Person, Ehe und Utopie: Christliche Perspektiven

Classified in Philosophie und Ethik

Written at on Deutsch with a size of 2,35 KB.

Personalität: ist untrennbar verbunden mit der unverzichtbaren Würde des Menschen, die sich aus der Abbildhaftigkeit ableitet. Sie begründet auch seine Freiheitsrechte. Mit dem Schutz der Individualnatur geht es um den Schutz des Kollektivismus. Wenn aber die menschliche Person als Schöpfer, Träger, Ziel alles Handelns zu verstehen ist, dann ist der Primat des Individuums vor der Gesellschaft festzuhalten. Im Blick auf das Arbeitsleben ergeben sich im Zusammenhang mit diesem Prinzip z.B. Fragen nach dem gerechten Lohn, der Sicherung der Lebensgrundlagen, Erwerbsarbeit und Familie, Ermöglichung weiterer sozialer Kontakte.

Katholische Ehe: Treue hat oberste Priorität. Treue schafft Vertrauensbasis und ist unabdinglich. Liebe verwundet, um größere Möglichkeiten zu bringen. Kritische Situationen als Chance der Entwicklung –> Liebe als Passion. Gott selbst ist Urheber der Ehe. Gottesliebe soll in der Ehe aufscheinen. "Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein. Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche" (Eph 5,31-32).

Utopie: Der Begriff stammt aus der Zusammensetzung zweier griechischer Wörter: ou (nicht) und topos (Ort) und ist dem Titel eines 1516 erschienenen Staatsromans von Thomas Morus entlehnt. Innerhalb der Geschichte der Utopie sind Sozialutopien, die aus der Kritik an der je gegenwärtigen Gesellschaftsstruktur erwachsen und Gegenwelten entwerfen, vorherrschend. In der Literatur taucht die Utopie oft in Form von Zukunftsromanen auf; in jüngerer Zeit gibt es vermehrt Umsetzungen im Film. Als Phänomen ist Platons "Politeia" zu nennen. Als negative Utopien (Schreckbilder des Befürchteten) sind Aldous Huxleys "Schöne neue Welt" zu nennen. "Zuviel ist voll vom Etwas, das fehlt. Etwas treibt in uns, will weiter, hält es nicht bei sich aus, will aus sich heraus." Ernst Blochs Ausgangspunkt ist das Leiden der Menschen an unerträglichen Zuständen, an Ausbeutung, Entfremdung etc. Der Mensch besitzt aber Kräfte, die ihn das überwinden lassen. Der Mensch muss sich auf die Suche machen nach etwas, das es in der vorhandenen Welt noch nicht gibt. Konkrete Utopie setzt sich vom Begriff der Zukunftsträumerei ab. Mischung aus Veränderungssehnsucht und Analyse.

Entradas relacionadas: