Platon: Dialektik, Staat, Bildung und Tugend

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Platon: Dialektik, Staat, Bildung und Tugend

Dialektik

Dialektik: Durch den Dialog wird die Wahrheit erlangt. Ebenso wie Sokrates sah Platon die Dialektik als wahre Meisterschaft. Der Dialog erlaubt Ablehnung und Ergänzung von Argumenten, und so erreicht man Ebene für Ebene die Wahrheit. Das ist die wahre Haltung des Philosophen. Die eristische Dialektik hingegen war im Freundeskreis sehr beliebt; sie beruhte auf dem Irrglauben, dass Recht haben um jeden Preis oder ein erfolgreiches Argument gleichbedeutend mit Wahrheit sei.

Stellungnahme (doxa)

doxa oder „Stellungnahme“ ist eine Form des Wissens. Es ist Vermutung und lässt sich unterscheiden: einerseits die Idee, bei der wir Dinge sehen, deren Schatten oder Reflexionen wir wahrnehmen, und andererseits die Überzeugung, wenn wir die Dinge so wahrnehmen, wie sie erscheinen, ohne genaues Hinsehen. Diese Perspektive ist gegenüber dem aufgeklärten Empirismus vorläufig zu verstehen, denn es gilt: »Beurteilen heißt, Dinge wahrnehmen«.

Gerechtigkeit (Justiz)

Gerechtigkeit ist das Konzept, dass eine Tugend alle anderen umfasst. Sie ist soziale Harmonie, in der der Herrscher jede Klasse schützt, um eine faire und wohlhabende Gesellschaft ohne Konflikte zu erhalten. Gerechtigkeit ist keine angeborene Eigenschaft des Menschen, sondern eine Konvention der Seele.

Staat (Status)

Balance, die alles zusammen betrachtet, dient dem gemeinsamen Erhalt der Ordnung. Platons Ideal war ein Staatswesen mit einer Dreiteilung der Klassen: Philosophinnen/Philosophen – Wächter – Arbeiter. In diesem idealen Staat herrschte im Kern eine Form von Monarchie beziehungsweise eine hierarchische Ordnung, die das Gemeinwohl sichern sollte.

Bildung

Bildung war der Grundstein seines idealen Staates und ein zentrales, engagiertes Projekt. Ohne disziplinierte und umfassende Bildung wird der Mensch schneller beschädigt und verliert Perspektiven. Für Platon garantiert Bildung die Entstehung guter Menschen.

Herrscher (Ruler)

Wie bereits gesagt, sah Platon den idealen Staat in einer Ordnung, in der der Philosoph die höchste Stellung einnimmt. Daraus folgt, dass der ideale Herrscher ein „König und Philosoph“ ist, wie Platon ihn nennt.

Der Mensch

Das Wichtigste am Menschen ist sein Denken, seine Seele, während der Körper ein dienendes Werkzeug ist. Der Mensch ist eine vernünftige Seele, angekettet an einen Körper.

Bereich des Verständlichen

Der Bereich des Verständlichen (das Intelligible) ist der Ort der Ideen, begründet durch Denken und Vernunft. Fantasie und andere sinnliche Konzepte sind nicht wesentlich. Alles, was die Seele des Menschen betrifft, wird hier geboren. Dieses Reich ist nur durch Vernunft und intellektuelle Einsicht zugänglich; es ist der wichtigste Bereich.

Welt des Sinnlichen

Im Gegensatz zur Welt der Ideen steht die materielle Welt. Sie ist das, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen. Platon betrachtete das Materielle als Reflexionen, als unvollkommene Kopien des intelligiblen Bereichs.

Gott und Moral

Nun zu Gottes Regeln: Moral ist der Weg zu Gott. Ohne Güte und Gerechtigkeit in ihrer schönsten Ausprägung kann man Gott nicht verstehen.

Exzellenz und Tugend

Exzellenz und Tugend: Zunächst sei gesagt, dass Exzellenz das Wissen um das Gute meint; der Begriff der Tugend wurde später in der scholastischen Lehre weiter ausgearbeitet. Zugleich bleibt Tugend die Errungenschaft des Menschen und eine moralische Leistung.

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