Organisationsstrukturen und Unternehmertum

Classified in Ausbildung und Beschäftigung Beratung

Written at on Deutsch with a size of 3,79 KB.

Organisationsstrukturen

Arten von Organisationsstrukturen

  • Hierarchisches Modell: Basiert darauf, dass jede Person einem direkten Vorgesetzten unterstellt ist.
    • Vorteile: Einfachheit, leichte Verständlichkeit und schnelle Entscheidungsfindung.
    • Nachteile: Übermäßige Konzentration von Autorität und mangelnde Motivation der Untergebenen.
  • Funktionsmodell: Gekennzeichnet durch die Existenz von Spezialisten, die sich einer bestimmten Aufgabe widmen. Untergebene können mehrere Vorgesetzte haben.
    • Vorteile: Spezialisierung, direkte Kommunikation ohne Vermittler.
    • Nachteile: Mitarbeiter können widersprüchliche Anweisungen von verschiedenen Vorgesetzten erhalten.
  • Linien-Stab-Modell: Versucht, die Nachteile der vorherigen Modelle zu beheben. Es hat eine zentrale hierarchische Struktur mit unterstützenden Stabsstellen, die jedoch keine Weisungsbefugnis haben.
    • Vorteile: Ermöglicht die Einbindung von Spezialisten zur Beratung.
    • Nachteile: Langsame Entscheidungsfindung durch Einbezug der Stabsstellen.
  • Ausschussmodell: Mehrere Personen teilen sich Autorität, Verantwortung und Entscheidungen.
    • Vorteile: Entscheidungen werden aus verschiedenen Blickwinkeln getroffen.
    • Nachteile: Entscheidungen können durch persönliche Beziehungen beeinflusst werden, und es können Konflikte durch die geteilte Autorität entstehen.
  • Matrixmodell: Geeignet für Industrieunternehmen, verbindet funktionale und projektbezogene Organisation. Mitarbeiter erhalten Anweisungen von Projekt- und Abteilungsleitern, wobei der Projektleiter in der Regel mehr Befugnisse hat. Die Matrixstruktur ist oft zeitlich begrenzt.
    • Vorteile: Flexible Organisationsform.
    • Nachteile: Erfordert hohe Koordination zwischen den Beteiligten.

Der Unternehmer

Historische Entwicklung des Unternehmers

  • 18. Jahrhundert: Kapitalistischer Unternehmer als Eigentümer der Produktionsmittel. In der industriellen Revolution ist der Unternehmer eine Einzelperson, die Kapital besitzt und das Risiko trägt.
  • 19. Jahrhundert: Unternehmer als Organisator. Der Unternehmerbegriff wandelt sich durch die Anpassung der Geschäftsprozesse an den sozialen Wandel. Trennung von Eigentum (Aktionäre) und Management (Unternehmer). Marshall sieht den Unternehmer als professionelle Führungskraft.
  • 20. Jahrhundert: Unternehmer als Risikoträger. Nach Knight ist der Unternehmer die Person, die das Risiko trägt und mit einem Gewinn belohnt werden sollte.
  • 20. Jahrhundert: Innovativer Unternehmer. Für Schumpeter ist nicht das Risiko, sondern Innovation und technischer Fortschritt der Faktor, der den unternehmerischen Gewinn ausmacht.
  • 20. Jahrhundert: Technokratischer Unternehmer. Nach Galbraith verlagert sich die wirtschaftliche Macht von Einzelpersonen auf Organisationen, die er als Technostruktur bezeichnet. Die Aktionäre sind nur noch Kapitalgeber.
  • 20./21. Jahrhundert: Unternehmer als Führungskraft. Der moderne Unternehmer muss innovativ sein, Führungsqualitäten besitzen und strategisch denken können. Innovation bezieht sich sowohl auf technische Aspekte als auch auf das Management.

Unternehmer vs. Manager

Der Unternehmer ist ein Fachmann, der verwaltet und leitet, auch wenn er kein Kapitaleigner ist. Der Kapitaleigner ist jemand, der Vermögenswerte in das Unternehmen eingebracht hat und dieses auch leitet. Die Ausbildung konzentriert sich mehr auf die Erfahrung durch langjährige Arbeit als auf die formale Bildung.

Entradas relacionadas: