Die Organisation des Friedens nach dem Ersten Weltkrieg
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Organisation des Friedens
Präsident Wilson präsentierte eine 14-Punkte-Struktur, um einen dauerhaften Frieden zu gewährleisten und die Probleme Europas zu lösen. Dazu gehörte die Verteidigung des Rechts auf Selbstbestimmung, was das Verschwinden der supranationalen europäischen Imperien zur Folge hatte. Es wurde angenommen, dass Verträge offen und transparent für alle sein sollten. Als Krönung sah dies die Gründung des Völkerbundes (Vorläufer der UNO) vor, eine Versammlung, in der souveräne Staaten repräsentativ für den Frieden vertreten sein sollten. Allerdings konnten diese Grundsätze nicht umgesetzt werden, da die US-Politik ihren Präsidenten nicht unterstützte; der Kongress wurde von Republikanern dominiert.
So wurde der Frieden von Frankreich und England vereinbart. England wollte das europäische Gleichgewicht wiederherstellen, während Frankreich unbedingt Deutschland demütigen wollte. Im Jahr 1919 wurden verschiedene Verträge unterzeichnet, die das Schicksal der Besiegten betrafen:
- Der Vertrag von Saint-Germain entschied das Schicksal Österreichs.
- Der Vertrag von Trianon entschied das Schicksal Ungarns.
Die erste Folge dieser Verträge war, dass die großen Reiche verschwanden und neue Länder entstanden, die offensichtlich mit nationalen Empfindungen reagierten. Dies führte zur Gründung des Tschechoslowakischen Staates. Was die europäischen Hoheitsgebiete betrifft, die Russland im Vertrag von Brest-Litowsk abgetreten hatte, behielten diese ihre Unabhängigkeit, und es entstanden Staaten wie Polen und Finnland sowie Georgien.
Die Türkei verlor ihrerseits ihr Reich und wurde auf die Grenzen der anatolischen Halbinsel und einige Inseln der Ägäis reduziert. Das arabische Reich der Türken wurde von den Briten übernommen.
Der Friedensvertrag von Versailles
Das Herzstück war der Friedensvertrag von Versailles, der Deutschland Auflagen auferlegte. Das gravierendste war, dass diese Nation moralisch verurteilt und für den Krieg verantwortlich gemacht wurde. Deutschland musste hohe Summen für Reparationen aufbringen. Als Kompensation musste Frankreich das Minas des Sacre (vermutlich Saarland oder Kohle) erhalten. Deutschland musste auch seine Schwerindustrie und Schiffe abgeben. Eine künftige Verbindung zwischen Deutschland und Österreich sowie deren Aufnahme in den Völkerbund wurde verboten.
Dieser Friede war der Keim des Zweiten Weltkriegs, da er bei den Deutschen den Wunsch nach Rache weckte. In diesem Sinne würde die schreckliche Wirtschaftskrise ausreichen, damit eine Partei wie die Nazis das Vertrauen in die deutsche Nation gewinnen und die Wahlen gewinnen konnte, was das Ende der demokratischen Republik bedeutete.