Philosophische Implikationen der neuen Wissenschaft

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Die Berücksichtigung der Mathematik zeigt, dass die tatsächliche und objektive Realität die verständliche Struktur der Wirklichkeit darstellt. Mathematik ist die "Sprache, in der das große Buch der Welt geschrieben ist", und alles, was die Reduktion der Realität auf mathematische oder geometrische Muster stört oder verhindert, muss geistig gestrichen werden.

Die Mathematisierung des Weltbildes

Diese Mathematisierung änderte das Bild, das der Mensch von der Welt und von sich selbst hatte. Wenn Objekte in Bezug auf Formen, Größen, Positionen und Bewegungen analysiert wurden, neigte man dazu, sie als ein großes Uhrwerk zu sehen. Man glaubte, dieses Uhrwerk zu verstehen, wenn man die Einzelteile sowie die Bewegungsgesetze kennt, die durch Kontakt, Druck und Stoß wirken. Dies führt zu einem mechanistischen Weltbild. René Descartes ist der bedeutendste Vertreter dieses neuen Paradigmas. Lediglich die Seele entzieht sich seinem Versuch einer mechanischen Erklärung.

Nikolaus Kopernikus (1473–1543)

Erstmals wurde die Hypothese aufgestellt, dass sich die Erde um die Sonne bewegt, da diese das Zentrum des Universums sei. Es war eine Frage der mathematischen Ökonomie, die Kopernikus dazu führte, seine heliozentrische Theorie zu verwirklichen. Die kopernikanische Theorie wurde jedoch nicht sofort akzeptiert und weckte zahlreiche Einwände:

  • Wenn die Erde sich bewegt, welche Kraft bewegt sie?
  • Wenn die Rotation von Westen nach Osten erfolgt, warum bleibt die Luft nicht zurück?
  • Warum zerfällt die Erde nicht Stück für Stück?

Kopernikus beantwortete diese Fragen auf eine Weise, die zeigt, dass auch er noch in der Mentalität und den aristotelischen Konzepten verhaftet war:

  • Die Erde bewegt sich, weil die Rotation ein Merkmal einer Kugel ist.
  • Die Luft bewegt sich mit, da sie Erdpartikel enthält.
  • Da die Rotation eine natürliche Bewegung ist, führt sie nicht zum Zerfall der Erde.

Der Begriff der "Natur" blieb bei Kopernikus im Wesentlichen gleich: Er war noch im konzeptionellen Rahmen von Aristoteles gefangen. Zudem entsprach seine Theorie nicht dem Wortlaut der Heiligen Schrift.

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