Öffentlicher Dienst Chile: Rechte, Pflichten, Dienstrecht

Eingeordnet in Rechtswissenschaft

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 48,52 KB

Agenda 3: Öffentlicher Dienst in Chile

Sind öffentliche Einrichtungen für die Ausübung ihrer Funktionen unabdingbar?

Die Ausführung der Aufgaben öffentlicher Stellen erfolgt durch Menschen. Diese bilden die Belegschaft und ermöglichen die Erfüllung ihrer Aufgaben gegen Vergütung, die ihren Lebensunterhalt sichert.

Bedeutung von Artikel 38 der Verfassung

Artikel 38 der Verfassung ist wichtig, weil er die gesetzliche Grundlage für die Regelung des öffentlichen Dienstes bereitstellt. Die Grundprinzipien des öffentlichen Dienstes sind im Gesetz über das Verwaltungsverhältnis (Gesetz Nr. 18.575) verankert.

Was bedeutet der Begriff "öffentlicher Dienst"?

Der Begriff "öffentlicher Dienst" bezeichnet die Tätigkeiten, die von einer öffentlichen Stelle ausgeübt werden. Die ausgeführten Aufgaben werden von Personen erbracht, die in öffentlichen Einrichtungen beschäftigt sind.

Wie wird ein öffentliches Amt geschaffen?

Nach den Bestimmungen der chilenischen Verfassung (Artikel 38) kann die Schaffung neuer öffentlicher Dienste oder Stellen durch Gesetz oder auf Initiative des Präsidenten der Republik erfolgen. Dabei werden die Aufgaben und Befugnisse der betreffenden Stellen festgelegt.

Grundsätze des Gesetzes Nr. 18.575

Folgende Grundsätze gelten für den öffentlichen Dienst (Auswahl):

  • Zuordnung zu einem hierarchischen und disziplinierten Regime (Art. 7).
  • Treue und Fleiß bei der Erfüllung der Dienstpflichten sowie Gehorsam gegenüber Vorgesetzten (Art. 7).
  • Behörden haben innerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs hierarchische Kontrolle über die Erfüllung der Aufgaben auszuüben.
  • Das Personal der staatlichen Verwaltung ist durch gesetzliche Regelungen (Eintritt, Pflichten, Rechte, administrative Verantwortung, Beendigung des Dienstverhältnisses) geregelt (Art. 12).
  • Für die Aufnahme in die Verwaltung sind die allgemeinen Anforderungen der jeweiligen Satzung sowie die für die Position erforderlichen Bedingungen zu erfüllen (Art. 13).
  • Wahrung der Würde des öffentlichen Dienstes und Tätigkeit in Übereinstimmung mit fachlichen, beruflichen und hierarchischen Anforderungen (Art. 14).
  • Unterstellung unter administrative Verantwortung (Art. 15).
  • Gewährleistung eines fairen und rationalen Verfahrens bei Ausübung der Disziplinargewalt (Art. 15).
  • Verbot, politische Tätigkeiten im Dienst auszuüben oder die Autorität oder Position für andere Zwecke als den Dienst zu verwenden (Art. 16).
  • Förderung der Aus- und Weiterbildung des Personals (Art. 17).
  • Beachtung des Prinzips administrativer Redlichkeit durch Behörden und Beamte.
  • Das Personal hat das Recht, außer Dienstzeiten wirtschaftliche Tätigkeiten auszuüben, sofern diese die dienstlichen Pflichten nicht beeinträchtigen und gesetzliche Verbote beachtet werden (Art. 56).

Was ist ein Beamter?

In Chile ist ein Beamter jemand, der ein öffentliches Amt innehat. Ein öffentliches Amt kann in der festen Planstelle oder als freier Mitarbeiter bestehen, sofern eine administrative Funktion ausgeübt wird.

Unterschiedliche Definitionen für straf- und verwaltungsrechtliche Zwecke

Für strafrechtliche Zwecke ist der Begriff des Amtsträgers breiter gefasst: Amtsträger kann jede Person sein, die ein öffentliches Amt oder eine Funktion ausübt, sei es in der Zentralregierung, in semifiskalen Institutionen, in Kommunen oder autonomen Einrichtungen, unabhängig davon, ob die Ernennung durch den Präsidenten erfolgte oder Gehalt vom Staat bezogen wird. Auch gewählte Ämter fallen unter diese Bewertung.

Grundsätze der Regelung des öffentlichen Dienstes

Wichtige Grundsätze sind unter anderem:

  • Kanzlei- bzw. Amtsystem
  • Gesetzliche Regelung
  • Beamtenlaufbahn
  • Gleiche Einkommenschancen

und die Aus- und Weiterbildung der Mitglieder.

Was bedeutet gesetzliche Planstelle?

Das Prinzip besagt, dass die Planstellen der einzelnen Agenturen per Gesetz zugewiesen sind.

Was bedeutet Rechtsstellung des Beamten?

Die gesetzliche Stellung beschreibt den rechtlichen Status eines Beamten, die Rechte, Pflichten, Verbote und Verantwortlichkeiten, die durch ein Rechtssystem bei der amtlichen Ernennung entstehen.

