Parasiten: Parasitismus, Lebenszyklus und Übertragung

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Infektion, Erkrankung und Zoonosen

Infektion: Es ist nicht immer klar; es kann asymptomatisch sein. Man spricht von Infektion, auch wenn keine Symptome vorhanden sind.

Erkrankung: Klinische Symptome der Infektion liegen vor.

Zoonosen: Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit: niedrige oder hohe Sterblichkeit, Ausbrüche von Krankheiten, einschränkende Folgen, wirtschaftliche Verluste und Hospitalisierungen.

Grundformen biologischer Assoziation

Parasitismus

Parasitismus: Eine biologische Assoziation, bei der ein Organismus (Parasit) in den Leistungen bzw. am Lebensraum eines Wirts Nutzen zieht und dabei dem Wirt Schaden zufügt. Parasiten können durch engen und anhaltenden Kontakt Schäden bis hin zum Tod eines Partners verursachen. Parasiten variieren stark in ihrer Größe und Biologie.

Mutualismus

Mutualismus: Biologische Assoziation, bei der beide Partner (Wirtsarten) profitieren.

Kommensalismus

Kommensalismus: Biologische Assoziation, bei der ein Partner Vorteile zieht, ohne den anderen merklich zu schädigen oder zu nutzen.

Umwelt und Lebensraum

Umwelt: Meist extern; ein Nachteil entsteht, wenn z. B. die Hälfte der Umwelt durch Abwasser, Kontamination oder Müll belastet ist. Der Lebensraum ist der Ort, an dem eine Population ihre biologischen Funktionen erfüllt.

Arten der Umwelt: Wasser- und Landhabitate; Offenheit/Begrenzung, mit oder ohne Behandlung, geografische Merkmale und klimatische Aspekte.

Wirt (Host)

Wirt: Meist sind Kinder stärker betroffen, da ihr Immunsystem weniger entwickelt ist. Hospedador (Wirt) bezeichnet das Individuum, das den Parasiten in verschiedenen Entwicklungsstadien beherbergt.

Wirtstypen

Finalwirt (Haupt- oder Sekundärwirt): Der Wirt, in dem der Parasit die Geschlechtsreife erreicht oder die geschlechtliche Phase durchläuft.

Zwischenwirt (Mittelwirt): Wirt, in dem sich der Parasit larval oder asexuell entwickelt.

Paratenischer Wirt: Wirt, der den Parasiten konserviert oder überbrückt, ohne dessen Entwicklung voranzubringen.

Gelegentlicher/Trap-Wirt: Ein Wirt, in dem der Parasit nur kurze Zeit oder zufällig vorkommt.

Definition Parasit

Parasit: Ein Organismus, der zeitweilig oder dauerhaft auf Kosten anderer Organismen lebt, um von deren Nährstoffen zu profitieren und dabei erkennbare Schäden zu verursachen.

Ausmaß des Kontaktes

Gelegentlicher Kontakt: Sporadische Interaktionen; erratisch und manchmal unbemerkt. Beispiele: verpasste Kontakte oder unregelmäßige Exposition.

Facultativer Kontakt: Der Parasit kann sowohl freilebend als auch parasitär leben.

Obligater Kontakt: Der Parasit benötigt den Wirt für sein gesamtes Leben oder für eine Lebensphase.

Temporär: Teil des Zyklus findet im Wirt statt.

Permanenter Kontakt: Der Parasit lebt dauerhaft im Wirt.

Wirt-Parasit-Beziehung

Wirt-Parasit-Adaptation: Parasiten passen sich an ihren Wirt an: morphologisch, physiologisch und im Verhalten. Es gibt parasitäre Spezifität: stenogen (engen Wirtskreis), oligogen, eurygen (breiter Wirtskreis).

Lebenszyklus des Parasiten

Direkter oder monoxenischer Zyklus: Ein Wirt ist beteiligt, z. B. der Mensch. Übertragungswege können fäkal-oral sein, z. B. durch Toilettengang und unzureichende Händehygiene.

Indirekter oder heteroxenischer Zyklus: Es ist ein Zwischenwirt notwendig (z. B. Schwein isst Exkremente und entwickelt eine Form, die dann vom Menschen aufgenommen wird). Formen: diheteroxenisch, poliheteroxenisch, autoheteroxenisch.

Etappen des Parasiten im Zyklus

Stadien: adult (erwachsen), Larvenstadien, infektiöse Formen, diagnostizierbare Stadien.

Faktoren, die die Intensität der Parasitenerkrankung bestimmen

Wichtige Faktoren:

  • Aktivität und Nährstoffangebot
  • Größe und Parasitenlast
  • Endlokalisation (Tropismus), Wanderverhalten, Invasionsweg
  • Übertragungsmechanismus und Pathogenitätsmechanismen
  • Domestikationsversuche, Alter, Körpergröße, Geschlecht, Rasse
  • Ernährungszustand und Immunsystem
  • Vorhandensein früherer Erkrankungen
  • Hygiene- und soziokulturelle Gewohnheiten
  • Wetterbedingungen, Anwesenheit von O2, Sonnenlicht, pH-Wert des Mediums
  • Physikalisch-chemische Eigenschaften des Bodens, Vegetation, menschliche Änderungen
  • Anwesenheit von Flora und Fauna

Präsentationsformen der parasitären Erkrankung

Formen: akut, chronisch, subklinisch.

Aufnahmewege (Zugangswege) zum Wirt

Zugangswege: oral, dermal, okulär (Auge), transplacental, transmamär, über Schleimhäute, respiratorisch.

Aufnahme durch Körperöffnungen: Anal, Haut, Mund, Urogenitalsystem, Atemwege, transmamär, transplacentar.

Mechanismen der Infektion

Übertragungswege (Mechanismen):

  • Fäkal-oral (direkt oder indirekt)
  • Karnivor (Oralaufnahme durch Verzehr infizierter Gewebe)
  • Vektoren (biologisch oder mechanisch)
  • angeborene Übertragung
  • Geschlechtskrankheiten
  • direkter Kontakt
  • iatrogene Übertragung

Fäkal-oral

Fäkalübertragung: Direkter Kontakt mit menschlichen oder tierischen Fäkalien führt zur Übertragung.

Indirekte fäkal-orale Übertragung: Ein Beispiel: Eine Fliege sitzt im Kot, landet später auf einer Frucht und kontaminiert diese. Die Fliege vermittelt so den Erreger von Kot zu Nahrung.

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