Ozeane, Küsten, Flüsse und Biome: Polarregionen bis Regenwald

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Die Polarregionen

Die Polarregionen bestehen aus dem Arktischen Ozean und dem Kontinent Antarktika. Es sind zwei völlig verschiedene Bereiche; die Ozeane weisen eine Reihe besonderer Eigenschaften auf.

Der Atlantische Ozean

Der Atlantische Ozean ist der zweitgrößte Ozean der Welt. Er erstreckt sich zwischen dem Südlichen Ozean und der Arktis in einem großen S‑förmigen Band von etwa 11.500 km.

Das Kantabrische Meer

Das Kantabrische Meer ist ein Übergangsmeer zwischen tropischen, gemäßigten und kalten Nordgewässern. In ihm leben arktische und kalte Meeresarten, sowohl Tiere als auch Wasserpflanzen. An seiner Küste dominieren Felsen und steile Klippen.

Die galicische Atlantikküste

Die galicische Atlantikküste hat ein sehr abwechslungsreiches Profil mit vielen Buchten, Vorgebirgen und Klippen. Es gibt auch Sandstrände; eine der markantesten Besonderheiten sind die Rías. Die Küsten und Flussmündungen der Region sind reich an marinem Leben.

Die andalusische Atlantikküste

Die andalusische Atlantikküste: Die Küste von Huelva besteht aus atlantischen Sandstränden, Dünen und Sümpfen, die bedeutende natürliche Werte wie charakteristische Küstenvegetation aufweisen. Die Atlantikküste von Cádiz besteht aus Felsen, herrlichen Stränden und Sümpfen; sie ist wichtig für die Biodiversität und für Walbeobachtungen.

Das Mittelmeer

Das Mittelmeer beherbergt zahlreiche weltweit einzigartige Arten: Es enthält etwa 18 % des marinen Lebens der Welt und 7,5 % der weltweiten Meerestiere. Zwischen 20 und 60 m Tiefe entwickelt sich eines der schönsten Ökosysteme des Mittelmeers: Korallen (darunter Weichkorallen und Gorgonien) und Schwämme; kalkhaltige Rotalgen und Grünalgen bilden zusammen mit zahlreichen Tieren wie Seeigeln oder Seesternen komplexe Lebensgemeinschaften.

Der Küstenstreifen des Mittelmeers

Der Küstenstreifen des Mittelmeers ist ein Mosaik von Ökosystemen und Vegetationstypen. Die Küsten enthalten viele endemische Arten, steile Klippen, vom Wind geformte Landschaften und korallige Meeresböden. Küstenriffe sowie Formationen aus Sand und weichem Grund beherbergen Ökosysteme wie Seegraswiesen, Strände, Dünen und Feuchtgebiete.

Flüsse, Auen und Feuchtgebiete

Flüsse und ihre Abschnitte

Der Fluss ist stets in Bewegung und lässt sich grob in drei Abschnitte einteilen:

  • Oberlauf: Das Wasser ist sauber und sauerstoffreich, die Temperatur ist niedrig. Die Strömung ist schnell und transportiert Sedimentpartikel. Pflanzen können meist nicht im Flussbett wurzeln, daher ist die Vegetation spärlich.
  • Mittellauf: Die Neigung ist geringer, der Kanal wird breiter und langsamer. Schluff und Sand lagern sich ab und bilden ein Bett, das das Anwachsen von Pflanzen ermöglicht; dadurch wird das Ökosystem artenreicher.
  • Unterlauf: Die Fließgeschwindigkeit ist geringer, der Fluss ist sehr breit, das Wasser ist wärmer, enthält weniger Sauerstoff und ist oft trüb.

Auenwald (Galeriewald)

Auenwälder oder Galeriewälder entwickeln sich in Tiefländern entlang von Flussläufen. Sie sind fruchtbar, weil der Fluss bei Hochwasser Schluff und andere Sedimente ablagert.

Feuchtgebiete

Feuchtgebiete sind flache Bereiche, die dauerhaft oder vorübergehend mit Wasser bedeckt sind. Sie sind Übergangssysteme zwischen terrestrischer und aquatischer Umwelt. Die starken Licht- und Wasserschwankungen fördern die Photosynthese und Aufwuchs. Feuchtgebiete können kontinental sein (Seen, Teiche, Stauseen, Sümpfe) oder küstennah (Flussmündungen, Deltas, Sümpfe und Mangroven).

Flussmündungen

Flussmündungen und Feuchtgebiete entstehen durch die Anhäufung von vom Fluss transportierten Materialien. Flussmündungen sind wichtige Rast- und Laichplätze für wandernde Fischarten.

Die Sümpfe und Mangroven

Die Sümpfe sind weite Tieflandflächen, die regelmäßig durch Süß- oder Meerwasser überflutet werden; die Zuflüsse stammen oft aus Flüssen oder Niederschlag. Mangrovensümpfe sind typisch für tropische Regionen und entstehen in Flussmündungsbereichen, in denen Salzwasser, Schlamm und Sedimente zusammentreffen und ein typisches Feuchtgebiet formen.

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Terrestrische Biome und Wälder

Tundra

Tundra: Dieses Biom ist das nördlichste und grenzt an den Arktischen Ozean in Regionen wie Sibirien, Alaska und Kanada. Der Boden ist im Winter gefroren (Permafrost). Während der kurzen Sommerzeiten schmilzt die Oberfläche und bildet einen grünen Teppich aus Moosen, Flechten und niedrigen Pflanzen.