Was ist eine Laufbahn?

Eine Laufbahn ist ein System, in dem Personen nicht direkt einer Stelle zugewiesen werden, sondern in eine spezialisierte Skala oder Kategorie eintreten. Die Laufbahn beginnt beim Inhaber (feste Planstelle) und ermöglicht Aufstiege in höhere Positionen nach Leistung, Dienstalter und Eignung.

Wie erfolgt der Eintritt in die Laufbahn?

Der Eintritt in Laufbahnpositionen erfolgt in der Regel durch öffentlichen Wettbewerb (Concursos). Der Beamte tritt in die jeweilige Klassenstufe der Anlage ein; Promotions erfolgen für freie Stellen in höheren Klassenstufen.

Merkmale der Laufbahn im öffentlichen Dienst

Zu den Merkmalen zählen Unpersönlichkeit und Unparteilichkeit des Staates, Respekt vor der Würde des öffentlichen Amtes, fachliche und hierarchische Organisation sowie ein Beförderungssystem, das Verdienste, Dienstalter und Eignung berücksichtigt.

Definition der Laufbahn

"Ein umfassendes System der öffentlichen Arbeitsverwaltung und Haushaltsordnung für das Inhaberpersonal der Anlage, das auf hierarchischen Prinzipien beruht; es garantiert Chancengleichheit beim Zugang, die Würde des öffentlichen Dienstes, Aus- und Weiterbildung, Arbeitsplatzsicherheit und Objektivität bei Bewertungen auf der Grundlage von Verdienst und Dienstalter."

Wettbewerb und Gleichbehandlung

Der Zugang zur öffentlichen Verwaltung soll durch offenen Wettbewerb erfolgen. Diskriminierungen sind verboten; nur die gesetzlich vorgesehenen Anforderungen dürfen verlangt werden. Diskriminierungen nicht auf Grundlage von Eignung oder anders als gesetzlich vorgesehen sind unzulässig.

Chancengleichheit beim Zugang:

Chancengleichheit und Zulassungsanforderungen

Im Rahmen der Laufbahn stellen die Zugangsvoraussetzungen für jede Position das Recht dar, welches durch Gesetz oder Dekret mit entsprechender Kraft geregelt ist. Diese Regulierungen legen die spezifische Zusammensetzung der Planstellen und die Anforderungen für die Zulassung fest.

Was bedeutet Arbeitsplatzsicherheit?

Arbeitsplatzsicherheit bedeutet, dass der Beamte das Recht hat, weiter beschäftigt zu werden, sofern kein gesetzlicher Kündigungsgrund vorliegt. Eine Beendigung des Dienstverhältnisses kann nur durch ordnungsgemäßen Rücktritt, Pensionierung oder andere gesetzlich anerkannte Gründe erfolgen (z. B. schlechte Leistung, Pflichtverletzung, Verlust der Voraussetzungen für die Ausübung der Funktion, Endes der Amtszeit, Aufhebung der Stelle).

Ausgenommen sind Positionen des Vertrauens: Bei diesen besteht keine Arbeitsplatzsicherheit, und die Ernennung kann jederzeit beendet werden.

Ist das Amt Eigentum des Beamten?

Artikel 583 des Zivilgesetzbuches sieht vor, dass immaterielle Güter auch Eigentum sein können. Das Recht auf Amt oder Arbeitsplatzsicherheit ist ein anerkanntes und gesetzlich geschütztes Recht. Dennoch hat die Verfassung dem Gesetzgeber Spielraum gegeben, das Verwaltungsverhältnis zu regeln. Zwar schützt die Verfassung Eigentumsrechte (Art. 19 Nr. 24), doch sind Regelungen über Ein- und Austritt, Pflichten, Rechte und administrative Beendigung in der Zuständigkeit des Gesetzes. Das Recht auf Beschäftigung ist also durch Gesetz abgrenzbar und wird von diesem geregelt.

Zusammenfassend: Das Funktionsrecht ist ein geschütztes Rechtsgut, dessen Ausgestaltung und Schutz das Gesetz regelt.

Was ist eine Leistungsbeurteilung?

Eine Leistungsbeurteilung hat zum Ziel, die Leistung und Fähigkeiten jedes Mitarbeiters in Bezug auf die Anforderungen seines Amtes zu bewerten. Sie dient als Grundlage für Beförderungen, Anreize und gegebenenfalls die Entfernung aus dem Dienst.

Voraussetzungen für Beförderungen

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

  • Erfüllung der Anforderungen für die Zielposition.
  • Einhaltung der vorgeschriebenen Reihenfolge.
  • In der Regel interne Herkunft aus der eigenen Planstelle; ausnahmsweise können Bewerber aus anderen Anlagen berücksichtigt werden.
  • Der Beamte darf keiner Hinderungsgründe unterliegen.
  • Keine disziplinarischen Sanktionen gegen den Beamten.

Gibt es ein einheitliches Gesetz in Chile?

