Optimale Starttechniken im Schwimmen: Kraul, Schmetterling, Brust
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Startarten und Techniken vom Startblock
Beim Start vom Block gibt es zwei Haupttechniken:
- Konventioneller Start (Grab Start): Dies ist die älteste und weniger effiziente Methode. Die Arme umfassen den Startblock nicht.
- Start mit Greifhaltung (Track Start/Relay Start): Diese Technik wurde 1967 für Wettkämpfe eingeführt. Sie ermöglicht einen explosiveren Abstoß.
Phasen des Startvorgangs
1. Bereitstellung (Ready Position)
Der Körper ist nach vorne gebeugt am Ende des Startblocks. Die Hände oder Füße können sich unter der Außenseite befinden. Die Knie sind leicht gebeugt. Versuchen Sie, den Schwerpunkt leicht nach vorne zu verlagern. Sie können auch einen Fuß unter den anderen stellen (Track Start). Die Füße stehen leicht auseinander, die Zehen sind gebeugt und am Ende des Startblocks befestigt.
2. Abstoß und Ungleichgewicht
Wenn das Startsignal ertönt, beugt der Schwimmer die Arme. Der Kopf wird zu den Knien geneigt, wodurch der Schwerpunkt kurzzeitig weiter nach hinten verlagert wird. Obwohl der Körper nach vorne unausgewogen ist, erfolgt eine kleine Streckung in den Knien, um die Bewegung einzuleiten.
3. Abflug und Beschleunigung
Zuerst ziehen die Hände den Startblock, bis die Knie eine Beugung von etwa 80° erreichen. Für eine optimale Ausführung ist eine gute Flexibilität der Knöchel sehr wichtig. Die Arme werden vor dem Kopf gestreckt, die Handflächen zusammengeführt. Es folgt eine sehr explosive Streckung der Knie und Hüften, dann die Streckung der Fußgelenke und schließlich die Streckung der Zehen.
4. Flugphase
Kurz nach Verlassen der Plattform bewegt sich der Schwimmer durch die Luft. Die Arme sind senkrecht zur Wasseroberfläche ausgerichtet. Am höchsten Punkt steigen die Beine etwas höher als der Rücken.
5. Eintauchphase (Entry Phase)
Es sollte versucht werden, dass der gesamte Körper durch dasselbe Loch eintaucht, beginnend mit den Händen. Der Körper tritt gestreckt und in einer vollständig hydrodynamischen Position ins Wasser ein. Der Kopf befindet sich zwischen den Armen, die Beine und Gelenke sind vollständig gestreckt.
6. Gleitphase und Übergang
Unmittelbar nach dem Eintauchen von Armen, Kopf und Rumpf erfolgt eine Verlängerung der Arme über den Kopf in horizontaler Richtung. Kurz nach der Armstreckung, wenn die Füße beginnen, ins Wasser einzutauchen, beginnt der Delfin-Kick (Schmetterling/Kraul) oder der Brust-Beinschlag, um die Geschwindigkeit aus dem Start zu nutzen.
Gleitphase und Übergang zur Wasseroberfläche
Der Übergang zur Oberfläche beginnt erst, wenn der Schwimmer mit dem eigentlichen Schwimmen beginnt. Dieser Übergang ist entscheidend, um das Tempo, das beim Start gewonnen wurde, nicht zu verlieren.
Spezifische Starttechniken
Brustschwimmen Start
Gemäß den FINA-Regeln darf der Brustschwimmer nach dem Start und dem ersten Eintauchen unter Wasser einen vollen Armzug und einen vollen Beinschlag ausführen. Nach dem ersten Eintauchen muss die Dynamik beibehalten werden. Sobald der Schwimmer beginnt, Geschwindigkeit zu verlieren, beginnt die Armtraktion. Der Schwimmer nimmt sofort wieder die hydrodynamische Position mit den Armen am Körper ein. Nachdem die Arme angewinkelt wurden, werden sie vor dem Körper platziert, um die hydrodynamische Position zu optimieren. Es folgt die Streckung der Arme und der gebeugte Knie-Beinschlag.
Kraulschwimmen Start
Die Antriebsphase beginnt, wenn die Geschwindigkeit niedriger ist als die Schwimmgeschwindigkeit. An diesem Punkt beginnt die Arbeit der Beine (Delfin-Kick). Wenn der Schwimmer sehr dicht unter der Oberfläche ist, erfolgt der erste Zug mit einem Arm, während der andere Arm noch in der hydrodynamischen Streckposition verweilt. Wenn der Zugarm die Körperoberfläche erreicht, beginnt die Erholung des Arms. Die ersten Züge sollten ohne Atmung ausgeführt werden.
Schmetterlingsschwimmen Start
Nach dem Eintauchen bleibt die Gleitposition erhalten. Während der Gleitphase werden zwei Delfin-Kicks ausgeführt. Danach beginnt der erste Armzug unter Wasser. Der Kopf darf erst nach der ersten Phase des Armzugs zur Luft (zum Atmen) aus dem Wasser kommen.