Platon und die griechische Philosophie: Kontext und Werk

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Kultureller Kontext

Die Philosophie wurde im sechsten Jahrhundert v. Chr. in Griechenland geboren. Menschen und Götter sind der Moira unterworfen. Die Götter haben dieselben Leidenschaften und Begierden wie Menschen, sind aber unsterblich. Zeus ist der Vater aller, darunter Aphrodite, Dionysos, etc. Das Orakel stellte eine Verbindung zwischen Menschen und Göttern her. Religiöse Praktiken standen oft im Zusammenhang mit dem öffentlichen Leben (Mysterienkulte). Ein Mysterienkult ist der Orphismus, der die Unsterblichkeit der Seele predigt. Die Religion wurde mit der Mythologie identifiziert.

Der Mythos ist eine zeitlose Erzählung, die den Menschen als Paradigma dient. Er spiegelt eine Situation wider, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft umfasst. Platon nutzte Mythen häufig zu didaktischen Zwecken, wie den Höhlenmythos und den Wagenlenker-Mythos.

Historischer Kontext

Im 5. Jahrhundert v. Chr. erreichte die griechische Gesellschaft und insbesondere Athen ihren Höhepunkt – die Blütezeit der Demokratie. Der Bildhauer Phidias baute die Akropolis von Athen wieder auf. Die antiken Skulpturen zeigten eine Idealisierung der Figuren und ein Gleichgewicht zwischen Bewegung und Stabilität (z. B. der Diskuswerfer des Myron). Später gewannen sie an Ausdruckskraft (Schmerz, Völlerei, Wollust etc.). Beispiele: die Venus von Milo, der Laokoon.

Die griechische Tragödie, die im 5. Jahrhundert v. Chr. in Athen ihren Höhepunkt erreichte, entstand rund um den Kult des Dionysos. Platon wurde 427 v. Chr. in Athen geboren. Er erlebte den Peloponnesischen Krieg, der mit der Niederlage Athens gegen Sparta endete. Später wurde Athen dem Reich Alexanders unterworfen. Seine Freundschaft mit Sokrates, seinem Lehrer, führte ihn zur Philosophie. Im Jahr 387 v. Chr. kehrte er nach Athen zurück und gründete die Akademie (die erste Universität der Welt).

Philosophischer Kontext und Platons Werk

Platons Werk, das größtenteils in Dialogform verfasst ist (eine Lehrform, die den Schüler zum selbstständigen Denken anregen soll), wird in drei Perioden unterteilt:

  1. Sokratische Dialoge: Schriften, die zeitlich zwischen dem Tod des Sokrates und seiner ersten Reise nach Sizilien liegen. Sie legen die Gedanken des sokratischen Platon mit wenigen eigenen Elementen dar.
  2. Doktrinäre Dialoge: Schriften aus der Zeit der Akademie. Sie enthalten eine Lehre mit Fragen und Antworten. Aus dieser Zeit stammt die Theorie der Ideen (z. B. Menon, Symposion, Phaidon).
  3. Kritische Dialoge: Platon beginnt, seine politische Doktrin, die Ideenlehre und die Kosmologie zu kritisieren.

Platon suchte nach etwas Unveränderlichem und Dauerhaftem. Das Unveränderliche, das in den Dingen derselben Art vorhanden ist, nennt Platon die Idee (Form/Gestalt). Die Idee wird durch die Augen der Seele gesehen, ist fest und ändert sich nicht. Im Gegensatz dazu steht die Sache, die sich ändert. Zur Entwicklung dieser Theorie wurden Bilder und Verweise auf die frühen griechischen Philosophen vor Sokrates herangezogen. Die Welt der Dinge übernimmt die Prinzipien der Mobilität und Relativität (Heraklit).

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