Chile verfügt über mehrere gesetzliche Regelungen für verschiedene Gruppen von Mitarbeitenden. Beispiele sind: Verwaltungskommission (Gesetz Nr. 18.834 von 1989), Vorschriften für städtische Beamte (Gesetz Nr. 18.883 von 1989), Regelungen für Mediziner (Gesetz Nr. 15.076) usw.

Was ist der National Civil Service?

Der National Civil Service ist ein dezentraler öffentlicher Dienst mit eigener Vermögensführung, der vom Präsidenten über das Finanzministerium geleitet wird. Er zielt auf Koordination, Überwachung und Verbesserung der Personalfunktionen in staatlichen Verwaltungsdiensten ab.

Was sind Wettbewerbe im Nationalen Öffentlichen Dienst?

Die Geschäftsleitung von öffentlichen Ausschreibungen (Concursos) regelt die Wettbewerbe.

Definition leitender Beamter

Leitende Beamte sind Führungskräfte und Dienststellenleiter der zweiten Hierarchiestufe der jeweiligen Agentur.

Was ist ein Amtsträger des Vertrauens?

Exklusive Vertrauensbeamte sind solche, die durch den Präsidenten oder eine zuständige Behörde direkt ernannt werden und denen ein besonderer Vertrauensstatus zukommt.

Besondere Regeln für Abteilungsleiter

  • Für diese Stellen werden Wettbewerbe durchgeführt; Teilnehmer können Planstellenbeamte aus allen Ministerien und Dienststellen sein. Auf der Liste wird eine Rangfolge gebildet.
  • Bewerber sollten vorzugsweise in den drei Jahren vor dem Wettbewerb in einer entsprechenden Position gedient haben.
  • Bei Mangel an qualifizierten Bewerbern kann das Angebot aufgehoben werden.
  • Die Amtsdauer in diesen Positionen beträgt in der Regel drei Jahre.
  • Nach Ablauf der Amtszeit oder bei Nichtverlängerung kann der Beamte wieder an seinem ursprünglichen Posten tätig werden, sofern angemessen.

Definition einer Stellvertretung

Stellvertreter sind Beamte, die eine vorübergehende, frei zu besetzende Funktion wahrnehmen, wenn der Inhaber für einen Zeitraum von mindestens fünfzehn Tagen abwesend ist.

Was ist eine befristete Anstellung?

Befristet beschäftigte Mitarbeiter werden vertraglich eingestellt und die Einstellung endet in der Regel spätestens am 31. Dezember des jeweiligen Jahres, sofern keine Verlängerung gewährt wird.

Was ist die offizielle Probezeit?

Die Probezeit kann als Teil des Auswahlverfahrens vorgesehen sein. Der Bewerber muss vor Beginn des Verfahrens darüber informiert werden. Während der Probezeit bleibt die Vakanz in der Anlage erhalten.

Zugangsvoraussetzungen zur öffentlichen Verwaltung

Allgemeine Zugangsvoraussetzungen sind u. a.:

  1. Staatsbürgerschaft;
  2. Erfüllung der Wehrpflicht und Mobilisierungspflichten, falls erforderlich;
  3. Gesundheit für das Amt;
  4. Abschluss der Grundbildung und ggf. die gesetzlich vorgeschriebene Berufs- oder Fachausbildung;
  5. Keine unbeendeten disziplinarischen Sanktionen gegenüber dem Bewerber;
  6. Nicht von der Ausübung öffentlicher Ämter disqualifiziert sein.

Was bedeutet Staatsbürgerschaft?

Chilenische Staatsbürger sind Personen, die das 18. Lebensjahr erreicht haben, rechts- und wahlberechtigt sind und nicht wegen gesetzlicher Straftaten vorbestraft sind.

Wann verliert man die Staatsbürgerschaft?

Ein Bürger verliert die Staatsbürgerschaft, wenn er wegen bestimmter Straftaten zu Freiheitsstrafe, Exil oder Verbannung verurteilt wird. Auch Verurteilungen nach dem Antiterrorgesetz können Auswirkungen haben.

Welches Bildungsniveau ist erforderlich?

Erforderlich ist in der Regel der Abschluss der Grundbildung sowie der für die jeweilige Position gesetzlich geforderte Bildungs- oder Berufsabschluss.

Auswirkungen eines Mangels an Qualifikation

Fehlende Qualifikation kann zum Verlust des Zugangs zum öffentlichen Dienst führen. Eine Verjährungsfrist für die Wiederaufnahme in den Dienst kann existieren (z. B. fünf Jahre), abhängig von der jeweiligen Regelung.

Voraussetzungen nach Entlassung oder Disziplinarmaßnahme

Wer aus dem öffentlichen Dienst entlassen wurde, kann für eine erneute Aufnahme eine Sperrfrist von fünf Jahren einlegen müssen. Bei disziplinarischer Entfernung kann zusätzlich eine Wiederherstellungsverfügung erforderlich sein.

Wer ist disqualifiziert?

Personen, die für bestimmte Straftaten verurteilt wurden, sind von der Ausübung öffentlicher Ämter oder Funktionen disqualifiziert.

Offener Wettbewerb bei Verwaltungsstellen

Beim offenen Wettbewerb konkurrieren geeignete Bewerber um freie Stellen; der geeignetste Kandidat wird ausgewählt.

