PAL-Decoder und Signalverarbeitung in der Fernsehtechnik
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Subcarrier-Oszillator (Farbträger-Oszillator)
Die Farbträgerfrequenz ist sehr präzise. Um diesen Wert als genaue Frequenz zu erzeugen, nutzt ein Quarzoszillator seine spezifischen Eigenschaften: Er ist für bestimmte Frequenzen leicht herzustellen und zudem synchronisierbar. Um das Oszillatorsignal nach dem Prinzip der Phase-Locked Loop (PLL) in der quarzgesteuerten Schaltung zu korrigieren, unterteilt sich die Phase in drei Teile:
- Der Quarzoszillator liefert ein stabiles Frequenzsignal.
- Der Phasenkomparator liefert eine Steuerspannung.
- Die Phasenreaktanz variiert die Kapazität des Oszillators.
PAL-Identifikation (PAL-ID)
Die PAL-Identifikation liefert notwendige Informationen für die Farbunterdrückungsschaltung sowie den PAL-Umschalter.
Der PAL-Decoder
Die Aufgabe des PAL-Decoders ist die Durchführung einer Mittelwertbildung über zwei Zeilen. Dadurch werden Phasenfehler, die im PAL-System entstehen, ausgeglichen. Eine Verzögerungsleitung im Chrominanz-Kanal dient dabei als Zeilenspeicher. Die Signalrückgewinnung durch den Decoder ist systematisch aufgebaut: Zur Gewinnung des U-Vektors werden zwei aufeinanderfolgende Zeilen addiert, während zur Gewinnung des V-Sektors zwei aufeinanderfolgende Zeilen subtrahiert werden.
Synchrondemodulator
Die Rolle der Synchrondemodulatoren besteht darin, die Signale R-Y und B-Y zu erkennen. Um die Demodulation durchzuführen, ist es notwendig, das Farbträgersignal zu regenerieren und wiederherzustellen.
Color Suppressor (Farbkiller)
Die Farbschutzschaltung, auch als Killer bezeichnet, ist für die Unterdrückung der Chrominanz-Kanäle verantwortlich, um Bildstörungen zu vermeiden.
Matrix-Schaltung
Die Matrix-Schaltungen sind für die Gewinnung der RGB-Informationssignale zuständig. Es existieren zwei verschiedene Matrix-Arten, basierend auf der Art der Spannung, die an der Bildröhre anliegt. Die RGB-Endstufe wird dabei durch die Farbdifferenzsignale gesteuert.
RGB-Endstufe
Die Differenzsignale weisen eine Bandbreite von etwa 1 MHz auf, während das Y-Signal (Leuchtdichte) eine Bandbreite von 5 MHz besitzt. Das resultierende Gesamtsignal hat folglich ebenfalls eine Bandbreite von 5 MHz.
Endphase für Farbdifferenzsignale
In dieser Phase werden die Farbdifferenzsignale R-Y, G-Y und B-Y gewonnen. Die Grundfarbsignale werden in der Bildröhre durch die Addition der Farbdifferenzsignale erzeugt:
- (R-Y) + Y = R
- (G-Y) + Y = G
- (B-Y) + Y = B
Integrierte Schaltungen (ICs)
Normalerweise übernehmen diese Komponenten die folgenden Funktionen:
- Die Verarbeitung der Leuchtdichte (Luminanz).
- Die Verarbeitung der Farbsignale (Chroma).
- Die Steuerung analoger Funktionen (Helligkeit, Kontrast und Sättigung).
- Die Farbunterdrückung.
- Die Erzeugung der AGC-Spannung (Automatic Gain Control).
- Ein Array zur Verarbeitung von Farbinformationen.
- Die Umschaltung zwischen internen Signalen oder externen Signalen vom Videotext, dem On-Screen-Display (OSD) oder über SCART.