Physik-Formelsammlung: Mechanik, Fluidmechanik, Wärme

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Skalarprodukt

Skalarprodukt: a · b = |a| |b| cos φ

Projektion

Projektion eines Vektors auf einen anderen:

  • Projektion von a auf b: projb(a) = (a · b) / |b|2 · b
  • Projektion von b auf a: proja(b) = (a · b) / |a|2 · a

Moment einer Kraft

Moment einer Kraft an einem Punkt O: MO = r × F (Vektorprodukt)

Reduktion auf ein Zentrum

Moment am verlagerten Punkt P (z. B. Schwerpunkt): MP = MO + rOP × R, wobei R die resultierende Kraft ist.

Kräftepaare im System

Kräftepaar / Resultierende: Fges = RSystem → M0 = MPaar

Newtons Gesetze

  1. Trägheitsprinzip: Wirkt auf einen Körper keine resultierende Kraft (R = 0), so bewegt er sich geradlinig gleichförmig oder ruht (v = konstant).
  2. Grundgleichung der Dynamik: Auf einen Körper, auf den eine Kraft wirkt, entsteht die Beschleunigung a = F / m.
  3. Wechselwirkung: Übt Körper A eine Kraft auf Körper B aus, so übt B eine gleich große, entgegengesetzte Kraft auf A aus (Actio = Reactio).

TV-Rating-System (Drehmoment-Fälle)

FallBeschreibung
M · R ? R ? 0System mit Drehmoment/Kraft, auch entlang einer zentralen Achse
M ° R = 0, R = 0, M ? 0Drehmoment an jedem Punkt des Raums
M ° R = 0, R ? 0, M = 0Reduziert auf eine einzige resultierende Kraft (Gleit-R)
M ° R = 0, R = 0, M = 0Null-System (keine resultierende Kraft und kein Moment)

Auflager (Constraints)

  • Einfache (1): einfache Unterstützung, Stab, Seil.
  • Doppelt (2): Gelenk, starre Verbindung/Platte.
  • Triple (3): Einspannung / feste Einbettung.

Freiheitsgrade und Stabilität

Externe Stabilität: Ge = 3 - C

Innere Stabilität: Gi = 3N - 3 - C

Globale Stabilität: G = Ge - Gi

Beurteilung: isostatisch: G = 0; überbestimmt: G > 0; Mechanismus/instabil: G < 0

Reibung / Gleiten

Gleiten (Rutschen): F < Fmax = µ · N. Tipp: x = 0 (normalisiert; hängt mit der Normalkraft zusammen).

Druck und Hydrostatik

Druck in einem Punkt in Ruhe: p = patm + ρ g h

Hydrostatische Resultierende auf Flächen

  • Vertikale Wand: F = ∫ p dA = (patm + ρ g hc) · A (wobei hc der Druckmittelpunkt ist)
  • Schräge Wand: F = ρ g · A · hc (Schweredruck wird entsprechend der Fläche und Eintauchtiefe integriert; Drehpunkt mit Abstand der Resultierende zum Ursprung berechnen)

G = V · S

Strömungslehre / Reibungsverluste

Reynolds-Zahl: Re = v D / ν

Lokale Verluste: hl = K · (v2 / 2g)

Reibungsverluste (Rohr): h = f · (L / D) · (v2 / 2g)

Bernoulli mit Verlusten und Maschinen

P1 /( ρ g) + Z1 + V12/(2g) + hPumpe = P2 /( ρ g) + Z2 + V22/(2g) + hTur + hVerlust

Strömungszustand: Mit wachsender Reynolds-Zahl geht die Strömung von laminar zu turbulent über.

Thermische Ausdehnung

Längenausdehnung: Δl = α · l0 · ΔT

Flächenausdehnung: ΔA = 2 α · A0 · ΔT (bei isotroper Ausdehnung)

Volumetrische Ausdehnung: ΔV = 3 α · V0 · ΔT

Thermische Spannung (bei Einspannung): σ = E · α · ΔT

Wärmeübertragung

Wärmemenge (spezifisch): Q = m · cp · (T2 - T1)

Latente Wärme: Q = m · L

Wärmeleitung: Φ = (T1 - T2) / Rth

Thermischer Widerstand (flache Wand): Rth = d / (k · A)

Thermischer Widerstand (zylindrisches Rohr): Rth = (1 / (2 π k L)) · ln(r2 / r1)

Reihenschaltung von Widerständen: Req = ∑ Ri

Parallelschaltung von Widerständen: 1 / Req = ∑ (1 / Ri)

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