Grundsätze bei öffentlichen Ausschreibungen

Die Grundsätze sind u. a.: a) Werbung, b) freier Eintritt, c) strikte Einhaltung der Regeln, d) Gleichbehandlung der Kandidaten.

Was ist die Ernennung?

Die Ernennung ist die administrative Entscheidung, eine Person in ein bestimmtes Amt einzusetzen; mit der Ernennung übernimmt die Person die damit verbundenen Rechte und Pflichten.

Wirkung der Ernennung

Die Ernennung begründet Rechte und Pflichten, wie z. B. das Recht auf Amtsausübung, die Pflicht zur Offenlegung von Interessen sowie den Status und die damit verbundene Kontrolle.

Recht auf Funktion

Das Recht auf Funktion ist persönlich, unveräußerlich und nicht übertragbar.

Erklärung der Interessen

Beamtinnen und Beamte in Leitungsfunktionen müssen eine Erklärung ihrer beruflichen und wirtschaftlichen Tätigkeiten abgeben, um Interessenkonflikte offenzulegen.

Vermögensdeklaration

Leitende Beamte müssen eine Vermögensdeklaration abgeben, die Immobilien, Fahrzeuge, Ansprüche oder Beteiligungen in- und außerhalb Chiles sowie Verbindlichkeiten über einem bestimmten Schwellenwert ausweist.

Wirkung der Nichtigkeit einer Ernennung

Eine ungültige Ernennung nimmt zwar die Eigenschaft der betroffenen Person als nichtig an, beeinträchtigt jedoch nicht notwendigerweise die Wirksamkeit der in der Zwischenzeit vorgenommenen Handlungen bis zum Datum der Nichtigkeitsfeststellung. Dies gilt ungeachtet der verwaltungsrechtlichen Haftung der an der unregelmäßigen Ernennung beteiligten Personen.

Lohnfragen bei Nichtigkeit des Dienstverhältnisses

In der Regel bedarf es keiner Rückforderung gezahlter Vergütungen, sofern die Aufsicht keine zurechenbare Pflichtverletzung des Mitarbeiters feststellt.

Ziele der Leistungsbeurteilung

Die Leistungsbeurteilung dient u. a. der Grundlage für Beförderungen, der Entfernung von schlechten Leistungsträgern und der Gewährung individueller Anreize. Sie schafft auch Basis für Aus- und Fortbildungsmaßnahmen.

Wer beurteilt?

Bewertungsinstanzen (z. B. Bewertungsausschüsse) setzen sich in der Regel aus Vertretern der Verwaltung und der Mitarbeiter zusammen, insbesondere für höhere Hierarchieebenen sind gesetzliche Vorgaben zur Zusammensetzung zu beachten.

Was ist die Leistungsbewertung?

Die Leistungsbewertung ist eine regelmäßige, objektive und unparteiische Evaluierung, die der Laufbahn im öffentlichen Dienst zugutekommt.

Was ist eine Beförderung?

Eine Beförderung ist das Recht eines Beamten, eine höherwertige Position innerhalb der hierarchischen Struktur der jeweiligen Einrichtung zu übernehmen. Beförderungen können durch Wettbewerb oder dienstliche Förderung erfolgen.

Voraussetzungen: Erfüllung der Anforderungen der Zielposition, Einhaltung der Reihenfolge, überwiegend interne Herkunft, keine disziplinarischen Maßnahmen etc.

Beförderung durch inneren Aufstieg

Die interne Beförderung erfolgt streng hierarchisch und ist in der Regel auf dieselbe Anlage beschränkt. Ausnahmsweise kann der Wechsel in eine andere Anlage erfolgen, wenn besondere Voraussetzungen erfüllt sind.

Beförderung durch Wettbewerb

Wettbewerbe regeln den Aufstieg für Manager, Fachkräfte und Techniker sowie deren Entsprechungen im Verwaltungspersonal. Die Jury setzt sich aus Vertretern der Verwaltung und der Mitarbeiterschaft zusammen.

Prinzipien des Aufstiegs

Grundprinzipien sind u. a.: Besetzung einer Position durch Wettbewerb, strikte Einhaltung der Rangfolge, Freiwilligkeit, Rechtsschutz und dass der Wettbewerb die Hauptregel darstellt.

Was ist administrative Verantwortung?

Administrative Verantwortung ist die Konsequenz, die ein Beamter zu tragen hat, wenn er schwerwiegend seine dienstlichen Pflichten verletzt.

Was ist Disziplinargewalt?

Disziplinargewalt ist die Befugnis einer Behörde, disziplinarische Sanktionen gegenüber ihren Untergebenen wegen schwerer Pflichtverletzungen zu verhängen. Die Ausübung dieser Befugnis ist gesetzlich geregelt und kann nur in der vorgeschriebenen Form und unter den gesetzlich bestimmten Bedingungen ausgeübt werden.

Grundsätze der Disziplinaranwendung

Wesentliche Grundsätze sind: gesetzliche Grundlage, Gewährung des rechtlichen Gehörs, Typizität, Schuldprinzip und Verhältnismäßigkeit.

