Nietzsches Philosophie: Nihilismus und Umwertung

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Nihilismus: Der Tod Gottes und seine Folgen

Nihilismus: Der Tod Gottes ist eine Folge des Christentums und der Sanftmut (Mantsotasuna) als Lebensmodell. Dies wird als erste Spur eines Angriffs auf das Leben gewertet. Daher leugnet der Nihilismus das Leben. Er führt zu einer neuen Art und Weise der Existenz: Der Verlust traditioneller Werte ist die Erkenntnis daraus. Wut und Verzweiflung entstehen, wenn wir keine Erklärung finden und nicht wissen, woher die Welt kommt. Die Haltung des Nihilismus und der nihilistische Wille zur Macht (Wunsch duguBotere) sind eng miteinander verknüpft. Der Wunsch, die Leistung zu verringern (Nihil), führt zum Zusammenbruch traditioneller Werte.

Wer im Nihilismus gefangen ist, durchläuft verschiedene Phasen:

  • Bewusstsein über die metaphysische und religiös-moralische Katastrophe.
  • Anstrengung, alte Werte zu erhalten, während neue assimiliert werden müssen.
  • Selbsthass und Zerstörungswille.
  • Durchsetzung neuer absoluter Werte.

Die Änderung der Werte (Balioak) ist ein individueller Akt. Da Gott tot ist (Jainkoa), will der starke Mensch kreativ sein. Es gibt keine feste Werteskala; jeder wählt seine eigenen Werte. Dies ist Nietzsches Vorschlag, der neue Kraft gibt.

Umwertung der Werte: Herren- und Sklavenmoral

Umwertung der Werte (Transmutation):

  • Herrenmoral: In dieser Ansicht gilt der Krieger als gut. "Schlecht" ist das, was der Lebensliebe (Bizitzarekikomaitasunetik) widerspricht.
  • Sklavenmoral: Den Plebejern (Plebeioek) gelang es mithilfe der Religion, die Moral der Herren umzukehren. Diese Moral basiert nicht auf Liebe, sondern auf Ressentiments (Amorrazioetatik) gegen die Herren. Für sie ist das Leiden gut und Demut (Humila) erstrebenswert.

Das "Böse" und Erschreckende ist für sie der Kraftvolle. Die Sklavenmoral bewundert Solidarität und Sanftmut, wodurch das Leben geschwächt wird (Makaltzen). Sie basiert auf Gleichheit, während die Herrenmoral die Hierarchie lobt. Der Mensch (Gizaki) soll neue Werte schaffen. Aus Angst klammern sich Sklaven an die Gruppe. Nietzsche kritisiert, dass die Gruppe das Jahrhundert dominiert (wie es im Christentum geschah), wodurch Leidenschaften und Begierden verschwinden. Um neue Werte zu schaffen, benötigen wir den Willen zur Macht (Desire Power).

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