Paradigmen der Soziologie: Handlung, Konflikt, Funktionalismus

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Paradigmen der Soziologie

Die Soziologie ist eine multi-paradigmatische Disziplin (verschiedene Perspektiven und Modelle, die der wissenschaftlichen Gemeinschaft helfen, Probleme zu lösen und eine Basis de soluciones anzubieten). Sie bietet theoretische Behauptungen, die gewisse Übereinstimmungen erzeugen, dringende Probleme lösen helfen, Forschungstechniken für empirische Untersuchungen bereitstellen und auch metaphysische Annahmen über Passformen und direkte Untersuchungen umfassen; obwohl es zweifellos überprüfbare Elemente gibt.

Allgemeines zum Paradigmenbegriff

Das Festhalten an einem Paradigma ist ein Merkmal wissenschaftlicher Gemeinschaften. Wissenschaftliche Gemeinschaften sind oft multi-paradigmatisch — es existieren viele Schulen, Traditionen und Strömungen des Denkens.

Handlungsparadigma

Paradigma der Handlung: Das soziale Handeln und seine Erscheinungsformen im Bereich individueller Handlungen werden erklärt. Der Ausgangspunkt (p.partida) ist das Individuum. Aktion: individuelles Verhalten, subjektiv. Soziale Aktion: die Berücksichtigung des Verhaltens anderer als Mittel oder Hindernis — die Gesellschaft umfasst Phänomene, die durch die sozialen Handlungen von Einzelpersonen untersucht und erklärt werden (Objekt der Analyse sind die Handlungen der Einzelnen).

Konfliktparadigma

Kritisches oder konfliktorientiertes Paradigma: eine Analyse von sozialer Ungleichheit und abgeleiteten Interessenkonflikten. Die Gesellschaften werden nach ihrer Teilung organisiert: dominante Gruppen (Ressourcen, Macht) und dominierte Gruppen. In Bereichen, in denen Konflikte entstehen, sind diese Konflikte der Schlüssel, um die Dynamik und die gesellschaftliche Entwicklung zu verstehen. Ziel ist es, die Gesellschaft als ein System ungleicher Machtverhältnisse zwischen Gruppen zu studieren.

Institutionen, Strukturen und Reproduktion von Ungleichheit

Strukturen und soziale Einrichtungen dienen oft dazu, bestehende Machtverhältnisse zu stabilisieren. Sie verewigen Ungleichheiten, weil diese auf etablierten, kontrollierten Institutionen beruhen, die die aus diesen Beziehungen resultierenden Ungleichheiten reproduzieren. Aufgabe der Forschung ist es, diese Ungleichheiten sowie sozialwissenschaftliche und historische Konflikte und ihre Ursachen zu analysieren und daraus Leitlinien für sozialen Wandel zu entwickeln (vgl. z. B. Marx).

Funktionalistisches Paradigma

Funktionalistisches Paradigma: Im Gegensatz zum Handlungsparadigma betrachtet es die Gesellschaft nicht als bloße Summe der Individuen, sondern als eine Realität sui generis (sie besitzt ein Eigenleben und eine eigene Existenz). Objekt der Soziologie sind die sozialen Tatsachen und Denkweisen, die dem individuellen Bewusstsein vorausgehen. Solche Phänomene werden durch die sozialen Strukturen definiert (Verhaltensmuster, geprägt durch die Erfahrungen im Leben des Einzelnen, die Denken und Verhalten bestimmen) und durch die sozialen Rollen (Wert oder die Bedeutung sozialer Tatsachen, die nicht vom Individuum gesetzt werden).

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