Das Straf- und Disziplinarverfahren

Die Frage nach dem Recht des Staates zu bestrafen führt zur Erkenntnis, dass sowohl strafrechtliche als auch verwaltungsrechtliche Sanktionen grundsätzlich von ähnlichen Prinzipien geleitet werden. Die Disziplinargewalt ist ein Teil des staatlichen Strafrechts im weiteren Sinne.

Gelten strafrechtliche Grundsätze im Disziplinarverfahren?

Die Verurteilung wegen einer Straftat kann die Untauglichkeit zur weiteren Dienstausübung begründen. Die Anwendung verwaltungsrechtlicher Sanktionen orientiert sich an der Unvereinbarkeit der strafbaren Handlung mit der pflichtgemäßen Dienstausübung.

Grundsatz der gesetzlichen Rücklage

Die Verwaltungsvorschriften müssen gesetzlich verankert sein; sie dürfen nicht willkürlich sein und müssen den rechtlichen Rahmen einhalten.

Was ist ein ordentliches Verfahren?

Eine Verwaltungsstrafe darf nur nach rechtmäßiger Voruntersuchung bzw. nach ordnungsgemäßem Verfahren verhängt werden, bei dem alle schriftlich vorgesehenen Schritte beachtet wurden und das Recht auf Verteidigung gewahrt ist.

Grundsatz der Kriminalität

Eine Person kann nur für ein Verhalten bestraft werden, das im Gesetz als Straftat vorgesehen ist.

Arten der Disziplinarmaßnahmen

Disziplinarmaßnahmen werden in Korrekturmaßnahmen und in expulsive Maßnahmen eingeteilt. Korrekturmaßnahmen sind z. B. Zensur, Geldstrafen und Suspendierung. Bei schwerwiegenden Fällen ist auch eine Entlassung möglich.

Verfahren zur Begründung administrativer Haftung

Die behördlichen Ermittlungen umfassen Voruntersuchungen und weitere Untersuchungsverfahren.

Was ist ein Disziplinarverfahren?

Das Disziplinarverfahren ist das verwaltungsinterne Verfahren zur Feststellung von Pflichtverletzungen und zur Anwendung entsprechender Sanktionen unter Wahrung der Verfahrensgarantien.

Typizität von Disziplinarmaßnahmen

Die Behörden können nur diejenigen Strafen anwenden, die das Gesetz ihnen vorsieht; sie dürfen nicht willkürlich andere Sanktionen erfinden.

Geldstrafen

Geldstrafen werden als Prozentsatz des monatlichen Grundgehalts des Beamten bemessen. Dieser Prozentsatz darf in der Regel nicht weniger als 5% und nicht mehr als 20% des monatlichen Gehalts betragen.


Was ist Suspendierung?

Die Suspendierung ist die vorübergehende Kürzung der Vergütung auf 50–70% des Arbeitslohns, verbunden mit dem Entzug der Ausübung der Dienstbefugnisse. Im Dienstzeugnis wird dies mit 6 Minuspunkten vermerkt.

Was ist Entlassung?

Entlassung ist die administrative Maßnahme, durch die die Behörde die Beendigung des Dienstverhältnisses wegen einer schwerwiegenden Pflichtverletzung anordnet. Der konkrete Sachverhalt, der die Entlassung rechtfertigt, muss dargelegt werden.

Was ist schriftliche Zensur?

Die schriftliche Zensur dokumentiert eine Pflichtverletzung des Beamten. Sie wird im offiziellen Lebenslauf des Beamten vermerkt und ist mit 2 Minuspunkten verbunden.

Vier Verhaltensweisen, die Redlichkeit ernsthaft verletzen

  • Verwendung von Verschlusssachen oder vertraulichen Informationen zum eigenen Vorteil oder zum Vorteil Dritter.
  • Missbrauch der amtlichen Stellung, um persönlichen Gewinn zu erzielen oder Dritten zu verschaffen.
  • Verwendung von Geld oder Eigentum der Einrichtung zum eigenen Vorteil oder für andere Zwecke als institutionelle Zwecke.
  • Inanspruchnahme von Arbeitszeit oder Agenturressourcen für persönliche Zwecke.

Fehlzeiten als Kündigungsgrund

Wenn eine unbegründete Abwesenheit länger als drei aufeinanderfolgende Tage (mindestens 4) andauert und nicht durch zwingende Gründe gerechtfertigt werden kann, kann dies einen Kündigungsgrund darstellen.

Drei Ordnungswidrigkeiten, die Entlassung nach sich ziehen können

- Unbefugte Abwesenheit ohne Genehmigung über mehr als drei aufeinanderfolgende Tage.

- Missbrauch von Urlaubstagen oder unbezahlter Abwesenheit in einer Weise, die die Dienststelle beeinträchtigt.

- Rückwirkende Legitimation unbezahlter Abwesenheit, die als administrative Verfehlung angesehen werden kann.

Was bedeutet Vorwurf?

Ein Vorwurf ist die Zuschreibung eines Fehlverhaltens einer Person, das in ihrem Verhalten begründet liegt.

