Pädagogische Modelle: Technokratisch vs. Prozessorientiert
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Das Technokratische Modell in der Pädagogik
Das Technokratische Modell stützt sich auf die Formulierung von Zielen als beobachtbare Verhaltensweisen. Dabei wird den Zielen eine größere Bedeutung beigemessen, während der Prozess einen relativen Wert hat.
Charakteristika des Technokratischen Modells
- Ziele werden als beobachtbare Verhaltensweisen ausgedrückt.
- Subjektive Verfahren werden vermieden.
- Ermöglicht eine konkrete und quantitative Bewertung der Wirksamkeit.
- Dient als Referenzpunkt für die Bewertung.
Ableitung und Spezifikation von Zielen
Die Ziele definieren den Umfang objektiv und richten sich nach allgemeinen Zielen. Für die Erreichung objektiver Inhalte gibt es zwei Ebenen:
- Spezifische Ziele: Leiten sich von allgemeinen Zielen ab und müssen das Wissen der Schüler erreichen.
- Operative Ziele: Umfassen die Analyse und Fragmentierung von Verhaltensweisen.
Wesentliche Bestandteile dieser Ziele sind:
- Das Verhalten muss mit Aktionsverben angegeben werden.
- Die Bedingungen, unter denen das Verhalten auftritt, müssen beschrieben werden.
Ziele in Spanien (Beispiel)
In Spanien definieren allgemeine Ziele das Konzept für die vorgeschlagenen spezifischen Ziele.
Kritikpunkte am Technokratischen Modell
Dieses Modell wird aus verschiedenen Gründen kritisiert:
- Die Rolle von Professoren und Studenten wird oft auf die des Experten reduziert.
- Es ist Teil eines strukturierten und vereinfachten Regelungsprozesses der wissenschaftlichen Methode.
- Es setzt Grenzen für die professionelle Kreativität.
- Obwohl die Technik verbessert wird, wird angenommen, dass operative Ziele erreicht werden.
- Führt im Allgemeinen zu geschlossenen Sequenzen.
- Neigt dazu, den Lehrplan instrumental zu gestalten.
Das Prozessorientierte Modell in der Pädagogik
Im Prozessorientierten Modell übernimmt der Professor neue Verantwortung und wird als geeignet angesehen, sein eigenes Programmmodell zu entwickeln. Dieses Modell befasst sich mit der Anpassung des Lehr-Lern-Prozesses (EA-Prozess), wobei das Ziel darin besteht, den Schüler durch den Prozess zu führen.
Formulierung von Zielen und Werten
Es werden allgemeine Ziele formuliert, die relevante erzieherische Werte ausdrücken. Diese umfassen fünf zentrale Fähigkeitsbereiche:
- Kognitive Fähigkeiten
- Affektive Fähigkeiten
- Motorische Fähigkeiten
- Soziale Eingliederung
- Interpersonale Fähigkeiten
Das pädagogische Leitbild und die Planung der Praxis suchen nach der idealen Person, die diese Fähigkeiten entwickelt hat.
Niveaus der Ziele im Prozessmodell
Die Ziele im prozessorientierten Modell sind in verschiedenen Niveaus strukturiert:
Stufenziele
Diese sind eine Absichtserklärung der Verwaltung für die Studenten und Professoren, auf denen die Arbeit basiert. Sie beziehen sich auf die Kapazitäten, die in allen curricularen Bereichen entwickelt werden sollen. Es gibt drei zu erfüllende Aspekte:
- Ziele definieren
- Inhalte auswählen
- Bewertung
Bereichsziele
Diese weisen einen höheren Grad an Spezifität der Fähigkeiten auf und sind genauer, um die jeweilige Stufe zu kontextualisieren.
Didaktische Ziele
Lehrer planen ihre Unterrichtspraxis genauer. Diese Ziele sind ein unmittelbarer Referenzleitfaden für die Bewertung und pädagogische Intervention, mit denen Lernsituationen bei den Schülern manifestiert werden.
Das prozessorientierte Modell basiert auf dem Lehr-Lern-Prozess und nutzt Ziele in der Lehre als Leitfaden, um bestimmte Zwecke zu erreichen. Hierbei sind die Ergebnisse wichtiger als die reine Forschung.