Nomenklatur von Alkenen, Alkinen und Kohlenwasserstoffen
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Alkene: Eigenschaften und Nomenklatur
Sie sind offenkettige Kohlenwasserstoffe, die durch eine oder mehrere Doppelbindungen (C=C) gekennzeichnet sind. Sie werden wie Alkane benannt, jedoch mit der Endung "-en". Dabei gelten folgende Regeln:
- Als Hauptkette wird die längste Kette gewählt, welche die Doppelbindung enthält. Falls Verzweigungen vorliegen, wird die Kette mit der größten Anzahl an Doppelbindungen gewählt, selbst wenn sie kürzer als andere Ketten ist.
- Die Zählung beginnt an dem Ende, das einer Doppelbindung am nächsten liegt. Die Doppelbindung hat bei der Nummerierung Vorrang vor den Seitenketten. Bei der Benennung wird die Position des ersten Kohlenstoffatoms der Doppelbindung angegeben.
- Falls mehr als eine Doppelbindung vorhanden ist, werden Endungen wie "-dien", "-trien" usw. verwendet. Die Positionen der Doppelbindungen werden durch vorangestellte Zahlen angegeben.
Alkine: Merkmale und Benennung
Sie sind offenkettige Kohlenwasserstoffe, die durch eine oder mehrere Dreifachbindungen (C≡C) gekennzeichnet sind. Im Allgemeinen folgt die Nomenklatur den Richtlinien für Alkene, jedoch mit der Endung "-in".
- In diesem Fall müssen sowohl Doppel- als auch Dreifachbindungen angegeben werden. Doppelbindungen haben jedoch Vorrang bei der Namensgebung des Kohlenwasserstoffs.
- Die Hauptkette ist diejenige mit der größten Anzahl an ungesättigten Bindungen, wobei die Positionsnummern so niedrig wie möglich sein sollten. Bei Gleichheit wird der Kohlenstoff-Doppelbindung der Vorzug gegeben.
Zyklische Kohlenwasserstoffe
Hierbei handelt es sich um geschlossene Kohlenwasserstoffe. Diese Zyklen können ebenfalls ungesättigt sein.
- Wenn der Zyklus mehrere Substituenten hat, werden diese so nummeriert, dass sie die niedrigsten Nummern erhalten und alphabetisch sortiert sind. Bei mehreren Möglichkeiten entscheidet die alphabetische Reihenfolge über die Priorität der Radikale.
- Bei Ringen mit ungesättigten Kohlenwasserstoffen erfolgt die Nummerierung so, dass diese Bindungen die niedrigsten Nummern erhalten.
- Wenn die Verbindung zyklische Seitenketten besitzt, die mehr oder weniger ausgedehnt sind, sollten sie als Derivate einer Seitenkette benannt werden. In diesen Fällen werden zyklische Kohlenwasserstoffreste mit den Endungen "-yl", "-enyl" oder "-inyl" bezeichnet.