Was heißt Verteidigung des Beschuldigten?

Die Verteidigung des Beschuldigten begründet die Einwände und Argumente zur Rechtfertigung oder Entkräftung des Tatvorwurfs.

Was bedeutet Aussterben der administrativen Verantwortung?

Das Aussterben administrativer Verantwortung bezeichnet Umstände, die die administrative Verantwortlichkeit erlöschen lassen.

Ursachen des Aussterbens administrativer Verantwortung

  • Tod des Beamten
  • Austritt aus dem Dienst, außer wenn zum Zeitpunkt der Beendigung eine administrative Untersuchung läuft
  • Vollstreckung der verhängten Strafe
  • Verjährung von Disziplinarmaßnahmen

Verjährung administrativer Verantwortung

Die administrative Verantwortung verjährt in der Regel nach Ablauf einer bestimmten Frist (z. B. vier Jahre) ab dem Tag der Handlung oder Unterlassung, die Anlass zur Verantwortung gab.

Unterbrechung der Disziplinarverantwortung

Die Verjährungsfrist kann unterbrochen werden, etwa wenn ein Beamter erneut eine Verwaltungsübertretung begeht oder wenn Ermittlungen oder Voruntersuchungen eingeleitet werden.

Wer ist Staatsanwalt in der Untersuchung?

Der Staatsanwalt in der Verwaltungszusammenfassung ist der vom Leiter des Dienstes bezeichnete Beamte, der die Untersuchung leiten soll.

Aufgaben des Staatsanwalts in der Zusammenfassung

Der Staatsanwalt hat u. a. die Ernennung eines Schreibers, die Unterstützung bei der Aktenführung, den Schutz des rechtlichen Gehörs, die Beweissammlung zur Feststellung der administrativen Verantwortlichkeit, die Festlegung der Verantwortlichen und die Empfehlung von Sanktionen.

Anforderungen an den Staatsanwalt

Der Staatsanwalt soll gleich oder höher in Rang und Unparteilichkeit sein als der oder die Beschuldigten und die erforderliche Autorität haben, um eine ordnungsgemäße Untersuchung durchzuführen.

Definition von Verantwortung

Verantwortung ist die Folge, die das Gesetz einer Person auferlegt, wenn ein bestimmtes Ereignis oder eine Handlung eintritt.

Schuldbegriffe (weit und eng)

Schuld im weiteren Sinne: Vorsatz und Fahrlässigkeit.

Schuld im engeren Sinne: Fahrlässigkeit.

Arten der Haftung

- Zivilrechtliche Haftung

- Strafrechtliche Haftung

- Administrative Haftung

Wann besteht Haftung?

Haftung besteht, wenn der Beamte den Schaden verursacht hat und verpflichtet ist, den patrimonialen Schaden zu ersetzen.

Strafrechtliche Verantwortlichkeit

Strafrechtliche Verantwortlichkeit liegt vor, wenn der Beamte vorsätzlich oder fahrlässig die öffentliche Ordnung verletzt und eine Sanktion rechtfertigt.

Administrative Verantwortung

Administrative Verantwortlichkeit liegt vor, wenn der Beamte Dienstpflichten verletzt und daraus administrative Folgen entstehen.

Unabhängigkeit der Zuständigkeiten

Eine Handlung kann zivilrechtliche, strafrechtliche und verwaltungsrechtliche Verantwortlichkeit nach sich ziehen. Die Verfahren und Zuständigkeiten unterscheiden sich jedoch.

Wirkung strafrechtlicher Verurteilung auf andere Verfahren

Eine strafrechtliche Verurteilung kann auch Auswirkungen auf zivil- und verwaltungsrechtliche Verfahren haben. Umgekehrt kann ein Freispruch im Strafverfahren die administrative Beurteilung beeinflussen, jedoch sind die Verfahren unabhängig zu führen.

Ausgleich und strafrechtliche Verantwortlichkeit

Die freiwillige Wiedergutmachung des Schadens kann als mildernder Umstand in strafrechtlichen Verfahren berücksichtigt werden. Vereinbarungen über Entschädigung sollten vor einem Gericht überwacht und ratifiziert werden, damit sie wirksam sind.

Voraussetzungen zivilrechtlicher Haftung eines Beamten

Es müssen erfüllt sein: 1) ein Schaden an Personen oder Vermögen; 2) verursacht durch den Beamten; 3) das Institut wird verklagt; 4) es liegt eine Verurteilung vor, die die Verantwortung des Beamten belegt.

Möglichkeiten der Schadensregulierung

  1. Einverständnis des Mitarbeiters zur Schadensregulierung mit der Einrichtung.
  2. Das Institut klagt die Schäden vor dem zuständigen Gericht ein.
  3. Prüfung durch das Rechnungsprüfungsverfahren (Trial Account).

Was ist die Rechnungsprüfung?

Die Prüfung der Konten der Beamten betrifft die Verwaltung, Sammlung oder Anlage von Einnahmen, Fonds oder öffentlichen Mitteln und unterliegt der Kontrolle des Comptroller (Rechnungshof).

Was ist ein Einwand bei der Kontenprüfung?

