer dieser Prozesse manifestiert, tritt ein Ereignis ein. Wenn dieses Ereignis in einem bewohnten Gebiet auftritt und erhebliche Schäden verursacht, spricht man von einer Katastrophe.

Faktoren bei der Risikobeurteilung

  • Die Gefahr des natürlichen Prozesses: Hierbei geht es darum, mögliche Veränderungen in der Umwelt abzuschätzen.
  • Die Schnittstelle: Dies ist der Grad der Übereinstimmung zwischen den natürlichen Prozessen, die in einem bestimmten Gebiet auftreten, und dem sozialen Prozess, der die Art und Weise bestimmt, wie Menschen mit dem natürlichen Prozess interagieren.
  • Die Art des entstandenen Schadens: Hierbei werden die tatsächlichen oder möglichen Veränderungen betrachtet.
  • Die soziale Katastrophe: Dies ist die effektive Umwandlung einer Gefährdung in eine Katastrophe.

Die Entwicklung des Risikos

Bei der Entwicklung des Risikos sollten drei Schlüsselparameter berücksichtigt werden:

  • Die Eigenschaften des natürlichen Prozesses
  • Die durch den natürlichen Prozess betroffene Bevölkerung

Risikobewertungen

  • Risikofreie Zone
  • Sehr geringes Risiko, klar akzeptabel
  • Mittleres Risiko
  • Hohes Risiko
  • Katastrophengebiet

Risikoklassifizierung

Naturgefahren werden nach der Art des verursachenden Agens kategorisiert. Man unterscheidet zwischen biologischen Gefahren (durch Lebewesen verursacht, wie bei Seuchen und Epidemien) und physikalischen sowie geologischen Gefahren. Letztere werden nach ihrer Haupttätigkeit oder -aktion in seismische, vulkanische, meteorologische usw. unterteilt.

Risiken aus der inneren Dynamik

  • Seismische Risiken
  • Vulkanische Risiken
  • Verformungen

Risiken im Zusammenhang mit der externen Dynamik

  • Erosion
  • Schwerkraftbedingte Prozesse
  • Unterirdische geologische Besonderheiten
  • Prozesse in Gletschern und Periglazialgebieten
  • Flussdynamik
  • Küstenprozesse
  • Dynamik der Atmosphäre

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