Taiga (Borealer Nadelwald)

Taiga: Die Taiga besteht aus ausgedehnten Nadelwäldern, die große Teile Nordeuropas, Nordasiens und Nordamerikas bedecken. Dieses Gebiet ist durch lange, kalte Winter und kurze Sommer gekennzeichnet; Fichten, Tannen und Kiefern überwiegen.

Wiesen (Steppen und Prärien)

Wiesen: Steppen und Prärien sind von Grasland geprägt. Sie erhalten mehr Niederschlag als Wüsten, aber nicht genug, um großflächige Baumvegetation zu ermöglichen.

Savanne

Die Savanne ist ganzjährig warm und zeichnet sich durch lange Trockenzeiten aus. Es gibt verschiedene Typen: grasbewachsene Savanne, Busch‑Savanne oder baumbestandene Savanne. Typisch sind große Herden von Pflanzenfressern und ihre Raubtiere.

Wüste

Die Wüste ist durch extreme Trockenheit und sehr spärliche Vegetation geprägt. Es gibt heiße Wüsten mit hohen Temperaturen, z. B. die Sahara oder die Atacama, und kalte Wüsten wie die Gobi in der Mongolei, die mehrmonatige sehr kalte Winter haben.

Lorbeerwälder

Der Lorbeerwald (Laurisilva) ist ein subtropischer, immergrüner Wald, dominiert von Bäumen der Lorbeerfamilie. Er wird vom feuchten Nebel der Passatwinde beeinflusst, die Feuchtigkeit und milde Temperaturen bringen. Solche Wälder entwickeln sich z. B. auf den westlichen Inseln der Kanaren.

Mediterrane Wälder

Mediterrane Wälder stehen unter dem Einfluss eines mediterranen Klimas (heiße, trockene Sommer und milde, feuchte Winter). Pflanzen besitzen oft ledrige Blätter zur Wasserspeicherung. Geringe Bodenfeuchte und Trockenperioden führen zu weitreichenden Wurzelsystemen und einer hohen Artenvielfalt.

Die Dehesa

La Dehesa: In Teilen der zentralen und südlichen Iberischen Halbinsel wurden mediterrane Wälder in halboffene Kulturlandschaften umgewandelt: Weiden, Olivenhaine und Strauchflächen. Die Dehesa dient Landwirtschaft, Viehhaltung und Forstwirtschaft. Typische Bäume sind Eiche und Korkeiche, aber auch andere Arten wie Kastanie und Ölbaum kommen vor.

Laubwälder

Laubwälder erstrecken sich über die mittleren Breiten der nördlichen Hemisphäre; die Winter sind kalt, die Sommer mild und es gibt ganzjährige Niederschläge. Diese Wälder bestehen aus laubabwerfenden Bäumen wie Eichen und anderen Arten, die im Winter ihre Blätter verlieren.

Eichenformationen

Es gibt verschiedene Eichenformationen, dominiert von unterschiedlichen Eichenarten je nach Standort, Klima und Boden: Stieleiche, Traubeneiche, Pyrenäen‑Eiche (Quercus pyrenaica) und regionale Varietäten.

Buche

Die Buche ist ein Baum, der reichlich Niederschlag und feuchte Böden bevorzugt. Sie kommt in Gebirgsregionen und im Norden sowie zentralen Bereichen vor. Buchenwälder sind oft dicht und lassen nur wenige Sonnenstrahlen bis zum Boden, sodass nur bestimmte Arten dort gedeihen können.

Nadelwälder und wichtige Baumarten

Wichtige Nadelwaldtypen und Arten in unserer Umwelt sind:

  • Fichten- und Tannenwälder: Gebildet von Fichten und Tannen (z. B. in den Pyrenäen).
  • Kiefern: Können Reinbestände oder Mischwälder bilden; Schwarzkiefern sind frostresistent und erreichen große Höhen.
  • Wacholder: Buschig und sehr robust, typisch in harschen Lagen.
  • Eibe: Eine rückläufige Art, die heute nur noch in isolierten Beständen oder in Gebirgsregionen zu finden ist.

Regenwald

Der Regenwald ist ein immergrüner tropischer Wald, der sich in einem Band rund um den Äquator erstreckt. Im Regenwald sind Regen und warme Temperaturen konstant; ausgeprägte Jahreszeiten fehlen. Die Vegetation ist üppig, und ein Hauptproblem für Pflanzen ist der Zugang zu Sonnenlicht: Viele Bäume wachsen sehr gerade, Zwischenäste reichen fast bis zum Boden, wo Pilze und Farne leben. Ameisen, Termiten und andere Zersetzer sind wesentlich für das Recycling organischer Reste. Der Boden des Regenwaldes ist oft nährstoffarm.

Die vertikale Struktur des Regenwaldes ist in mehrere Schichten gegliedert:

  1. Krautschicht: Am Boden, wegen der Dunkelheit sind nur wenige Pflanzen vorhanden.
  2. Büsche/Strauchschicht: Besteht aus Sträuchern und Jungpflanzen, die bis zu etwa 5 m hoch werden können.
  3. Junge Bäume: Entwicklung und Aufwuchs junger Bäume.
  4. Baumkronen: Die Kronen vieler Bäume bilden ein dichtes Dach; hier befinden sich Blüten und Früchte.
  5. Vordach/Emergenten: Die höchsten Bäume, die über das Kronendach hinausragen.

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