Ein Einwand ist die Nichtgenehmigung einer Rechnung durch den Comptroller, weil eine Anforderung oder Vorschrift bei Einnahmen, Ausgaben oder der Fondsführung fehlt.

Bedeutung des Einwands in der Kontenprüfung

Ein Einwand ist ein Präzedenzfall für die weiteren Testaccounts und wichtig für die Untersuchung finanzieller Unregelmäßigkeiten.

Beitrag zur Kontenprüfung

Der Beitrag besteht in der Untersuchung und Überprüfung der Konten von Beamten, die öffentliche Mittel verwaltet, bereitgestellt oder investiert haben.

Wer autorisiert den Comptroller?

Die Verfassung verleiht dem Comptroller die Befugnis, Konten zu prüfen und zu beurteilen.

Rechtliche Instanzen in Kontenverfahren

Die Prüfung der Konten hat eine erste und zweite gerichtliche Instanz; in vielen Fällen ist der Comptroller General in diese Verfahren eingebunden.

Verfahren bei ausländischen Konten

Konten, die im Ausland geführt werden, sind über die zuständigen Stellen zu melden; der zuständige Leiter muss entsprechende Bescheinigungen einreichen.

Welche Konten sind betroffen?

Alle Konten, die bei der Verwaltung öffentlicher Mittel beteiligt sind, gehören zur Prüfung.

Kausale Implikation und Herausforderung

Hierbei geht es um Ursachen für vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, die vom Prüfgericht berücksichtigt werden können.

Einwand im Kontenverfahren

Ein Einwand ist eine Beanstandung im Verlauf des Rechnungslegungsverfahrens.

Signal des Tatrichters bei Kontenprüfung

Das Gericht der ersten Instanz in Kontenverfahren ist häufig der Comptroller General, der die Untersuchung leitet.

Rechtsmittel gegen Kontenentscheidungen

Gegen Entscheidungen in Kontenverfahren können Beschwerden eingelegt und vor einem Berufungsgericht beurteilt werden.

Berufung in Kontenverfahren

Die Berufung ist ein Rechtsmittel, das innerhalb von Fristen (z. B. 15 Tage nach Zustellung) beim Berufungsgericht eingelegt werden kann. Das Berufungsgericht entscheidet in einer gesetzlich bestimmten Frist (z. B. 30 Tage) nach Anhörung der Parteien.

Weitere Aspekte der Berufung

Die Berufung kann formale und materielle Fehler oder neue Tatsachen zum Gegenstand haben, die im erstinstanzlichen Entscheid nicht ausreichend berücksichtigt wurden.

Durchsetzung der Zahlungsansprüche

Der Vollzug von Zahlungsverpflichtungen erfolgt durch Überwachung und gegebenenfalls Zwangsmaßnahmen, über die der Comptroller verfügen kann.

Klassifizierung dienstbezogener Straftaten

Straftaten in Verbindung mit dem Dienst können klassifiziert werden als: a) Straftaten außerhalb des Amtes ohne Bezug zum Dienst, b) Straftaten außerhalb des Amtes, aber im Zusammenhang mit dem Amtscharakter, c) Straftaten, bei denen das Opfer die Dienststelle ist, d) Straftaten, die nur von Amtsträgern begangen werden können.

Ministerielle Straftaten

Ministerielle Straftaten sind solche, die nur von Amtsträgern in Ausübung ihres Amtes begangen werden können.

Begriffsunterschiede in Straf- und Verwaltungsrecht

Die Definition des Amtsträgers ist im strafrechtlichen Kontext meist weiter als im Verwaltungsrecht. Artikel 260 des Strafgesetzbuchs definiert den Begriff für strafrechtliche Zwecke umfassend.

Es besteht Diskussion, ob Arbeitnehmer staatlicher Unternehmen, die nach privatem Recht organisiert sind, als Amtsträger zu qualifizieren sind. Die Lehre unterscheidet nach gesetzlicher Verankerung und dem Status, den die jeweiligen Gesetze vorsehen.

Mitteilbarkeit bei ministeriellen Straftaten

Mitteilbarkeit bedeutet, dass Dritte (Co-Autorinnen, Komplizen, Gehilfen) für dasselbe Delikt verantwortlich gemacht werden können, sofern sie nicht selbst Amtsträger sind.

Korruptions- und Bestechungsdelikte

Bestechung und Korruption betreffen die Annahme oder das Versprechen von Vorteilen durch Richter oder Amtsträger in Ausübung ihrer Aufgaben oder die aktive Bestechung durch Dritte.

  • Passive Bestechung: Die Annahme oder Forderung eines Vorteils durch den Amtsträger.
  • Aktive Bestechung: Das Angebot, die Zusage oder Übergabe eines Vorteils an den Amtsträger, um eine bestimmte Handlung zu bewirken.
  • Unangebrachte Bestechung: Wenn die Gabe den Prozess der öffentlichen Verwaltung erheblich stört; geringwertige Geschenke sind meist nicht ausreichend, um den Straftatbestand zu erfüllen.

