Ökosysteme, Umweltprobleme und Stadtgeographie
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Tropischer Regenwald
Der tropische Regenwald zeichnet sich durch ein äquatoriales Klima aus. Die Temperaturen liegen das ganze Jahr über bei etwa 25 °C, und es fallen jährlich rund 3000 mm Regen. Es herrscht eine ganzjährige Vegetationsperiode. Er liegt in Gebieten mit äquatorialem Klima. Die natürliche Vegetation besteht aus sehr hohen Bäumen, die um das Sonnenlicht konkurrieren. Die Pflanzen sind immergrün und besitzen sogenannte Drip-Tips (Träufelspitzen), damit das Regenwasser abfließen kann. Flüsse führen mehrere Monate im Jahr Hochwasser; die Böden und die Vegetation sind an diese Überschwemmungen angepasst. Menschliche Aktivitäten beeinträchtigen den Regenwald, was dazu führt, dass das Land unfruchtbar wird. Dies zwingt die Menschen zur Abwanderung und zu neuen Rodungen (Wanderfeldbau). Große Gebiete wurden bereits durch Entwaldung zerstört.
Savannen-Grasland
Die Savanne hat ein tropisches Kontinentalklima. Es herrscht ein sehr warmes Klima mit einer ausgeprägten Regenzeit, wobei die Niederschläge oft unzuverlässig sind, gefolgt von einer längeren Trockenperiode. Die Pflanzen müssen sich an die lokale Umgebung anpassen. Die Savanne bildet einen Übergang zwischen dem tropischen Regenwald und der heißen Wüste. Vereinzelte Bäume bilden die natürliche Vegetation. Überweidung in diesem Bereich führt zur Abholzung von Bäumen.
Nadelwald (Taiga)
Bezogen auf die Taiga ist dies die natürliche Vegetation an Orten mit kaltem Klima. Es herrscht ein raues Klima mit kühlen Sommern und sehr kalten Wintern. Die Niederschläge sind gering und fallen im Sommer als Regen und im Winter als Schnee. Er befindet sich auf der nördlichen Hemisphäre. Die Bäume müssen sich an die örtlichen Gegebenheiten anpassen. Es gibt Pflanzen wie Kiefern, Tannen und Fichten, die bis zu 30 m hoch wachsen können. Menschen nutzen das Holz der Bäume, wobei die Bestände auf nachhaltiger Basis bewirtschaftet werden.
Umweltprobleme und ökologische Prozesse
Saurer Regen
Saurer Regen ist Niederschlag mit einem höher als normalen Säuregehalt, der durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe verursacht wird.
Entwaldung
Entwaldung ist das Fällen und Roden von Waldflächen, verursacht durch Regierungspolitik, transnationale Unternehmen und die lokale Bevölkerung.
Bodenerosion und Desertifikation
Bodenerosion ist ein Prozess, bei dem Boden durch Wind oder fließendes Wasser abgetragen wird. Desertifikation verwandelt Land durch eine Kombination aus Klimawandel und menschlichen Aktivitäten in Wüste.
Stadtgeographie und Siedlungsentwicklung
Standortfaktoren (Site)
Der Standort ist der eigentliche Ort, an dem Menschen beschlossen, ihre Siedlungen zu errichten. Wichtige Faktoren für eine Ansiedlung sind:
- Versorgung mit Trinkwasser
- Schutz vor sumpfigen Gebieten
- Verteidigungsfähigkeit
- Nähe zu Baumaterialien
- Nahrungsmittelversorgung
- Zugang zu anderen Orten
- Schutz vor schlechtem Wetter
- Nähe zu Brennstoffen
CBD (Central Business District)
Das Stadtzentrum (CBD) ist der Mittelpunkt der Stadt mit drei Hauptnutzungsarten: Läden und Büros, Industrie sowie Wohnraum. Es ist der am leichtesten erreichbare Ort, da hier die Hauptstraßen zusammentreffen. Zudem weist es den höchsten Grundstückswert auf, da der Raum begrenzt und der Wettbewerb um Flächen sehr groß ist. Probleme im CBD umfassen:
- Kriminalität und Graffiti
- Obdachlosigkeit
- Hohe Grundstückspreise und teurer Wohnraum
- Verkehr, Lärm und Luftverschmutzung
- Probleme bei der Müllabfuhr
Staus und Luftverschmutzung nehmen zu, während die Zahl der Käufer aufgrund des zunehmenden Online-Shoppings sinkt. Es bedarf mehr Schutzmaßnahmen und Freizeitangeboten.
Stadtentwicklung und Begriffe
- Zersiedelung der Landschaft: Das ungeplante, unkontrollierte Wachstum städtischer Gebiete.
- Ländlicher Stadtrand (Rural-Urban Fringe): Der Bereich zwischen Stadt und Landschaft. Hier gibt es Probleme wie Kriminalität, teuren Wohnraum, Pendlerkosten, Lärm, Luftverschmutzung und den Verlust von Grünflächen. Es herrscht Wettbewerb um die Flächennutzung, da das Land billiger ist, weniger Verkehr herrscht und ein leichterer Zugang sowie eine angenehme Umgebung locken.
- Counter-Urbanisierung: Die Abwanderung von Bevölkerung und Beschäftigung aus Großstädten in kleinere Siedlungen.
- Eingemeindeter Ort (Conurbation): Kleine Siedlungen, die an Größe gewinnen und zu städtischen Gebieten werden.
- Pendler (Commuter): Eine Person, die eine gewisse Distanz von ihrem Wohnort zu ihrem Arbeitsplatz reist.
Verkehrsprobleme und Lösungsansätze
Das Verkehrsaufkommen nimmt zu aufgrund steigender Pkw-Zahlen, Reduzierung des öffentlichen Verkehrs, Erhöhung des Warenvolumens und mehr Pendlern. Die Auswirkungen des Verkehrs sind:
- Wirtschaftlich: Zeitverlust, Kosten für Benzin und Straßen, Wertverlust von Eigentum, Staus.
- Ökologisch: Luftverschmutzung, Lärm, visuelle Belastung, Landverbrauch.
- Sozial: Unfallgefahr, gesundheitliche Probleme, Sachschäden.
Wir können den Verkehr verringern, indem wir den öffentlichen Nahverkehr nutzen, zu Fuß gehen, das Fahrrad benutzen oder Fahrgemeinschaften bilden.
Informelle Siedlungen (Shanty Settlements)
Diese zeichnen sich durch schlechte Wohnqualität mit einem Mangel an Strom- und Wasserversorgung aus.