Physiologie: Metabolismus, Atmung und Kreislauf erklärt

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Metabolismus und Energiegewinnung

Metabolismus: Die Summe der chemischen Reaktionen in den Zellen. ATP (Adenosintriphosphat): Ein Molekül, das wir für die Muskelbewegung benötigen. Da wir nur kleine Mengen davon haben, reicht es nur für etwa 1,2 Sekunden. Verbrauchtes ATP wird wie folgt regeneriert:

  • Phosphokreatin: Kreatinmoleküle, die viel Energie freisetzen. Geeignet für anaerobe und alaktazide Anstrengungen (2–7 s).
  • Anaerobes ATP ohne O2: Kurze anaerobe Anstrengungen, bei denen Milchsäure entsteht (Oxidation von Glukose).
  • Aerobes ATP mit O2: Lange aerobe Anstrengungen; Oxidation von Glukose und Fettsäuren mit O2, um die verbrauchte Energie wiederzugewinnen.

Das Atmungssystem: Funktionen und Struktur

1. Funktionen

Aufnahme und Transport von Luft in die Lungen, Gasaustausch (Sauerstoffaufnahme und CO2-Abgabe) sowie Filtern, Erwärmen und Befeuchten der Luft.

2. Komponenten und Struktur

Atmungstrakt: 1. Nase und Mund, 2. Rachen, 3. Kehlkopf, 4. Luftröhre (Trachea), 5. Bronchien und Bronchiolen (Luftverteilung), Gasaustausch in den Alveolen. Lunge: Verteilung der Luft durch den Bronchialbaum und Austausch von Gasen in den Alveolen.

3. Atemfunktion

Respiration: Die Gesamtheit der Prozesse, die zum Gasaustausch beitragen. Phasen:

  1. Lungenventilation: Ein- und Ausatmung (basierend auf Druckgradienten).
  2. Lungendiffusion: Austausch von Gasen zwischen der Alveolarluft und den Blutkapillaren über die respiratorische Membran.
  3. Gastransport: CO2-Eliminierung und O2-Transport zum Gewebe, kombiniert mit Hämoglobin und Plasma.
  4. Austausch zwischen Blut und Gewebe: Abgabe von O2 und Aufnahme von CO2.

4. Regulation der Atmung

Freiwillig (über den motorischen Kortex) und unfreiwillig (über den Hirnstamm).

5. Lungenvolumina

  • Lungenventilation: Luftvolumen, das in einem Atemzyklus ein- und austritt.
  • Atemfrequenz: Anzahl der Atemzüge pro Minute.
  • Restvolumen (Residualvolumen): Luft, die nach einer maximalen Ausatmung in den Atemwegen verbleibt.
  • Vitalkapazität: Messwert nach einer maximalen Inspiration und forcierter Exspiration.
  • Atemzugvolumen (Flow): Volumen der Luft pro Atemzyklus.
  • Inspiratorisches Reservevolumen: Luftvolumen nach einer maximalen Inspiration.
  • Exspiratorisches Reservevolumen: Luftvolumen nach einer maximalen Ausatmung.

Das Kreislaufsystem und die Herzfunktion

Systole: Kontraktion. Diastole: Entspannung. Herzzyklus: Besteht aus der Phase der Systole und der Diastole des Herzens.

1. Funktionen des Herzens

Verteilung, Entsorgung, Aufrechterhaltung, Schutz und Transport.

Funktionelle Parameter des Kreislaufsystems

  • Herzfrequenz (HF): Anzahl der Herzschläge pro Minute.
  • Herzzeitvolumen (Q): Blutvolumen, das vom Herzen pro Minute ausgeworfen wird.
  • Blutdruck: Druck des Blutes auf die Arterienwände.
  • Blutfluss: Verteilung des Blutes dorthin, wo es am meisten benötigt wird.

2. Komponenten des Herz-Kreislauf-Systems

Herz und Blutgefäße. Feste Bestandteile des Blutes sind Blutplättchen, rote Blutkörperchen (Erythrozyten) und weiße Blutkörperchen (Leukozyten). EPO (Erythropoetin): Hormon, das die Bildung von Erythrozyten stimuliert. Kapillaren: Mikroskopische Gefäße, welche Arterien mit Venolen verbinden; sie dienen dem Austausch von Nährstoffen und Stoffwechselprodukten.

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