Unterschlagung und Missbrauch

Unterschlagung hat zwei Bedeutungen: 1) Verwendung öffentlicher Mittel für einen anderen als den vorgesehenen Zweck; 2) die Unterschlagung durch Amtsträger, die öffentliche Gelder für sich oder Dritte appropriiert.

Formen der Veruntreuung

Die Formen der Unterschlagung umfassen vorsätzlichen Diebstahl, schuldhafte Entnahme, Ablenkung, falsche Verwendung und Verweigerung der Zahlung gemäß den einschlägigen Artikeln des Strafgesetzbuchs.

Unterschlagung vs. Betrug am Fiskus

Der Unterschied besteht darin, dass beim Betrug am Fiskus öffentliche Mittel durch Täuschung einem unberechtigten Dritten zugeführt werden, während die Veruntreuung die Aneignung oder Entnahme durch den Beamten selbst betrifft.

Definition Betrug am Fiskus

Betrug am Fiskus liegt vor, wenn ein öffentlicher Angestellter in Ausübung seines Amtes den Staat, Gemeinden oder öffentliche Einrichtungen täuscht und dadurch Verluste oder entgangene Zuwendungen verursacht (vgl. Art. 239 StGB).

Unvereinbare Verhandlungen

Unvereinbare Verhandlungen bedeuten, dass ein Amtsträger direkt oder indirekt an einem Vertrag oder Geschäft beteiligt ist, das durch sein Amt beeinflusst werden kann (vgl. Art. 240 StGB). Die Interessenkonflikte sind zu vermeiden.

Hausfriedensbruch und Amtsmissbrauch

Als Amtsmissbrauch (Verletzung amtlicher Pflichten) werden Handlungen bezeichnet, die das ordnungsgemäße Funktionieren der Verwaltung untergraben. Es gibt verschiedene Konstellationen je nach Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.

Zusatzstrafen

Neben der Hauptstrafe kann eine weitere Sanktion wie eine (temporäre oder dauerhafte) Disqualifikation angewandt werden. Der Richter hat die Möglichkeit, eine entsprechende Nebenstrafe zu verhängen.

Auswirkung der Strafaussetzung

Es besteht Kontroverse darüber, ob die Aussetzung der Vollstreckung einer Strafe auch die disziplinarische Wirkung der Strafe außer Kraft setzt. Der Comptroller hat hierzu Auffassungen entwickelt (siehe z. B. Stellungnahme Nr. 5226/2006). Allgemein gilt: Die Aussetzung einer Freiheitsstrafe hat nicht automatisch die Aussetzung disziplinarischer Wirkungen gegenüber dem öffentlichen Amt zur Folge; dies ist gesondert zu prüfen.

Eintreibung illegaler Vorteile

Art. 241 StGB behandelt Fälle, in denen ein Amtsträger direkt oder indirekt über sein Amt unrechtmäßige Vorteile für sich oder Dritte verlangt oder verlangt hat. Solche Handlungen sind strafbar, auch wenn sie zum Schein legal erscheinen.

Zwei Verhaltensweisen bei kriminalisierten Verwaltungsakten

Die Begehung einer Straftat kann Anlass für eine administrative Entfernung sein. Da straf- und verwaltungsrechtliche Verfahren unabhängig sind, kann es vorkommen, dass in einem Verfahren eine Verurteilung erfolgt, im anderen Verfahren jedoch eine andere Entscheidung getroffen wird. Wenn ein Beamter in beiden Verfahren verurteilt oder freigesprochen wird, hat dies entsprechend Konsequenzen für seine dienstliche Stellung.

Wird ein Beamter im Strafverfahren verurteilt, aber im Verwaltungsverfahren freigesprochen, kann die Verwaltungsbehörde dennoch Maßnahmen ergreifen, sofern die Gründe für die Entfernung dienstlich tragend sind.

Auswirkungen von Ersatzfreiheitsstrafen und Alternativmaßnahmen

Das Gesetz sieht in bestimmten Fällen alternative Sanktionen wie Bewährung vor. Die Frage, wie sich dies auf disziplinarische Maßnahmen auswirkt, hängt von der konkreten gesetzlichen Regelung und der gerichtlichen Anordnung ab.

Grundsatz der Verhältnismäßigkeit

Disziplinarmaßnahmen müssen verhältnismäßig, vernünftig und in einem angemessenen Verhältnis zu der begangenen Pflichtverletzung stehen. Die Sanktion darf nicht offensichtlich willkürlich oder unangemessen sein.

Fehler-Prinzip (Zurechenbarkeit)

Zur Verhängung administrativer Sanktionen ist erforderlich, dass ein Beamter ernannt wurde und ein Vorwurf wegen eines konkreten Verhaltens besteht, das mit der Handlung verbunden ist.

Wer leitet die Zusammenfassung und Anforderungen

Die Anordnung der Zusammenfassung erfolgt durch eine individuelle Dienstanweisung, die die Aufklärung des Sachverhalts anordnet. Der beauftragte Beamte (Staatsanwalt der Zusammenfassung) muss über ausreichende Autorität und Unparteilichkeit verfügen und mindestens gleichwertig oder höher im Dienststatus sein als der Beschuldigte.

Verwandte Einträge: