Pedro Páramo: Persönliche Einschätzung und Analyse (Juan Rulfo)

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Persönliche Einschätzung: Pedro Páramo

Pedro Páramo ist der einzige Roman des mexikanischen Schriftstellers Juan Rulfo. Er wurde 1955 veröffentlicht und gehört zum Genre des magischen Realismus. Der Roman gilt als eines der bedeutendsten Werke der amerikanischen Literatur.

Der Roman fängt die Essenz des ländlichen Lebens in Mexiko in den letzten Jahren des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein. Der Autor schildert die wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen, die die Bauern erleben, die ihre Dörfer und Höfe verlassen und in Vororten der Städte ein elendes Leben führen.

Der Roman ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert: In der öden, staubigen Stadt Comala gibt es nur noch lebende Gespenster. Juan Preciado entdeckt, dass sein Vater gestorben ist, und beginnt zu glauben, er sei ebenfalls tot. Die Suche nach den Wurzeln von Juan ist mit der Geschichte seines Vaters Pedro Páramo und Susana San Juan verflochten.

Der Roman hat zwei Handlungsstränge: das Leben von Pedro Páramo (mit einer bemerkenswerten chronologischen Unordnung) und die Beziehung zu seinem Sohn Juan Preciado. Die Geschichte dreht sich um diese beiden Figuren. So thematisiert der Autor die Relativität der Zeit und durchbricht die Grenze zwischen Leben und Tod; außerdem fordert der Text den Leser dazu auf, die Entwicklung der Handlung beim Lesen selbst zu rekonstruieren.

Struktur und Erzählweise

Es gibt eine klare Unterscheidung zwischen Geschichte und Erzählung: Der Roman besteht aus etwa 70 Fragmenten, die nicht in chronologischer Reihenfolge angeordnet sind, sondern plötzliche Zeitsprünge aufweisen. Das macht das Lesen komplex und führt dazu, dass der Gesamteindruck unterschiedlich ausfällt, je nachdem, in welcher Reihenfolge man liest.

Technische Innovationen

Im Allgemeinen bietet der Roman eine Reihe technischer Innovationen:

  • Der Erzähler tritt zurück und lässt seine Figuren frei sprechen.
  • Fragmentarische Struktur mit Lücken, die der Leser füllen muss.
  • Zusammenbruch der Zeitachse und verschiedene Perspektiven.
  • Wechsel zwischen Dialog und innerem Monolog.
  • Verwendung der Volkssprache als poetisches Element.

Daher ist Pedro Páramo ein literarischer Klassiker nicht nur in Lateinamerika; sein Erfolg ist universell, weil seine Themen universell sind.

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