Physikalische & chemische Veränderungen: Mol, Reaktionen, Beispiele
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Physikalische und chemische Veränderungen
Eine physikalische Veränderung ist eine Transformation, bei der sich die Natur der Materie nicht ändert. Vor und nach der Änderung wird die Substanz durch dieselbe chemische Formel dargestellt.
Eine chemische Veränderung ist ein Wandel in der Zusammensetzung der Materie. Vor der Veränderung wird ein Stoff durch eine chemische Formel dargestellt und danach durch eine andere Formel.
Kollisionstheorie
Kollisionstheorie: Chemische Reaktionen treten auf, wenn Moleküle der Reaktanten kollidieren und Bindungen gebrochen werden. Atome oder Atomgruppen ordnen sich neu, um neue Moleküle zu bilden.
Messung der Stoffmenge — Das Mol
Das Mol (Einheit der Stoffmenge): Ein Mol Atome ist die Menge eines chemischen Elements, deren Masse in Gramm der Atommasse entspricht. Im SI ist das Mol die Einheit der Stoffmenge.
Ein Mol eines Stoffes: Die Formel einer Verbindung zeigt alle Atome, aus denen das Molekül besteht, oder den Baustein eines Kristalls.
Die molare Masse einer Verbindung erhält man durch Addition der Atommassen ihrer Bestandteile. Ein Mol einer Substanz entspricht einer Masse in Gramm, die dem Molekulargewicht (oder der molaren Masse) der Substanz entspricht. Ein Mol eines Stoffes enthält 6,022·1023 Teilchen (Avogadro-Konstante, N_A) oder den entsprechenden Baustein im Fall von Kristallen.
Die chemische Gleichung
Die chemische Gleichung ist eine symbolische Darstellung einer chemischen Reaktion, in der Edukte und Produkte sowie deren stöchiometrische Verhältnisse angegeben sind.
Verbrennung
Verbrennung: Reaktionen, bei denen ein Brennstoff mit molekularem Sauerstoff (O2) reagiert und Kohlendioxid (CO2), Wasser (H2O) und Energie bildet. Verbrennungsreaktionen sind exotherm, da Wärme freigesetzt wird.
Typische Nachweise und Reaktionsbeispiele
- Leuchterscheinung beim Verbrennen: Wenn ein Magnesiumband (Mg) verbrennt, reagiert es mit Sauerstoff (O2) und bildet das weiße Pulver Magnesiumoxid (MgO).
- Wärmefreisetzung: Mischt man eine Lösung von Salzsäure (HCl) mit einer Lösung von Natronlauge (NaOH), steigt die Temperatur — die Reaktion ist exotherm.
- Gasbildung: Lässt man eine starke Säure mit bestimmten Metallen reagieren, wird Wasserstoffgas (H2) freigesetzt.
- Bildung von weißem Rauch: Hält man eine Flasche mit konzentrierter Ammoniaklösung (NH3) an eine Flasche mit konzentrierter Salzsäure (HCl) und öffnet beide, entsteht weißer Rauch: Ammoniumchlorid (NH4Cl) bildet sich in der Luft.
- Bildung eines Feststoffes (Niederschlag): Gibt man zu einer klaren Lösung von Bleinitrat (Pb(NO3)2) eine Lösung von Kaliumiodid (KI), entsteht der gelbe Feststoff Blei(II)-iodid (PbI2) als Niederschlag.
- Auflösung eines Festkörpers: Marmor besteht überwiegend aus Calciumcarbonat (CaCO3). Gießt man Säure (z. B. HCl) auf Marmor, sprudelt es, weil Kohlendioxid (CO2) entsteht; der Feststoff löst sich teilweise auf.
Diese Beispiele zeigen typische physikalische und chemische Veränderungen sowie wichtige Konzepte wie Stoffmenge, molare Masse und die Rolle von Kollisionen bei chemischen Reaktionen.