Negative und positive Klauseln — Negation und Polarität

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Negative und positive Klauseln

Negative und positive Klauseln

Negation wird durch einzelne Wörter (z. B. nicht, nein, niemals) oder durch Affixe innerhalb eines Wortes markiert (wie n't, un-, nicht-). Sehr oft gibt es eine Wirkung auf die gesamte Klausel (Kontrast zwischen einer positiven und einer negativen Klausel).

Polarität

Polarität: Das grammatische System zur Kennzeichnung positiven und negativen Kontrasts.

  • Semantisch: Solche Klauseln stehen in einem Gegensatz der Bedeutung: Sie können nicht beide gleichzeitig richtig sein, aber sie können auch nicht beide falsch sein.
  • Syntaktisch: Positiv ist die Standard-Polarität (= kanonische Klauseln).

Drei große Unterschiede

  1. Zusatz von 'nicht einmal': 'nicht einmal' tritt typischerweise nur in negativen Klauseln auf (in bejahenden Klauseln nicht möglich).
  2. Bindewörter und Adverbien: Bestimmte Bindewörter oder Adverbien zeigen Polaritätspräferenzen; z. B. tritt 'auch' eher in positiven Kontexten auf, während 'weder ... noch' typisch für negative Kontexte ist.
  3. Bestätigende Tags: Bei Tag-Fragen werden Hilfsverb + Personalpronomen verwendet; die Polarität des Tags steht oft im Gegensatz zur Polarität der Hauptklausel (positive Klausel + negativer Tag; negative Klausel + positiver Tag). (Anmerkung: MwSt und Versandkosten)

Verbal Negation

Verbalnegation: Voraussetzungen für die Verwendung einer Dummy-Form bei verbaler Negation.

  1. In Sätzen mit einer einfachen (kernigen) Verbform ist oft das Einsetzen eines Dummy-Hilfsverbs (z. B. 'do' im Englischen) erforderlich, außer bei bestimmten Verben oder Hilfsverben.
  2. In Kopula-Sätzen mit 'be' oder bei echten Hilfsverben wird in der Regel kein Dummy benötigt, da 'be'/'Hilfsverb' die Negation selbst trägt.

Non-verbale klausale Negation

Non-verbale klausale Negation liegt vor, wenn eine Konstituente, die kein Verb ist, negiert wird, oder wenn verschiedene negative Wörter verwendet werden, die nicht der verbalen Negation entsprechen: z. B. 'nichts', 'niemand', 'nie' markieren Negation auf nicht-verbaler Ebene.

Non-positive Elemente

Eine beträchtliche Anzahl von Wörtern oder größeren Ausdrücken sind polaritätsgebunden. Einige Formen treten vorzugsweise in positiven Klauseln auf. Elemente wie 'jeder' werden in negativen Kontexten nicht bejahend verwendet und zeigen damit eine Präferenz für positive Polarität.

Anwendungsbereich der Negation

Der Anwendungsbereich der Negation ist der Teil des Satzes, für den die Negation semantisch gilt. Scope (Anwendungsbereich) versteht man am besten anhand von Beispielen:

  1. Nicht viele Menschen glaubten ihm.
  2. Viele Menschen haben ihm nicht geglaubt.

In (1) gilt die Negation für die Quantifikation 'viele' (es waren nicht viele Menschen, die ihm glaubten), während in (2) die Negation auf das Ereignis 'ihm glauben' angewendet wird (viele Menschen, die ihm nicht geglaubt haben).

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