Nietzsches Philosophie: Apollo, Dionysos und der Nihilismus
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Genealogie der Tragödie: Apollo und Dionysos
Es ist das erste Werk Schopenhauers, Nietzsches Tragödie ist durch die Fusion der beiden gegensätzlichen Elemente des griechischen Geistes entstanden: die dionysische und die apollinische Linie, die inspiriert. Nietzsche wendet sich gegen die Einstufung der Geschichte Griechenlands in drei Phasen: eine dunkle oder altgriechische Bühne, eine glorreiche Ära oder Zeit des Perikles und Sokrates (Platon), das vierte Jahrhundert, und eine letzte dekadente Phase, den Hellenismus.
In der antiken Tragödie ist reine Kreativität und die Gemeinschaft mit dem Menschen das Problem, das durch den Kampf zwischen Apollo und Dionysos gestellt wird. Dionysos findet sich in den Tiefen der Tragödie und Apollo an der Oberfläche.
Die Götter
- Dionysos war der griechische Gott des Weines, des Rausches und der Vegetation. Sein Kult kam aus Thrakien nach Griechenland und wurde relativ spät eingeführt, verbreitete sich aber sehr schnell, vor allem in Attika.
- Apollo war ein Gott des Olymps, der Sonne, des Lichts und der Klarheit. Sein wichtigstes Heiligtum war Delphi. Apollo will die Realität durch die Schaffung einer Welt des Scheins, frei und fröhlich, überwinden.
Nihilismus
Eine Philosophie, die mit einem Hammer eine neue Diagnose unserer kultivierten Welt vornimmt. Alles kommt aus dem einzigen Instinkt (nicht der Wille zu leben oder die Angst vor dem Leben), daraus entsteht die Idee des Nihilismus (von lateinisch nihil – nichts): die absolute Negation der Kulturmuster und der Glaube an nichts.
Nietzsche definiert drei verschiedene Arten des Nihilismus:
1. Negativer Nihilismus
Dieser Nihilismus entsteht, wenn der Wunsch abnimmt und weicht. In jeder westlichen Kultur gelangen wir zu dem Punkt, an dem die westlichen Kulturwerte als falsche Werte erkannt werden, die eine Negation des Lebens sind und durch nichts gestützt werden. Dieser Nihilismus führt zu einer Kultur ohne Werte.
2. Passiver Nihilismus
Eine heftige Zerstörung der Werte, wenn keine materiellen Stützen mehr vorhanden sind. Der Wille zur Macht (nicht der Akt des Wertens) hört auf, und der Wunsch, neue Werte zu schaffen, die das Leben übersteigen, fehlt.
3. Aktiver Nihilismus (oder: Der Nihilismus als Übergangsphase)
Die Hoffnung, dass der Nihilismus zur Gelegenheit wird, sich in den Übermenschen zu verwandeln. Nietzsche geht über den negativen Nihilismus hinaus und schafft auf neue Weise.
Kritik an der Moral und Philosophie
Kritik der Philosophie
Alle Philosophen haben sich in konzeptuellen Mühlen verfangen, die nichts anderes als große metaphysische Täuschungen sind, die auf der Grammatik der Sprache beruhen. Alle Konzepte sind eine Folge der Verachtung der Sinne und der Verachtung des Körpers. Dies ist der große Fehler, der Zeugnis ablegt von der Verachtung der Sinne. Im Gegenteil: Die Wahrheit ist perspektivisch; es gibt keine Fakten, sondern nur Perspektiven.
Kritik der Religion
Alle Religionen sind aus der Angst vor dem Leben geboren. Das Christentum ist die Umkehrung der authentischen griechischen und römischen Werte. Das Christentum verherrlicht das Leben nach dem Tod und übernimmt die Ideen Platons. Der Platonismus ist eine Form der gemeinen Metaphysik. Das Christentum fügt Werte hinzu, die auf Gehorsam, Opfer und Demut basieren, was den eigenen Trieben widerspricht. Nietzsche kritisiert das Christentum auch, weil es sagt, dass es Werte gibt, die vulgär und ansteckend sind.
Beobachtung: Die Vulgarität der christlichen Religion wird durch die Tatsache gegeben, dass die große Lösung die Zehn Gebote sind.