NBA: Struktur, Geschichte und die Revolution der 24-Sekunden-Regel

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Die National Basketball Association (NBA)

Die National Basketball Association (NBA) ist die seit 1946 bestehende Basketball-Profiliga in Nordamerika. Sie gilt als die mit großem Abstand stärkste und populärste Basketball-Liga der Welt. Derzeit besteht die NBA aus 30 Mannschaften, von denen 29 aus den Vereinigten Staaten kommen und eine (die Toronto Raptors) in Kanada beheimatet ist.

Struktur und Play-offs

Die 30 Teams sind wie folgt organisiert:

  • Jeweils 15 Mannschaften spielen in der Western Conference und der Eastern Conference.
  • Beide Conferences sind wiederum in jeweils drei Divisions unterteilt.

Der Saisongewinner wird nach einer 82 Spiele umfassenden regulären Saison in den Play-offs ausgespielt. Dabei treffen jeweils die acht besten Teams beider Conferences in drei Runden nach dem Modus Best-of-Seven aufeinander. Der amtierende Meister der Saison 2018/19 ist die Mannschaft der Toronto Raptors.

Ligastruktur, Draft und die NBA G-League

Die NBA ist eine geschlossene Liga ohne Auf- oder Absteiger. Neue Spieler werden über eine jährliche Entry Draft auf die Teams verteilt. Eine vorhergehende Auslosung (die Draft Lottery) entscheidet über die Reihenfolge der Teams in der NBA Draft, wobei die Losanzahl auf dem Abschneiden des Vorjahres basiert.

Seit 2001 ist der NBA eine kleinere Liga angegliedert, die seit der Saison 2017/18 NBA G-League heißt. Diese begann mit anfangs 15 sogenannten Farmteams. Zur Saison 2016/17 wurde die damals noch D-League genannte G-League von 19 auf 22 Teams aufgestockt. [1]

Die Anfänge der NBA und frühe Dominanz

Die Liga bestand zunächst aus siebzehn Franchises, ehe sie in der Saison 1953/54 mit acht Teams ihre kleinste Größe erreichte. Diese acht Teams sind bis heute in der NBA aktiv (teilweise allerdings unter anderem Namen):

  • New York Knicks
  • Boston Celtics
  • Philadelphia Warriors
  • Minneapolis Lakers
  • Rochester Royals
  • Fort Wayne Pistons
  • Tri-Cities Blackhawks
  • Syracuse Nationals

Anfangs fristete die NBA ein Schattendasein neben der College-Liga NCAA. Diese geriet jedoch 1951 durch einen landesweiten Bestechungsskandal im Zusammenhang mit dem sogenannten point shaving in Verruf, wodurch die NBA langsam an Popularität gewann. Zahlreiche College-Stars spielten in der Nachkriegszeit nach ihrem Collegeabschluss für die NBA, unter anderem Joe Fulks und Jim Pollard.

1950 wurde die Liga auch für Afroamerikaner geöffnet. Earl Lloyd ging als erster schwarzer NBA-Spieler in die Geschichte ein, obwohl Chuck Cooper noch vor ihm gedraftet wurde, jedoch sein erstes Spiel einen Tag später als Lloyd antrat.

George Mikan: Der erste Superstar und die Folgen

Anfang der 1950er-Jahre dominierte vor allem ein Team die Liga: die Minneapolis Lakers. Ihr wichtigster Spieler war der 2,08 m große Center George Mikan, der als erster Superstar der NBA gilt. Obwohl er relativ langsam und schwerfällig war, konnte ihn keine Verteidigung unter dem Korb stoppen.

Da durch seine drückende Dominanz das Ligageschehen einseitig zu werden drohte, änderte man die Spielregeln. 1952 erweiterte man die Zone unter dem Korb, um die Center zu mehr Bewegung zu zwingen und das Spiel auf die Flügel zu verlagern. Die Folge war jedoch, dass weniger geworfen wurde und es dadurch zu häufigerem Foul-Spiel kam, um in Ballbesitz zu gelangen und so das Herunterspielen der Spieluhr durch den Gegner zu verhindern. Bei einigen Spielen im Jahr 1953 pfiffen die Schiedsrichter über 100 Fouls. Der NBA rannten erneut die Zuschauer davon, und man beschloss, das Basketballspiel grundlegend zu verändern.

Die Einführung der 24-Sekunden-Regel (Shot Clock)

Am 23. April 1954 wurde nach einer Idee des Teambesitzers Danny Biasone die Wurfuhr (englisch: shot clock) eingeführt, die zum Start der darauf folgenden Saison, am 30. Oktober 1954, erstmals offiziell zum Einsatz kam.

Nach der dazugehörenden 24-Sekunden-Regel muss das Team mit Ballbesitz vor Ablauf von 24 Sekunden einen Wurfversuch starten, der wenigstens den Ring berührt. Geschieht dies nicht, wechselt der Ballbesitz, selbst wenn das angreifende Team den Ball nach dem Fehlwurf wieder in die Hände bekommt. Diese Regel war ein Meilenstein für die Entwicklung des Basketballs und wurde nach und nach auch von der NCAA und der FIBA übernommen.

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