Netzwerktopologien, Übertragungsmedien und das OSI-Modell
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Netzwerktopologien
Mesh-Topologie
Jedes Gerät verfügt über eine dedizierte Punkt-zu-Punkt-Verbindung zu jedem anderen Gerät.
- Vorteile: Hohe Ausfallsicherheit, keine Datenkollisionen, hohe Sicherheit.
- Nachteile: Hohe Kosten und komplexe Implementierung.
Bus-Topologie
Ein zentrales Kabel (Backbone) verbindet alle Geräte miteinander. Knoten sind über Stichleitungen an diesen Bus angeschlossen.
- Vorteile: Einfache Installation und Bereitstellung.
- Nachteile: Datenkollisionen möglich, Fehlererkennung und -behebung schwierig.
Ring-Topologie
Jedes Gerät hat eine dedizierte Punkt-zu-Punkt-Verbindung zu seinen beiden Nachbarn. Das Signal wandert in eine Richtung durch den Ring.
- Vorteile: Keine Kollisionen, einfache Fehlererkennung, gut für Glasfaser geeignet.
- Nachteile: Geringere Geschwindigkeit, Ausfall eines Knotens kann das gesamte Netz lahmlegen.
Stern-Topologie
Jedes Gerät hat eine dedizierte Punkt-zu-Punkt-Verbindung zu einem zentralen Knoten (Hub/Switch).
- Vorteile: Kostengünstig, einfache Implementierung und Konfiguration.
- Nachteile: Fällt der zentrale Hub aus, ist das gesamte Netzwerk deaktiviert.
Baum-Topologie
Knoten sind mit einem zentralen Hub verbunden, der den Verkehr steuert. Nicht alle Knoten müssen direkt am zentralen Hub hängen.
- Vorteile: Kostengünstig, einfache Fehlererkennung und Implementierung.
- Nachteile: Abhängigkeit vom zentralen Hub.
Übertragungsmedien
Koaxialkabel
Besteht aus einem Kupferkern, Isolierung, einem Metallgeflecht und einem Außenmantel.
- Vorteile: Große Reichweite.
- Nachteile: Hohe Kosten, schwierige Installation.
Twisted-Pair-Kabel
Besteht aus verdrillten Kupferadern. Unterscheidung in UTP (ungeschirmt) und STP (geschirmt). Maximale Reichweite ca. 100m, Anschluss via RJ45.
Glasfaser (Fiber Optic)
Lichtleiter zur digitalen Datenübertragung mittels moduliertem Licht.
- Vorteile: Hohe Geschwindigkeit, große Kapazität und Sicherheit.
- Nachteile: Hohe Kosten und komplexe Installation.
Hub vs. Switch
Ein Switch erkennt die MAC-Adressen im Netzwerk und sendet Daten gezielt an den Empfänger. Ein Hub hingegen sendet empfangene Daten an alle angeschlossenen Geräte im Netzwerk.
Das OSI-Modell
Das OSI-Modell ist ein Schichtenmodell, bei dem jede Schicht Dienste für die darüberliegende Schicht erbringt.
Grundbegriffe
- Entity: Ein Modul in einer Schicht, das spezifische Funktionen ausführt.
- PDU (Protocol Data Unit): Einheit für den Informationsaustausch zwischen Peer-Einheiten.
- Service: Dienstleistung einer Schicht für die nächsthöhere Schicht.
- Protokoll: Regeln für den Austausch von PDUs.
- SAP (Service Access Point): Schnittstelle zwischen zwei Schichten.
- Primitives: Befehle zwischen benachbarten Schichten.
Die 7 Schichten
- Schicht 1 (Physical): Übertragung physikalischer Signale (Spannung, etc.). Geräte: Hub, Netzwerkkarte.
- Schicht 2 (Data Link): Übertragung zwischen Knoten (MAC-Adressen). Gerät: Switch.
- Schicht 3 (Network): Ende-zu-Ende-Kommunikation, Routing (IP-Adressen). Gerät: Router.
- Schicht 4 (Transport): Zuverlässige Ende-zu-Ende-Übertragung, Multiplexing (Ports, TCP/UDP).
- Schicht 5 (Session): Steuerung und Synchronisation von Dialogen zwischen Systemen.
- Schicht 6 (Presentation): Syntaktische Kompatibilität und Datenformatierung.
- Schicht 7 (Application): Semantische Kompatibilität für Anwendungen.