Nivellierung: Punkte, Methoden und Messinstrumente
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Nivellierung: Wendepunkte und Messmethoden
Wendepunkt (Point of Change): Diese dienen als Stützen für das Nivellieren und werden genutzt, um Ablesungen von Vorder- und Rückseite vorzunehmen und Positionsänderungen der Instrumente zu bedienen.
Wegpunkte
Wegpunkte: Das sind Punkte, bei denen eine einfache Installation des Sichtgeräts erfolgte; sie sind nicht Teil des Betriebslimits und werden verwendet, um Positionsänderungen von Instrumenten zu unterstützen. Je nach der betreffenden Stelle können wir die Art der Ablesung definieren:
- Zwischenablesung (Intermediate Reading): Wenn an einem Punkt abgelesen wird, der nicht mit Instrumentenänderungen verbunden ist.
- Rückablesung (Reading zurück): Wenn beim Wechseln der Instrumentenposition die Ablesung des Wendepunkts von der neuen Position aus erfolgt.
- Vorwärtsablesung (Reading vor): Ablesung des Wendepunkts von der Station aus vor der Positionsänderung.
Es wird davon ausgegangen, dass bei den Lesungen an den Wendepunkten und Zwischenstationen besondere Sorgfalt notwendig ist. Ablesungen an verschiedenen Stellen werden erfasst und weitere notwendige Daten werden in speziellen Registern eingetragen. Die Höhenbestimmungen können auf zwei Wegen erreicht werden:
Ausgleichsverfahren
- Entzerrung für Doppel-Instrument-Position: Hier werden zwei Datensätze aus der Differenz gebildet; für eine Reihe von Punkten nehmen wir zwei Gruppen von Instrumentenpositionen, z. B. eine auf der rechten Seite und eine auf der linken Seite in Vorwärtsrichtung. Sind beide Messreihen innerhalb der Toleranz, wird der Durchschnitt genommen; andernfalls wird die Messung wiederholt.
- Entzerrung von Doppel-Mira: Die Messung erfolgt mit zwei Zielmarken (Mira), bei denen beide Sichtlinien auf denselben Punkt gerichtet sind. Wenn die Ablesungen der beiden Ziele am selben Punkt übereinstimmen, ergibt die Summe der beiden Ablesungen die Länge der Sicht; andernfalls muss die Messung wiederholt werden.
- Gegenseitiger Abgleich: Der Abgleich wird angewendet, wenn Ablesungen von schwer zugänglichen Punkten erforderlich sind. Dabei wird die extremste Lageposition in Bezug auf die Sicht geprüft; solange die Messungen nicht weit auseinander liegen und nahe beieinander sind, kann dieser Zweck durch Anzeigen nach innen oder außen erfüllt werden, wobei immer eine gerade Linie beibehalten werden muss.
- Parallel-Entzerrung: Dies besteht aus einem gleichzeitigen Ausgleich zwischen A und B mit zwei Gruppen von Wendepunkten.
Für jede Punktmenge wird der Höhenunterschied aus den Instrumentendatensätzen ermittelt und überprüft, ob jedes Instrument die gleichen Werte liefert, um die instrumentelle Dimension zu erhalten. Diese Methode ist nicht sehr übersichtlich, da besondere Sorgfalt erforderlich ist, um Fehler in den Aufzeichnungen zu vermeiden.
Messinstrumente
Wasserwaage: Eine Glasröhre, gefüllt mit Alkohol oder Äther, mit einer eingebetteten Luftblase, die dazu dient festzustellen, ob eine Fläche horizontal ist oder nicht. Auch als Libelle bezeichnet.
Lotstab / vertikales Maß: Diese haben eine Länge von 3 bis 4 Metern und sind auf Millimeter ablesbar. Die Ablesegenauigkeit liegt bei etwa 0,5 Millimetern.
Nivelliergerät (Level Engineer): Ein Werkzeug, um Höhendifferenzen zwischen Punkten zu messen. Die Anwendungsziele sind Nivellement, Übertragung und/oder Festlegung von Höhen (Referenzhöhe).
von einem bekannten Punkt zu einem anderen unbekannten