Der Neoklassizismus: Kunst und Architektur
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Neoklassizismus
Die neoklassische Kunst entstand in Frankreich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Reaktion auf die dekorativen Exzesse des Barock und Rokoko. Sie blieb in diesem Land bis zur napoleonischen Zeit bestehen, die als Empire-Stil bezeichnet wurde. Es war eine bürgerliche, ernste und vernünftige Kunst, die auf der Nachahmung klassischer künstlerischer Entwürfe basierte, was ihr jedoch wenig Originalität verlieh.
Die Architektur
Die Architektur ahmte griechische und römische klassische Formen nach. Architekten verwendeten Stein als Material, griffen auf klassische Ordnungen und Proportionen zurück und bevorzugten schlichte, einfache Formen mit Architraven oder Gewölben. Die häufigsten Gebäude waren Kirchen, Paläste sowie öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Gefängnisse, Märkte oder Krankenhäuser.
Die Skulptur
Auch die Skulptur kopierte griechische und römische Vorbilder. Man arbeitete vorwiegend in Marmor oder Bronze und strebte nach idealer Schönheit, Einfachheit und Ruhe. Bevorzugte Themen waren Mythologie, antike Geschichte, Porträts, öffentliche Denkmäler und Grabmäler. Der berühmteste klassizistische Bildhauer war der Italiener Antonio Canova.
Die Malerei
Da keine antiken Vorbilder existierten, orientierte sich die Malerei an der Skulptur. Dies führte zu einer großen Bedeutung der Zeichnung gegenüber der Farbe sowie zur Bevorzugung mythologischer und historischer Themen. Die berühmtesten klassizistischen Maler waren:
- Jacques-Louis David: Mit Werken wie Der Schwur der Horatier, Der Raub der Sabinerinnen sowie Themen der Französischen Revolution wie Der Ballhausschwur und Der Tod des Marat.
- Dominique Ingres: Dessen bekanntestes Werk Die große Badende ist.
Rokoko-Dekoration
Die Rokoko-Dekoration wurde in kleinen Räumen und Kabinetten barocker Gebäude angewendet. Es handelt sich um eine feine und zarte Dekoration, vor allem aus Stuck oder Putz, deren wellige und unregelmäßige Motive dazu neigen, den gesamten Raum zu bedecken.
Malerei des Rokoko
Die Malerei verwendete ein weiches Farbspektrum (Silber, Blau, Grün, Rosa) unter Anwendung von Pastell- und Aquarelltechniken. Dargestellt wurden folkloristische Themen, Kurtisanen, Liebe, orientalische und exotische Motive sowie Porträts.