Nietzsches Ethik: Herrenmoral, Sklavenmoral und die Ewige Wiederkehr

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Friedrich Nietzsches Ethik: Zwei Arten der Lebensbewertung

Nietzsche unterscheidet in seiner Studie zwei grundlegende Arten der Bewertung des Lebens:

Die Herrenmoral (Meister-Moral)

Die Vertreter der Herrenmoral haben eine zutiefst positive Einstellung zum Leben. Sie verkörpern den aktiven, schöpferischen Menschen, der unabhängig lebt und das Glück in sich selbst findet. Diese nehmen das Leben an, wie es ist, und leben es mit Intensität.

Die Sklavenmoral

Die Sklavenmoral entspringt einer negativen Haltung gegenüber dem Leben, die in einem tragischen Ende mündet. Daraus entsteht eine passive Moral. Der Sklave ist schwach und feige und wandelt seine eigenen Unzulänglichkeiten in Tugenden um, die als Errungenschaften der Freiheit dargestellt werden.

Der Triumph der Schwachen und die Umwertung der Werte

Im Kampf um die Verteidigung bestimmter Werte wird der Meister vom Sklaven als das Böse und der Sklave als das Gute definiert. Dies ist nicht wahr, da der Sklave unfähig ist, seine eigenen Tugenden zu zeigen. Nietzsche stellt die Geschichte der abendländischen Kultur als den Triumph der Schwachen dar. Die Sklavenmoral ist zu einer universellen Moral geworden.

Christentum und Nihilismus

Im Christentum treibt das Bild des gekreuzigten Gottes die Schuld als universelles Gefühl voran, das die Existenz des Menschen kennzeichnet. Hier manifestiert sich der Nihilismus. Der Tod erscheint als Befreiung von der Last des Daseins.

Der Übermensch und die Transformation der Werte

Der Tod Gottes führt zu einer Annäherung an die Bejahung der Werte des Lebens, einer Transformation der Werte und dem Auftreten des Übermenschen. Der Übermensch ist ein freier, offener, vitalistischer Wille.

Die Drei Verwandlungen des Geistes

Seine Ankunft wird durch drei Verwandlungen des Geistes symbolisiert:

  1. Das Kamel: Das Lasttier, das den Menschen unter dem Druck der Rechtsvorschriften symbolisiert.
  2. Der Löwe: Der Mut, der die Freiheit erkämpft.
  3. Das Kind: Die reine Unschuld, die sich frei fühlt, weil es keinen Gott gibt, der Schuldgefühle erzeugt. Für das Kind ist das Leben ein Spiel, das Werte neu schafft.

Dies ist der Punkt, an dem wir Beobachter des moralischen Sinns der Ewigen Wiederkehr werden. Eine solche Haltung der Macht und des Glücks wäre in einer linearen Vorstellung von Zeit als bedeutungslos anzusehen.

Die Ewige Wiederkehr als Kategorischer Imperativ

Nietzsche bietet hier eine nie dagewesene ethische Herausforderung: die Verwendung des Gedankens der Ewigen Wiederkehr als ein kategorischer Imperativ. Stellen Sie sich vor, Ihr Verhalten könnte Ihr Bewusstsein so weit unterstützen, dass Sie dessen ständige Wiederholung wünschen.

Das Leben, das die Liebe zur Macht als Ewige Wiederkehr kennt, liebt es in allen seinen fatalen Teilen. Amor Fati (die Liebe zum Schicksal) ist das Ziel.

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